Das Dresdner Tora-Projekt wird bis August 2027 verlängert. Der Entstehungsprozess der neuen Tora bleibe weiterhin zugänglich, teilte Projektkuratorin Jahna Dahms am Mittwoch dem Evangelischer Pressedienst (epd) in Dresden mit. Der gläserne Pavillon, in dem eine ausgebildete Schreiberin zu bestimmten Zeiten arbeitet, werde auch fortan genutzt.
Das Projekt »Die ewige Schrift - Eine Tora für Dresden« begann im August 2025 und sollte zunächst Ende Oktober abgeschlossen sein.
Grund für die Verlängerung sei, dass der Schreibprozess mehr Zeit beanspruche als anfangs erwartet. Die aktuelle Schreiberin sei zwar professionell ausgebildet, habe jedoch noch keine Routine. Zunächst hatte Joshua Dias das Projekt begonnen, später übernahm Liora Mendez die Aufgabe des öffentlichen Schreibens.
Von Hand auf Pergament
Die neue Tora-Rolle ist für die Jüdische Kultusgemeinde Dresden bestimmt, die sich 2021 gründete. Das Projekt wird unter anderem vom Stadtmuseum unterstützt.
Die chassidisch-liberal ausgerichtete Jüdische Kultusgemeinde Dresden mit nach eigenen Angaben rund 250 Mitgliedern hatte im September 2023 mit Unterstützung der Stadt ihre eigene Synagoge eingeweiht. Dort gibt es bislang nur eine Tora-Rolle als Dauerleihgabe. epd