München

Erstklassig

Das pädagogische Konzept der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, das von der Kinderkrippe bis zum Gymnaisum reicht, genießt auch in Fachkreisen einen hohen Stellenwert.

Bildung Kürzlich wurden der Sinai-Grundschule und den Schülern der zweiten und dritten Klassen vom renommierten »Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen« überdurchschnittliche Leistungen bescheinigt.

Das Lob basiert auf den Ergebnissen der sogenannten Orientierungsarbeiten, die bayernweit in allen zweiten Klassen geschrieben werden und sich der Rechtschreibung widmen, sowie dem bundesweiten »VERA«-Test für die dritten Klassen. Dieser Test umfasst die Bereiche Lesen, Zuhören und Mathematik.

Tests »Beide Tests«, erklärt Schulleiterin Claudia Beckmann, »werden zentral ausgewertet und geben Auskunft über den individuellen Leistungsstand der Klasse im Vergleich aller Schulen in Bayern.« Wie ernst der »VERA«-Test zu nehmen ist, zeigt sich darin, dass sich die Aufgaben für die Schülerinnen und Schüler an den von der Kultusministerkonferenz beschlossenen bundesweit gültigen Bildungsstandards orientieren und sich nicht nur auf die aktuell in den vorangegangen Unterrichtsstunden behandelten Themen beziehen. »Stattdessen werden fachspezifische Kompetenzen geprüft, die über einen längeren Zeitraum im Unterricht erworben wurden«, sagt Claudia Beckmann.

Die überdurchschnittlichen Leistungen der Kinder, sowohl im Vergleich zu allen bayerischen Schulen als auch im Vergleich zu denen mit ähnlicher Schülerschaft, erfüllen auch Charlotte Knobloch, die IKG-Präsidentin, mit Freude und Stolz.

Oft genug verweist sie auf die Wichtigkeit eines hohen Schul- und Bildungsniveaus für die jüdische Gemeinschaft und verwendet dabei einen Satz, der alles andere als eine leere Worthülse ist: »Die Kinder sind unsere Zukunft.« Die individuelle Test-Auswertung erhalten die Eltern schriftlich.

Programm

Marathon-Mann, Swingende Hermline und ein festliches Triple in Karlsruhe: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 23. Juli bis zum 30. Juli

 22.07.2026

Projekt

Ein Denkmal für gefallene Soldaten und ermordete Juden

Ein Dorf will mit einer Gedenkstätte an die Opfer der NS-Zeit erinnern. Das geplante gemeinsame Gedenken an gefallene Soldaten und ermordete Juden ruft ein unterschiedliches Echo hervor

von Jens Bayer-Grimm  21.07.2026

Berlin

Jüdisch, Queer, Selbstbewusst

Der »Pride-Shabbat« des Vereins Keshet Deutschland zeigt auch in diesem Jahr wieder, dass jüdisches und queeres Leben zusammengehören

von Leon Stork  20.07.2026

Pforzheim

Die vergessene jüdische Geschichte der Goldstadt

Vom Schwarzwald aus verkauften Juden einst Schmuck in die ganze Welt. Erst langsam wird diese Geschichte aufgearbeitet. Sie ist nicht immer glänzend – und auch noch nicht vorbei

von Mascha Malburg  20.07.2026

Porträt der Woche

»Ich wollte zum Ursprung«

Richard Ernst konvertierte zum Judentum, wurde Gärtner und Hobbymaler

von Anja Bochtler  18.07.2026

Würdigung

Im Einsatz für die Demokratie

Minister Georg Eisenreich zeichnete Engagierte in Justiz und Polizei mit dem Fritz-Neuland-Gedächtnispreis aus

von Luis Gruhler  18.07.2026

München

Bücher für alle

Der Literaturwissenschaftler Nathan Cohen sprach im Rahmen der Scholem-Alejchem-Reihe über populäre jiddische Literatur in Osteuropa

von Nora Niemann  18.07.2026

Stadtführung

Tatort Scheunenviertel

Kleinkriminelle, Arbeiter und Ostjuden – der Historiker Dmitry Kudinov zeigt die bewegte Geschichte eines hippen Teils von Berlin, der vor rund 100 Jahren alles andere als gentrifiziert war

von Alicia Rust  17.07.2026

Recklinghausen

Wie der Fußball Eddy rettete

Die Jüdische Gemeinde und Schulen der Region trugen den Emanuel-Schaffer-Cup aus – in Erinnerung an den legendären israelischen Trainer

von Martin Krauß  16.07.2026