Jugendkongress

400 junge Juden treffen sich in Hamburg

Beim Jugendkongress 2025 Foto: Gregor Matthias Zielke

Mehr als 400 jüdische junge Erwachsene aus ganz Deutschland kommen heute in Hamburg zu ihrem bundesweiten Jugendkongress zusammen. Die Tagung findet vom 26. Februar bis zum 1. März statt und wird von der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) in Kooperation mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland ausgerichtet. Hamburg ist nach Angaben der Veranstalter zum zweiten Mal Gastgeber der bundesweit größten Konferenz für jüdische junge Erwachsene.

Unter dem Motto »Strong. Jewish. Here.« wollen sich Teilnehmer im Alter zwischen 18 und 35 Jahren austauschen, vernetzen und gesellschaftlich engagieren. Der Kongress verstehe sich als Forum für eine Generation, die sich als aktiver Teil der deutschen und europäischen Zivilgesellschaft sehe und Verantwortung übernehmen wolle, hieß es. Zugleich reagiere die Veranstaltung auf eine spürbar gestiegene Bedrohungslage für jüdisches Leben in Deutschland.

Prominente Gäste werden erwartet

Geplant sind Gespräche, Workshops, Exkursionen und Diskussionen mit jungen Journalisten, Politikern sowie Aktivisten. Zur Eröffnung werden unter anderen ZWST-Präsident Abraham Lehrer, der Präsident des Zentralrats, Josef Schuster, sowie der israelische Botschafter Ron Prosor erwartet.

An einer Podiumsdiskussion unter dem Titel »Demokratie im Stresstest« beteiligen sich der Präsident der Jüdischen Studierendenunion Deutschland (JSUD), Ron Dekel, der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, die EU-Koordinatorin zur Bekämpfung von Antisemitismus, Katharina von Schnurbein, die Grünen-Bundestagsabgeordnete Lamya Kaddor sowie der SPD-Politiker Ralf Stegner.

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Am Samstag erwarten die Juko-Teilnehmer unter anderem Workshops mit der Autorin Ronya Othman zur Situation von Minderheiten in Syrien, der Knesset-Abgeordneten Pnina Tamano-Schata über Frauen in Führungsrollen oder dem Journalisten Frederik Schindler über sein neues Buch zum AfD-Politiker Björn Höcke.

Am Sonntag findet eine Podiumsdiskussion zum Thema Wehrpflicht und Bundeswehr statt. Ebenfalls Teil des Programms ist die Vollversammlung der Jüdischen Studierendenunion Deutschland. kna/ja

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