Berlin

»Keine gezielte Attacke«

Das Jüdische Krankenhaus in Berlin-Gesundbrunnen Foto: dpa

Im Jüdischen Krankenhaus Berlin ist am Samstagabend ein etwa ein Cent großes Loch in der Scheibe einer verglasten Terrassentür entdeckt worden. In einer ersten Mitteilung der Polizei hieß es, die Beschädigung könne durch einen Schuss aus einer Luftdruckwaffe herbeigeführt worden sein. Krankenhaussprecher Gerhard Nerlich sagte der Jüdischen Allgemeinen allerdings am Montag: »Man kann nicht von einer gezielten Attacke ausgehen.«

Laut Polizei hatte ein Sicherheitsmann am Samstag gegen 19 Uhr in der Heinz-Galinski-Straße in Berlin-Gesundbrunnen das Loch in der äußeren Scheibe der doppelverglasten Tür festgestellt. Nachdem der Wachmann die Polizei alarmiert hatte, übernahm der Polizeiliche Staatsschutz die Ermittlungen.

Überprüfung Der Krankenhaussprecher sagte, derzeit werde überprüft, wann die Beschädigung an der Scheibe entstanden sei. Möglicherweise sei das Loch auch schon älter – und erst jetzt entdeckt worden. Die beschädigte Terrassentür führt zum James-Israel-Saal, in dem regelmäßig Veranstaltungen der Klinik stattfinden. Er liegt im hinteren Bereich des Krankenhauses, dort sind keine Patienten untergebracht.

Die Einrichtung wurde am 22. Juni 1914 als neues Krankenhaus der Jüdischen Gemeinde im Bezirk Wedding seiner Bestimmung übergeben. Mehr als 500 Mitarbeiter betreuen rund 300 Patienten, die meisten, die dort behandelt werden, sind keine Juden.

Jewrovision

Jung, laut, jüdisch

Eindrücke vom Wochenende in Stuttgart

von Nicole Dreyfus  20.05.2026

Fest

Magdeburger Synagogen-Gemeinde hat neue Torarolle eingeweiht

Mit dem Fest der Toravollendung konnte die neue Torarolle der Magdeburger Synagogen-Gemeinde eingeweiht werden. Traditionell wurden die 5 Bücher Mose von einem Sofer genannten Schreiber in Israel angefertigt

von Thomas Nawrath  20.05.2026

Programm

Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 21. Mai bis zum 3. Juni

 20.05.2026

Stuttgart

Sieg in Weiß mit »Gangsta’s Paradise«

Glitzer, Lampenfieber und große Botschaften: Bei der Jewrovision verwandelten Jugendliche aus ganz Deutschland Musik, Tanz und persönliche Geschichten in eine kraftvolle Show. JuJuBa holte den ersten Platz, gewonnen haben aber alle

von Nicole Dreyfus  20.05.2026

Meinung

Die Jewrovision sendet ein Signal

Bei dem Musikwettbewerb haben die Teilnehmer auch immer wieder den grassierenden Antisemitismus thematisiert. Die Politik muss die Angst jüdischer Kinder und Jugendlicher endlich ernst nehmen

von Nicole Dreyfus  20.05.2026

Konflikt

»Große Irritation« nach Gründung eines neuen liberalen Rabbinatsgericht

Die Jüdische Gemeinde zu Berlin und die Union progressiver Juden haben ein Beit Din gegründet. Die Allgemeine Rabbinerkonferenz kritisiert den Schritt als »Spaltungsmanöver«

von Mascha Malburg  19.05.2026

In eigener Sache

»Jüdische Allgemeine« erhält Tacheles-Preis

Der Tacheles-Preis wird alle zwei Jahre an Personen oder Organisationen verliehen, die sich für die Sicherung einer jüdischen Zukunft in Deutschland einsetzen. Die Laudatio hält der neue WELT-Chefredakteur Helge Fuhst

 18.05.2026

Chemnitz

Ausstellung zum Neuanfang der jüdischen Gemeinde Chemnitz

»Jetzt erst recht!«: Eine Ausstellung im Staatlichen Museum für Archäologie erinnert an den mutigen Neuanfang der jüdischen Gemeinde Chemnitz 1945

 18.05.2026

Magdeburg

Synagogen-Gemeinde weiht neue Torarolle ein

Große Freude in der Magdeburger Synagoge: Nach mehr als 30 Jahren des Spendensammelns erhält die jüdische Gemeinde eine neue Torarolle, die in Israel von einem spezialisierten Schreiber angefertigt wurde

 18.05.2026