Berlin

»Keine gezielte Attacke«

Das Jüdische Krankenhaus in Berlin-Gesundbrunnen Foto: dpa

Im Jüdischen Krankenhaus Berlin ist am Samstagabend ein etwa ein Cent großes Loch in der Scheibe einer verglasten Terrassentür entdeckt worden. In einer ersten Mitteilung der Polizei hieß es, die Beschädigung könne durch einen Schuss aus einer Luftdruckwaffe herbeigeführt worden sein. Krankenhaussprecher Gerhard Nerlich sagte der Jüdischen Allgemeinen allerdings am Montag: »Man kann nicht von einer gezielten Attacke ausgehen.«

Laut Polizei hatte ein Sicherheitsmann am Samstag gegen 19 Uhr in der Heinz-Galinski-Straße in Berlin-Gesundbrunnen das Loch in der äußeren Scheibe der doppelverglasten Tür festgestellt. Nachdem der Wachmann die Polizei alarmiert hatte, übernahm der Polizeiliche Staatsschutz die Ermittlungen.

Überprüfung Der Krankenhaussprecher sagte, derzeit werde überprüft, wann die Beschädigung an der Scheibe entstanden sei. Möglicherweise sei das Loch auch schon älter – und erst jetzt entdeckt worden. Die beschädigte Terrassentür führt zum James-Israel-Saal, in dem regelmäßig Veranstaltungen der Klinik stattfinden. Er liegt im hinteren Bereich des Krankenhauses, dort sind keine Patienten untergebracht.

Die Einrichtung wurde am 22. Juni 1914 als neues Krankenhaus der Jüdischen Gemeinde im Bezirk Wedding seiner Bestimmung übergeben. Mehr als 500 Mitarbeiter betreuen rund 300 Patienten, die meisten, die dort behandelt werden, sind keine Juden.

Uckermark

Stille Weite

Alex Stolze ist Musiker und hat sich in einem Dorf unweit der deutsch-polnischen Grenze einen jüdischen Ort in Brandenburg geschaffen

von Katrin Richter  18.01.2026

Berlin

»Meine Überraschung war die Rosenblütenkonfitüre«

Laurel Kratochvila backt Challa, Rugelach und Bagels. Nun hat sie ein Buch über polnische Backkunst geschrieben, das die »New York Times« prämiert hat. Eine Reise in die Familiengeschichte und an den Straßenrand

von Katrin Richter  18.01.2026

Grunewald

Friedhof Heerstraße braucht mehr Platz

Die Gemeinde hofft auf die lang erwartete Erweiterung. 1200 neue Grabstellen sind geplant

von Christine Schmitt  18.01.2026

Porträt der Woche

Action als Lebenselixier

Ruth Frenk ist Gesangspädagogin, lebt am Bodensee und fand im Alter die große Liebe

von Matthias Messmer  18.01.2026

Gelnhausen

»Stopp! So geht das nicht!«

Die Stadt wollte das Rabbinerhaus aus dem 16. Jahrhundert verkaufen. Ein Förderverein schritt ein und entwickelt nun ein Konzept als »Ort des Dialogs«

von Eugen El  18.01.2026

Dessau-Roßlau

Buch zur jüdischen Geschichte Anhalts vorgestellt

Ein neues Buch informiert über jüdische Orte in Anhalt und soll zum Besuch anregen

 16.01.2026

Weimar

Trauer um Raymond Renaud

Der französische Überlebende des NS-Konzentrationslagers Buchenwald wurde 102 Jahre alt

 15.01.2026

Antisemitismus

Schriftstellerin Funk lebt lieber in Tel Aviv

Künstlerinnen und Künstler aus Israel klagen seit Langem über Schwierigkeiten in Deutschland

 15.01.2026

Hamburg

Espresso für die Seele

Der Jugendkongress der ZWST und des Zentralrats ist für viele das Highlight des Jahres. Hier findet eine Generation, die gestalten möchte, Impulse, Gespräche und Resilienz

von Eugen El  15.01.2026