Teheran

Iran: Öffnung der Straße von Hormus hängt von USA ab

Die Straße von Hormus Foto: picture alliance / Anadolu

Der Iran fordert für die Öffnung der Straße von Hormus die Umsetzung des Mitte Juni unterzeichneten Rahmenabkommens mit den USA. Parlamentspräsident Mohammed Baghar Ghalibaf sagte vor einer Parlamentssitzung, die für den weltweiten Energiehandel wichtige Meerenge bleibe so lange geschlossen, wie sich die USA nicht an ihre Verpflichtungen aus der Vereinbarung hielten. Dazu zählten seinen Worten zufolge »die Aufhebung der Seeblockade, die Freigabe der eingefrorenen Vermögenswerte, die Aufhebung der Ölsanktionen, das Ende der Drohungen und militärischen Operationen an allen Fronten«.

Anfang Juli war der Konflikt zwischen dem Iran und den USA erneut eskaliert, als iranische Streitkräfte Handelsschiffe in der Meerenge beschossen hatten. Es folgten intensive Bombardierungen des US-Militärs an der iranischen Südküste. Der Iran attackierte daraufhin US-Stützpunkte und Energieanlagen in den Golfstaaten.

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Eine 60-Tage-Frist, in der die Konfliktparteien weiter verhandeln wollten, ist inzwischen ausgelaufen. Zuletzt gab es jedoch weniger gegenseitige Angriffe im Iran-Krieg. Die zentralen Streitpunkte, darunter das umstrittene iranische Atomprogramm, bleiben ungeklärt.

US-Präsident Donald Trump könne sich aus dem Krieg nicht zurückziehen, schrieb Vali Nasr, Professor an der Johns Hopkins University in Washington, auf X. »Das würde einen Waffenstillstand und ein gewisses Maß an Kontrolle über den Krieg erfordern, die er nicht hat. Der Krieg befindet sich in einer Warteschleife, wobei jede Seite auf den richtigen Moment und die richtige Gelegenheit zum Zuschlagen wartet.« Irans Führung sei darauf vorbereitet, Trumps Pläne durch Eskalation zu stören, fügte er hinzu. dpa

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