Meinung

Wiener Schmarrn

Am 5. Mai hat das österreichische Parlament mit einer Gedenkfeier an die Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen vor 65 Jahren erinnert. Als Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien habe ich diese Veranstaltung boykottiert. Denn ich bin der Überzeugung, dass in einem Land wie Österreich, in dem es so viele Täter gegeben hat, die wohlfeilen Reden und Gedenkfeiern keinesfalls die Realität österreichischer Politik widerspiegeln. Da empfängt man offiziell Irans Außenminister Mottaki und ist stolz darauf, dass das Handelsvolumen mit dem »Schurkenstaat« im vergangenen Jahr um sechs Prozent gestiegen ist. Das ist angesichts der Drohung Teherans, Israel mit Atomwaffen zerstören zu wollen, unerträglich. Wenn wir Juden weiterhin zu solchen Gedenkfeiern kommen und den dort gehaltenen Reden Glauben schenken sollen, dann muss die österreichische Politik ihren Worten endlich Taten folgen lassen. Das heißt: keine politischen und wirtschaftlichen Geschäfte mit dem Iran.

Der Autor ist Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien.

Internationaler Strafgerichtshof

»Begünstigung von Kriegsverbrechen«: Israelische NGO zeigt Spaniens Regierungschef Sánchez an

Die Hintergründe

 17.04.2026 Aktualisiert

Medien

Ex-»Welt«-Chefredakteur Burgard bei Springer künftig für Nahost zuständig

Burgard folgt auf Constantin Schreiber, der sich ab dem 1. Mai als Global Reporter weiter auf seine Podcast-Formate konzentriert

 17.04.2026

Berlin

Zentralrat der Juden gegen Widerspruchslösung

In seinem Tätigkeitsbericht für 2025 geht der Zentralrat auch ethische Fragen rund um das Thema Organspende ein

 17.04.2026

Genf

So reagiert die Weltbank auf antisemitische Posts von Francesca Albaneses Ehemann

Massimiliano Cali soll den palästinensischen Terrorismus relativiert und gegen Juden gehetzt haben

von Imanuel Marcus  17.04.2026

Paris

Bericht: Marine Le Pen trifft Israels Botschafter

Das Gespräch wirft diese Frage auf: Wie geht die Regierung Netanjahu mit rechtsextremistischen Parteien im Ausland um?

 17.04.2026

Yale-Umfrage

Jüngere Wähler in den USA äußern häufiger antisemitische Ansichten

Auch Plattformen wie TikTok spielen eine Rolle. Ihre Nutzer neigen eher zu Judenhass als Konsumenten herkömmlicher Medien

 17.04.2026

Amsterdam

Neue YouTube-Serie folgt den Spuren von Anne Frank

Eine Schauspielerin reist von Frankfurt über Amsterdam bis Bergen-Belsen und bietet Einblicke in das Leben des jüdischen Mädchens, das Millionen Menschen berührt hat

 17.04.2026

München

Proiranische Terror-Gruppe reklamiert Anschlag auf Restaurant für sich

Laut Generalstaatsanwaltschaft ist ein Bekennervideo der schiitischen Gruppe Harakat Ashab al-Yamin al-Islamia Gegenstand laufender Ermittlungen

 17.04.2026

Berlin

Staatsanwaltschaft geht in Revision im Prozess gegen Mustafa A.

Die Staatsanwaltschaft geht bei dem Angriff auf Lahav Shapira von einer antisemitischen Gewalttat aus. Der Täter bestreitet dies und erreicht im Berufungsprozess eine geringere Strafe. Beendet ist der Fall damit nicht

 17.04.2026