Justiz

»Wichtiger Ansprechpartner für Gemeinden«

Felix Klein, Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung Foto: imago/epd

Felix Klein hat die Ernennung von Antisemitismusbeauftragten bei den Staatsanwaltschaften in Nordrhein-Westfalen begrüßt. »Ich möchte die übrigen Bundesländer ermutigen und dazu aufrufen, dem Beschluss zu folgen«, sagte der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag).

Die Bund-Länder-Konferenz der Antisemitismusbeauftragten, der Klein gemeinsam mit Sabine Leutheusser-Schnarrenberger vorsteht, habe noch im Februar betont, wie wichtig und notwendig dieser Schritt sei.

erfahrungen »Die Erfahrungen in den Ländern, die bereits über entsprechende Beauftragte verfügen, zeigen, wie wertvoll deren Arbeit ist: Sie sind wichtiger Ansprechpartner für die jeweiligen jüdischen Gemeinden und verfügen über die besonderen Kenntnisse, die bei der Bekämpfung antisemitischer Straftaten wichtig sind«, so Klein.

Am Dienstag hatte die NRW-Landesregierung mitgeteilt, dass 22 Fachkräfte künftig bei Generalstaatsanwaltschaften und Staatsanwaltschaften zum Thema Judenfeindlichkeit tätig sein werden.

Diese Antisemitismusbeauftragten sollen Juden bei Fragen zur strafrechtlichen Verfolgung zur Verfügung stehen und den Staatsanwaltschaften dabei helfen, »die gesamte Bandbreite möglicher Erscheinungsformen von Antisemitismus zu überblicken«, wie es hieß.

Auch in einigen anderen Bundesländern gibt es bereits spezielle Ansprechpersonen. kna

Medien

KI-Verstoß: »Tagesspiegel« nimmt Casdorff-Texte offline

Stephan-Andreas Casdorff verfasste auch für die Jüdische Allgemeine Kommentare. Die Redaktion prüft, ob auch diese Texte von einer KI statt von Casdorff selbst verfasst wurden

 12.06.2026

Berlin

»Ich bin stolz! Sehr stolz«

Dieter Nuhr ist mit dem Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden geehrt worden. Wir dokumentieren hier exklusiv seine Rede im Wortlaut

von Dieter Nuhr  12.06.2026 Aktualisiert

Debatte

Soll die Bevölkerung in der Schweiz auf 10 Millionen begrenzt werden?

Ein Pro & Contra

von Jessie Katz, Zsolt Balkanyi-Guery  12.06.2026

Berlin

Bundesrat für Verbot von Handel mit Dokumenten von NS-Opfern

»Wir dulden es nicht länger, dass aus dem Leid der NS-Opfer Profit geschlagen wird«, sagt NRW-Justizminister Benjamin Limbach (Grüne)

 12.06.2026

Ankara

Erdoğan vergleicht Netanjahu erneut mit Hitler

»Wer Hitlers Weg folgt, sollte nicht vergessen, dass sein Schicksal dem anderer Tyrannen in der Geschichte gleichen wird«, erklärt der türkische Präsident in Richtung des israelischen Regierungschefs

 12.06.2026

Debatte

Mario Voigt nutzte KI für Reden zum Holocaust-Gedenken

Ein Portal findet mit KI-Analyse-Werkzeugen Auffälligkeiten in Beiträgen von Thüringens Regierungschef. Wie viel KI darf in einer Rede zum Holocaust-Gedenktag stecken?

 12.06.2026

Berlin

Anne-Frank-Tag: Bildungsstätte sieht Antisemitismus-Flut im Internet

»Wir erleben aktuell, dass sowohl rechtsextreme als auch islamistische und linke Gruppen antisemitisch agieren, antisemitische Narrative aber zugleich in der Mitte der Gesellschaft fest verankert sind«, sagt Deborah Schnabel

 12.06.2026

Brüssel

Kallas vergleicht Israel mit Apartheids-Südafrika

Die EU-Außenbeauftragte wird für ihre Aussage von anderen EU-Diplomaten und -Beamten scharf kritisiert

 12.06.2026

Künstliche Intelligenz

Preiskrieg zwischen Giganten

Sam Altmans OpenAI will den aggressiv wachsende Rivalen Anthropic der Geschwister Daniela und Dario Amodei auf Distanz halten

 12.06.2026