Mit einer ökumenischen Andacht in der Görlitzer Frauenkirche erinnern Vertreter der Kirchen und der Stadt am 9. November an die Opfer der Novemberpogrome von 1938. Im Anschluss führt ein Lichterweg mit Kerzen zum Kulturforum Görlitzer Synagoge, wie die Stadtverwaltung am Montag in Görlitz mitteilte. Dort findet eine Kranzniederlegung statt.
Die Pogrome jähren sich in diesem Jahr zum 88. Mal. In der Nacht auf den 10. November 1938 wurden überall in Deutschland Synagogen in Brand gesetzt, jüdische Einrichtungen, Geschäfte und Wohnungen zerstört. Jüdinnen und Juden wurden bedroht, verhaftet und ermordet.
Görlitzer Synagoge seit 2011 Kulturzentrum
In Görlitz blieb die Synagoge als einzige in Sachsen erhalten. Der Brand konnte – unter nicht vollständig geklärten Umständen – gelöscht werden. Das jüdische Leben wurde jedoch in der NS-Zeit wie auch andernorts ausgelöscht. Seit 2011 ist die ehemalige Görlitzer Synagoge ein Kulturforum für Veranstaltungen. Zuvor war das 1911 eingeweihte Gebäude umfassend saniert worden. epd/ja