Brandenburg

Antisemitismusbeauftragter fordert stärkeren Kampf gegen Judenhass

Andreas Büttner (parteilos, l), Antisemitismusbeauftragter des Landes Brandenburg, übergibt seinen Zweijahresbericht Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke (SPD) in der Lobby des Brandenburger Landtags. Der Bericht gibt einen Überblick über die Entwicklung antisemitischer Vorfälle in Brandenburg. Foto: picture alliance/dpa

Brandenburgs Antisemitismusbeauftragter Andreas Büttner fordert eine stärkere Bekämpfung von Judenhass. Das Thema müsse noch ernster genommen werden, sagte Büttner bei der Vorstellung seines ersten Tätigkeitsberichts am Dienstag in Potsdam. Vor allem seit dem Hamas-Terrorangriff auf Israel vom 7. Oktober 2023 werde Antisemitismus lauter, offener und selbstverständlicher geäußert.

Antisemitismus sei sichtbarer geworden. Positiv sei, dass zugleich auch die Bereitschaft, ihm entgegenzutreten, gewachsen sei. Im vergangenen Jahr wurden laut Büttner insgesamt 534 antisemitische Vorfälle bearbeitet. Vergleichszahlen gebe es nicht.

Sichtbarer und subtiler Antisemitismus

Insgesamt 116 Fälle seien nach einer eigenen Prüfung an die brandenburgische Fachstelle Antisemitismus zur genaueren Prüfung weitergegeben worden. Antisemitismus sei in Brandenburg »präsent, vielgestaltig und in Teilen zunehmend enthemmt«, heißt es in dem Bericht weiter. Er sei im öffentlichen Raum ebenso sichtbar wie »subtil in alltäglichen Situationen«. Der knapp 60-seitige Bericht umfasst den Zeitraum von Juni 2024 bis Mai 2026. epd

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