Berlin

Initiatoren halten an »Drei-Religionen-Kita« fest

Initiatorinnen: Silke Radosh-Hinder, Kathrin Janert, Iman Andrea Reimann, Rabbinerin Gesa Ederberg (v.l.) Foto: Svea Pietschmann

Die Initiatoren des Bauprojekts »Drei-Religionen-Kita-Haus« wollen trotz Streichung der Fördergelder durch den Berliner Senat an ihrem Ziel einer interreligiösen Kita langfristig festhalten. Wie der Evangelische Kirchenkreis Berlin Stadtmitte am Montag mitteilte, sei deshalb für Mittwoch eine symbolische Grundsteinlegung geplant.

Der Bau der Kita für christliche, jüdische und muslimische Kinder sollte eigentlich in diesem Jahr starten. Aufgrund von Sparmaßnahmen strich der Senat im vergangenen Dezember aber die Fördergelder.

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Wie Anna Poeschel, Sprecherin des Projekts, auf Anfrage mitteilte, seien trotz des Stopps bereits Verbindlichkeiten in Höhe von mehr als einer Million Euro entstanden. Darüber stünden die Projektträger mit dem Berliner Senat wegen einer möglichen Erstattung im Austausch.

Die Kosten für die »Drei-Religionen-Kita« waren Anfang 2022 mit 6,9 Millionen Euro veranschlagt worden. Das Projekt sollte aus dem Kita-Ausbauprogramm des Senats, Stiftungsgeldern und Mitteln der Trägerorganisationen finanziert werden. Das Kita-Ausbauprogramm sieht zudem ein vereinfachtes Bauverfahren vor. Dieses kann laut Poeschel nach dem Rückzug des Senats auch nicht mehr angewendet werden.

Die symbolische Grundsteinlegung solle trotzdem als Zeichen des Neuanfangs erfolgen: »Unsere Idee lebt weiter, sie ist dadurch nicht kaputt.« Wie lange die Umsetzung jetzt dauern werde, sei nicht abzuschätzen. Bisher war geplant, die Kita in Friedrichshain-Kreuzberg zu errichten. Jetzt muss laut Poeschel auch ein neuer Standort gefunden werden. epd

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