Sachsen-Anhalt

Haseloff würdigt Laiter als »außergewöhnliche Persönlichkeit«

Wadim Laiter (l) und Reiner Haseloff Foto: picture alliance/dpa

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat den am Sonntag im Alter von 58 Jahren gestorbenen Vorstandsvorsitzenden der Synagogen-Gemeinde zu Magdeburg, Wadim Laiter, als außergewöhnliche Persönlichkeit gewürdigt. Er sei eine der tragenden Säulen des jüdischen Lebens in Magdeburg und Sachsen-Anhalt gewesen, erklärte Haseloff am Mittwoch in Magdeburg.

Wirken Wadim Laiter habe sich insbesondere die Realisierung des Neubauprojekts der Magdeburger Synagoge zur Lebensaufgabe gemacht. Mit Wadim Laiter verliere nicht nur die Synagogen-Gemeinde ihren geschätzten Vorsitzenden, erklärte die für Religionsangelegenheiten zuständige Bildungsministerin Eva Feußner (CDU): »Vielmehr bedeutet der Tod Laiters für die Stadt Magdeburg den Verlust einer unermüdlichen, hingebungsvollen treibenden Kraft im wieder aufblühenden jüdischen Leben der Landeshauptstadt, das ohne das Wirken Laiters nicht da wäre, wo es heute ist.«

Laiter hatte Anfang Mai noch am ersten Spatenstich für die Neue Synagoge Magdeburg auf dem Grundstück in der Julius-Bremer-Straße 3 teilgenommen.

Das alte jüdische Gotteshaus war am 9. November 1938 in derselben Straße zerstört worden. Bis 2023 soll der Neubau fertiggestellt sein. Laiter fungierte mehr als ein Jahrzehnt als Vorstandsvorsitzender der Synagogen-Gemeinde zu Magdeburg und war Vorstandsmitglied des Landesverbandes Jüdischer Gemeinden Sachsen-Anhalt. epd/ja

München

Diplomatie und Freundschaft

Anlässlich seines 15-jährigen Bestehens lud das israelische Generalkonsulat zu einem Festakt in den Kaisersaal der Residenz

von Luis Gruhler  26.07.2026

Porträt der Woche

Eine Stimme für Israelis

Eliran Hirsh möchte mit seinen Podcasts Landsleute weltweit vernetzen

von Lorenz Hartwig  26.07.2026

Berlin

Rabbinerkonferenz: Berliner Führerbunker jüdischer Gemeinde geben

Was wird aus dem alten Führerbunker in Berlin? Derzeit streiten Senat, Stadtplaner und Denkmalschützer um den richtigen Umgang mit der Ruine. Die Europäische Rabbinerkonferenz schaltet sich nun mit einem Vorschlag ein

 26.07.2026

Bayern

»Es ist Zeit, den Hass zu beenden«

Eine Mahnwache der Deutsch-Israelischen Gesellschaft zeigte Solidarität mit dem Opfer des israelfeindlichen Verbrechens in der Region Würzburg

von Stefan W. Römmelt  25.07.2026

Alija

Darum bleibe ich

Der 7. Oktober hat unsere Autorin zu einem anderen Menschen gemacht. Und beinahe wäre sie nach Israel ausgewandert. Vieles aber hält sie hier – aus gutem Grund

von Barbara Bišický-Ehrlich  23.07.2026

Interview

»Kiddusch mit Empanadas«

Daniela Rusowsky über die lateinamerikanische Gemeinschaft in Berlin, Melodien aus der Heimat und die Bedeutung von Kabbalat Schabbat

von Mascha Malburg  23.07.2026

Programm

Marathon-Mann, Swingende Hermline und ein festliches Triple in Karlsruhe: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 23. Juli bis zum 30. Juli

 22.07.2026

Projekt

Ein Denkmal für gefallene Soldaten und ermordete Juden

Ein Dorf will mit einer Gedenkstätte an die Opfer der NS-Zeit erinnern. Das geplante gemeinsame Gedenken an gefallene Soldaten und ermordete Juden ruft ein unterschiedliches Echo hervor

von Jens Bayer-Grimm  21.07.2026

Berlin

Jüdisch, Queer, Selbstbewusst

Der »Pride-Shabbat« des Vereins Keshet Deutschland zeigt auch in diesem Jahr wieder, dass jüdisches und queeres Leben zusammengehören

von Leon Stork  20.07.2026