Dresden/Gohrisch

Sächsische Schostakowitsch Tage eröffnet

Dimitrij Schostakowitsch (Mitte) mit dem österreichischen Architekten Heinrich Sussmann (links) und dem deutschen Komponisten Hanns Eisler (rechts). Foto: picture alliance / akg-images

Die Schostakowitsch Tage in Gohrisch sind am Donnerstagabend mit einem Konzert des baltischen Kammerorchesters Kremerate Baltica eröffnet worden. Das Festival in der Sächsischen Schweiz widmet sich bis Sonntag jüdischen Einflüssen auf das Werk von Dmitri Schostakowitsch (1906-1975), wie die Organisatoren mitteilten.

Der russische Komponist habe immer wieder auf die Bedeutung der jüdischen Kultur für sein eigenes Schaffen hingewiesen. Dies belegten den Angaben zufolge Kompositionen wie die 13. Sinfonie »Babi Jar« oder auch das zweite Klaviertrio, das vierte Streichquartett und der Liedzyklus »Aus jiddischer Volkspoesie«.

In Gohrisch in der Sächsischen Schweiz komponierte Schostakowitsch während eines Aufenthaltes 1960 sein achtes Streichquartett. Seit 2010 erinnert das Festival daran.

Preis für Pianistin Elisabeth Leonskaja

In diesem Jahr stehen neben Werken von Schostakowitsch auch Arbeiten von jüdischen Zeitgenossen sowie von Mieczys aw Weinberg (1919-1996), Arvo Pärt und Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) auf dem Programm. Zudem seien Kompositionen des jüdisch-weißrussischen Künstlers Lew Abeliowitsch (1912-1985) zu erleben.

Den Schostakowitsch-Preis erhält in diesem Jahr die Pianistin Elisabeth Leonskaja. Die heute 80-Jährige habe mit Schostakowitsch zusammengearbeitet, hieß es. Insgesamt stehen acht Veranstaltungen in der Konzertscheune Gohrisch auf dem Programm. epd 

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