Ravensbrück

Familie von KZ-Überlebender erhält Ring zurück

In der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Ravensbrück ist am Donnerstag ein Ring der polnischen NS-Überlebenden Halina Kucharczyk (1924-1999) an deren Enkelinnen übergeben worden. Die Rückgabe erfolgte im Rahmen der Initiative #StolenMemory (gestohlene Erinnerung) der Arolsen Archives, wie das gleichnamige, weltweit größte Archiv zu Opfern und Überlebenden des Nationalsozialismus und die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten am Donnerstag mitteilten. Es sei die erste Übergabe persönlicher Gegenstände an eine Familie vor Ort im Rahmen der Initiative gewesen.

Im Frühjahr war es demnach einer Freiwilligen gelungen, die Familie von Halina Kucharczyk ausfindig zu machen. Für ihre Familie sei es der erste Besuch der Gedenkstätte gewesen. Ihre Enkelin Sylwia sagte, ihre Großmutter habe nie über ihre Inhaftierung gesprochen. Anfang des Jahres sei ihr Vater gestorben, zwei Monate später erreichte sie die Nachricht über den Ringfund: »Ich glaube, es war eine Fügung.« Zur Rückgabe hätten die Enkelinnen Fotos und Dokumente aus dem Familienarchiv an die Gedenkstätte übergeben.

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Die in Warschau geborene Halina Kucharczyk wurde im Sommer 1944 durch die deutschen Besatzer im Kontext des Warschauer Aufstands in das Konzentrationslager Ravensbrück verschleppt. Am 2. Mai 1945 sei die Polin durch die amerikanische Armee befreit worden und kehrte im Dezember 1945 mit ihrem Mann nach Polen zurück.

Die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück, dem größten NS-Konzentrationslager für Frauen. epd

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