Berlin

Jüdisches Bündnis begrüßt Absage des Al-Quds-Tages

Al-Quds-Marsch 2019 in Berlin Foto: imago images / epd

Das Bündnis »Gegen den Quds-Marsch Berlin« hat die Absage des antisemitischen Al-Quds-Marsches begrüßt. »Wir danken ausdrücklich allen Unterstützer*innen aus Parteien, Kultur, Religionsgemeinschaften und Zivilgesellschaft, die mit ihren Statements klar zum Ausdruck gebracht haben, dass dieser Marsch des Hasses keinen Platz hier haben darf«, betonte das Bündnis.

Und weiter: »Wir appellieren an die Senatsverwaltung für Inneres, eine gut begründete Verbotsverfügung für einen evtl. anstehenden Al Quds Marsch 2022 bereit zu halten. Berlin kann auf dieses Antisemitismus-Spreader-Event verzichten.«

POLIZEI Dem Bündnis »Gegen den Quds-Marsch Berlin« gehören unter anderem die Jüdische Gemeinde zu Berlin, das AJC Berlin, die Amadeu Antonio Stiftung, die JSUD – Jüdische Studierendenunion Deutschland und das JuFo – Junges Forum Deutsch-Israelische Gesellschaft an.

Der antisemitische Al-Quds-Marsch in Berlin wurde am Mittwoch dieser Woche abgesagt. Die Anmeldung für die Kundgebung wurde zurückgezogen, wie die Berliner Polizei am Mittwochnachmittag bestätigte.

Für den 8. Mai hatten unter anderem mehrere palästinensische Gruppen die israelfeindliche Veranstaltung angemeldet. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der Marsch bereits im vergangenen Jahr kurzfristig abgesagt.

HISBOLLAH Hinter dem jährlichen »Marsch« zum Ende des Ramadans steckt nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden unter anderem die judenfeindliche schiitische Terrororganisation Hisbollah, deren Betätigung in Deutschland seit 2020 verboten ist.

Der »Al-Quds-Tag« wurde 1979 vom iranischen Revolutionsführer Ayatollah Khomeini ausgerufen. Traditionell wird an diesem Tag im Iran auf den Straßen zur »Befreiung« Jerusalems und zur Auslöschung des jüdischen Staates Israel ausgerufen. ja

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