Justiz

»Wichtiger Ansprechpartner für Gemeinden«

Felix Klein, Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung Foto: imago/epd

Felix Klein hat die Ernennung von Antisemitismusbeauftragten bei den Staatsanwaltschaften in Nordrhein-Westfalen begrüßt. »Ich möchte die übrigen Bundesländer ermutigen und dazu aufrufen, dem Beschluss zu folgen«, sagte der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag).

Die Bund-Länder-Konferenz der Antisemitismusbeauftragten, der Klein gemeinsam mit Sabine Leutheusser-Schnarrenberger vorsteht, habe noch im Februar betont, wie wichtig und notwendig dieser Schritt sei.

erfahrungen »Die Erfahrungen in den Ländern, die bereits über entsprechende Beauftragte verfügen, zeigen, wie wertvoll deren Arbeit ist: Sie sind wichtiger Ansprechpartner für die jeweiligen jüdischen Gemeinden und verfügen über die besonderen Kenntnisse, die bei der Bekämpfung antisemitischer Straftaten wichtig sind«, so Klein.

Am Dienstag hatte die NRW-Landesregierung mitgeteilt, dass 22 Fachkräfte künftig bei Generalstaatsanwaltschaften und Staatsanwaltschaften zum Thema Judenfeindlichkeit tätig sein werden.

Diese Antisemitismusbeauftragten sollen Juden bei Fragen zur strafrechtlichen Verfolgung zur Verfügung stehen und den Staatsanwaltschaften dabei helfen, »die gesamte Bandbreite möglicher Erscheinungsformen von Antisemitismus zu überblicken«, wie es hieß.

Auch in einigen anderen Bundesländern gibt es bereits spezielle Ansprechpersonen. kna

Meinung

Bringt Israel die Vereinten Nationen zu Fall?

Die obsessive Fixierung der UN auf den jüdischen Staat steht im Widerspruch zu ihren ursprünglichen Werten. Diese Heuchelei wird der Staatengemeinschaft irgendwann noch zum Verhängnis werden

von Daniel Neumann  30.07.2026

Kommentar

Die Hinrichtungen gehen weiter

Nach der brutalen Niederschlagung der Protestbewegung im Januar setzt das Regime die Exekutionen vor den Augen der Welt fort

von Nila Mozafari  30.07.2026

Hannover

Mehrere AfD-Bewerber von Kommunalwahl ausgeschlossen

Bis Mittwoch mussten Niedersachsens Wahlausschüsse über alle Kandidaturen für die Kommunalwahl entscheiden. Mehrere Politiker der rechtsextremistischen Partei dürfen wegen Zweifeln an ihrer Verfassungstreue nicht antreten

 30.07.2026

Berlin

Mitarbeiter und Gäste des Kulturschiffs MS Goldberg antisemitisch beschimpft

Der Mann fuhr mit seinem Boot neben dem Kulturschiff und pöbelte dabei. Später soll er noch Beleidigungen per Email und via Facebook verschickt haben

 30.07.2026

Berlin

Antisemitismus ohne Scham

Der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Kahal Adass Jisroel in Berlin-Mitte wurde nach eigenen Angaben auf der Straße mit dem Tode bedroht

von André Anchuelo  30.07.2026 Aktualisiert

Berlin

Tödliche Ignoranz

Der Attentäter vom Christopher Street Day war Islamist. Doch manchen fällt es schwer, die Hintergründe der Mordtat konkret zu benennen. Sie kennen nur Reflexe

von Ralf Balke  30.07.2026

Berlin

Breites Bündnis fordert Klartext beim Thema Islamismus

Die meisten Muslime in Deutschland lehnten islamistische Ideologien ab. Gerade deshalb müssten sie ihnen »innerhalb der eigenen Gemeinschaft entschlossen entgegenzutreten«, heißt es in einem von 23 Organisationen unterzeichneten Aufruf

 30.07.2026

Interlochen (Michigan)

Neue Missbrauchsvorwürfe gegen Jeffrey Epstein im Umfeld einer US-Kunstschule

Zwei ehemalige Schülerinnen schilderten grenzüberschreitendes sexuelles Verhalten des Finanzinvestors

 30.07.2026

Berlin

Nach CSD-Anschlag: Technoparade »Zug der Liebe« abgesagt

Nach dem Anschlag am Rande des Christopher Street Days wird die Technoparade »Zug der Liebe« abgesagt. Die Ereignisse hätten die Lage »drastisch verändert«, so die Veranstalter

 30.07.2026