Berlin

CSD-Veranstalter: Anschlag nicht instrumentalisieren

Menschen haben sich zu einer Trauerkundgebung nach der Attacke beim Berliner CSD zusammengefunden. Foto: picture alliance/dpa

Die Veranstalter des Christopher Street Day (CSD) in Berlin haben nach dem Terroranschlag am Rande der großen Abschlussparty vor vorschnellen Urteilen und Wertungen gewarnt. »Wir wollen nicht, dass diese Tat für politische Zwecke instrumentalisiert wird oder Menschen unter Generalverdacht gestellt werden«, sagte ein Sprecher vor Journalisten in Berlin. »Hinter solcher Gewalt steckt der Versuch, unsere Gesellschaft zu spalten und Menschen gegeneinander aufzuhetzen. Das werden wir als Berliner CSD nicht zulassen.«

Nötig seien jetzt Besonnenheit und Anteilnahme mit den Opfern und ihren Angehörigen, so der Sprecher. »Wir beteiligen uns nicht an Spekulationen, sondern warten die laufenden Ermittlungen der Polizei ab.« Klar sei, dass der Berliner CSD-Verein jede Form von Gewalt ablehne. »Ideologische, also religiöse Ideologien oder rechte Ideologien verfolgen beide das Ziel, queere Menschen zu unterdrücken.« Der Berliner CSD stehe für Zusammenhalt, Respekt und Solidarität. 

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Ein Autofahrer hatte am Samstagabend im Berliner Tiergarten am Rande des CSD Menschen angefahren. Anschließend attackierte er nach Angaben von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) weitere Passanten mit einer Art Machete. Eine Frau starb bei dem Angriff, 29 weitere Menschen erlitten teils schwere Verletzungen. Die Polizei fahndet nach einem 21-jährigen Tatverdächtigen, der zum islamistischen Spektrum gehören soll. dpa

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