Chemnitz

Weihnachtsschmuck mit Hakenkreuz

Ein sogenannter Schwibbogen mit dem Motiv der Seiffener Bergkirche strahlt in einem Fenster des Spielzeugdorfes im Erzgebirge. Foto: dpa

Falsches Motiv: Ein Chemnitzer, der einen Weihnachtsschmuck mit Hakenkreuz gut sichtbar in sein Fenster gestellt hatte, muss 2.500 Euro Geldstrafe zahlen.

Amtsgericht Der 36-Jährige habe sich wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen vor dem Amtsgericht Chemnitz verantworten müssen, teilte die Staatsanwaltschaft Chemnitz am Mittwoch mit.

Zuvor habe er im November einen erzgebirgischen Schwibbogen mit einem fünf mal fünf Zentimeter großen Hakenkreuz so aufgestellt, das er von der Straße aus gesehen werden konnte.

Staatsanwaltschaft Der Fall sei in einem beschleunigten Verfahren entschieden worden, hieß es. Das Urteil sei rechtskräftig. In seiner Entscheidung sei das Amtsgericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft gefolgt.

In der Weihnachtszeit schmücken Schwibbögen aus dem Harz oder dem Erzgebirge die Wohnungen vieler Familien in Deutschland. Die geschnitzten, gedrechselten oder gegossenen Figuren erinnern als Motive an traditionelle Handwerke der Gegenden, wie etwa den Bergbau. epd/dpa

Hintergrund

Wenn Juden- und Israelfeindlichkeit Extremisten aller Couleur vereint

Der Verfassungsschutzbericht 2025 verdeutlicht einmal mehr: Antisemitismus und Antizionismus sind der Bindekitt zwischen ansonsten inkompatiblen extremistischen Strömungen

von Michael Thaidigsmann  01.07.2026

Meinung

Warum Hessens Vorstoß mit der Meinungsfreiheit vereinbar ist

Die Landesregierung will die Leugnung des Existenzrechts Israels unter Strafe stellen. Mit einer veränderten Begründung und anderen leichten Modifikationen wäre der umstrittene Entwurf grundgesetzkonform

von Fiete Kalscheuer  01.07.2026

Extremismus-Bericht

Auschwitz Komitee macht AfD für gestiegenen Rechtsextremismus verantwortlich

Die Zahl der Extremisten in Deutschland ist nach Einschätzung des Bundesamtes für Verfassungsschutz weiter gestiegen. Dafür macht das Komitee vor allem die AfD verantwortlich

 01.07.2026

Kommentar

»Eigentlich habe ich noch nie mit einem Juden gesprochen«

Als Antisemitismusbeauftragter jüdisch zu sein ist kein Manko. Im Gegenteil: Es braucht an deutschen Universitäten mehr jüdische Beauftragte

von Guy Katz  30.06.2026

Interview

»Es fehlte am fußballerischen Können, nicht am Glück«

Sportreporter-Legende Marcel Reif über das WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft, Jürgen Klopp und die Zukunft von Julian Nagelsmann als Bundestrainer

von Michael Thaidigsmann  30.06.2026

Meinung

Maccabiah ist gelebte Selbstbehauptung

Gerade jetzt ist es für jüdische Sportlerinnen und Sportler wichtig, in Israel Kraft zu tanken. Es geht nicht nur um Sport, sondern auch um Selbstbehauptung und ein tieferes Verständnis für das Land

von Alon Meyer  30.06.2026

Berufung

Hamburg hat wieder eine Beauftragte gegen Antisemitismus

Nach Monaten der Vakanz ist das Amt wieder besetzt: Anna von Villiez wird Hamburgs neue Beauftragte gegen Antisemitismus. Ein Rechtsstreit hatte die Auswahl verzögert

von Michael Althaus  30.06.2026

Kommentar

Für Islamisten existiert kein Kindeswohl

In glühender Hitze wurden Kinder von Islamisten gefesselt durch Berlin geführt. Dass so etwas mitten in der Hauptstadt geschehen kann, ist die Folge einer fehlgeleiteten Migrationspolitik

 30.06.2026

Aufruf

Jüdische Hochschullehrer fordern besseren Schutz gegen Antisemitismus

Hochschulen können ihre jüdischen Studierenden und Lehrenden nicht ausreichend gegen Antisemitismus schützen. Das NJH will das ändern und fordert unter anderem die Möglichkeit zur Exmatrikulation von Störern

 30.06.2026