Berlin

»Keine gezielte Attacke«

Das Jüdische Krankenhaus in Berlin-Gesundbrunnen Foto: dpa

Im Jüdischen Krankenhaus Berlin ist am Samstagabend ein etwa ein Cent großes Loch in der Scheibe einer verglasten Terrassentür entdeckt worden. In einer ersten Mitteilung der Polizei hieß es, die Beschädigung könne durch einen Schuss aus einer Luftdruckwaffe herbeigeführt worden sein. Krankenhaussprecher Gerhard Nerlich sagte der Jüdischen Allgemeinen allerdings am Montag: »Man kann nicht von einer gezielten Attacke ausgehen.«

Laut Polizei hatte ein Sicherheitsmann am Samstag gegen 19 Uhr in der Heinz-Galinski-Straße in Berlin-Gesundbrunnen das Loch in der äußeren Scheibe der doppelverglasten Tür festgestellt. Nachdem der Wachmann die Polizei alarmiert hatte, übernahm der Polizeiliche Staatsschutz die Ermittlungen.

Überprüfung Der Krankenhaussprecher sagte, derzeit werde überprüft, wann die Beschädigung an der Scheibe entstanden sei. Möglicherweise sei das Loch auch schon älter – und erst jetzt entdeckt worden. Die beschädigte Terrassentür führt zum James-Israel-Saal, in dem regelmäßig Veranstaltungen der Klinik stattfinden. Er liegt im hinteren Bereich des Krankenhauses, dort sind keine Patienten untergebracht.

Die Einrichtung wurde am 22. Juni 1914 als neues Krankenhaus der Jüdischen Gemeinde im Bezirk Wedding seiner Bestimmung übergeben. Mehr als 500 Mitarbeiter betreuen rund 300 Patienten, die meisten, die dort behandelt werden, sind keine Juden.

Schule

Vernetzt für die Zukunft jüdischer Bildung

Direktoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz treffen sich in München zum Austausch

von Esther Martel  22.03.2026

Porträt der Woche

Sprache als Zuhause

Michal Zamir betreibt eine hebräische Privatbibliothek und einen literarischen Salon

von Alicia Rust  22.03.2026

Flora

Sehnsucht nach Kirschblüten

Neben einigen Synagogen gibt es Gärten, um die sich Gemeindemitglieder kümmern. Sie ernten Äpfel, grillen oder feiern im Grünen. Ein Streifzug zum Frühlingsanfang

von Christine Schmitt  21.03.2026

Geburtstag

Holocaust-Überlebender Abba Naor wird 98

Der Zeitzeuge, dessen Mutter und Bruder in Auschwitz ermordet wurden, kämpfte in Israels Unabhängigkeitskrieg und war später Mossad-Agent

 20.03.2026

Eröffnung

Ausstellung in Osnabrück beleuchtet Antisemitismus

2026 jährt sich das Ende der ersten jüdischen Gemeinde in Osnabrück zum 600. Mal. Mit einer Ausstellung erinnert das Museumsquartier an diese frühe Phase jüdischer Geschichte. Auch die Wurzeln des Antisemitismus werden sichtbar

 19.03.2026

Musik

»Die Verbundenheit zwischen Juden und Iranern zeigen«

Alexey Kochetkov und Kioomars Musayyebi haben ein Konzert mit jüdischer-persischer Musik gegeben. Ein Gespräch über Santur-Klänge, Politik und eine besondere Freundschaft

von Katrin Richter  19.03.2026

Berlin

Berliner Rabbinerin wird Präsidentin der Rabbinical Assembly

Mit Gesa Ederberg übernimmt erstmals eine Europäerin das Spitzenamt der internationalen Organisation

 18.03.2026

Angriffe

Schmierereien und Drohungen: Antisemitismus an NS-Gedenkstätten nimmt zu

Lehrer hätten bereits Führungen abgesagt, aus Angst, dass Schüler das Programm boykottieren

von Leticia Witte  18.03.2026

Ehrung

Ein pflichtbewusster Optimist

Fritz Neuland war einer der Wiederbegründer und später Präsident der Münchner Kultusgemeinde. Nun ist eine Straße nach ihm benannt

von Esther Martel  16.03.2026