Berlin

Wegner: Kannte Liste mit Antisemitismus-Projekten nicht

Kai Wegner (CDU), Regierender Bürgermeister von Berlin, spricht während einer Feierstunde zur Umbenennung des Platzes vor dem Berliner Abgeordnetenhaus in »Margot-Friedländer-Platz«. Foto: picture alliance/dpa

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat von der viel kritisierten Liste aus der CDU-Fraktion mit Vorschlägen für zu fördernde Projekte gegen Antisemitismus nach eigenen Worten vorab keine Kenntnis gehabt. »Ich kenne keine Liste, die mir vorgelegt wurde. Die hatte ich nicht«, sagte Wegner im Abgeordnetenhaus. Darüber, dass es sie gibt, habe er erst aus den Medien erfahren. 

Aus der Grünen-Fraktion kam außerdem die Frage, ob sich die zurückgetretene Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson an ihn gewandt habe mit der Bitte, sie vor dem Drängen der CDU-Abgeordneten in Schutz zu nehmen, die immer wieder eine schnelle Bewilligung der Förderanträge gefordert hatten. Wegner sagte darauf, das könne er sehr klar mit Nein beantworten. 

Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson war im Zusammenhang mit der umstrittenen Vergabe von Fördermitteln vor rund zwei Wochen zurückgetreten. Zuvor hatte es scharfe Kritik des Berliner Landesrechnungshofs an der Förderung einer Reihe von Projekten im Bereich der Antisemitismusprävention in Millionenhöhe gegeben. 

Lesen Sie auch

Wedl-Wilson hatte die Mittel für Projekte freigegeben, die auf einer Liste aus der CDU-Fraktion standen. Grüne und Linke werfen namentlich dem CDU-Fraktionschef Dirk Stettner und dem haushaltspolitischen Sprecher Christian Goiny in dem Zusammenhang unzulässige Einflussnahme vor, was diese zurückweisen. dpa

Prozess

Mutmaßlicher Block-Entführer wollte wie James Bond sein

Er war Model und Fitnesstrainer, da erhielt er ein Angebot, von dem er sich geehrt fühlte: Er solle zwei Kinder der Familie Block retten, berichtet ein Zeuge. Seine Geschichte klingt wie ein Thriller

von Stephanie Lettgen  08.07.2026

Tel Aviv/Neapel

Israelische Touristin storniert Hotel in Italien nach BDS-Nachricht

Das Hotel Decumani Hotel De Charme verschickt E-Mails, in der es heißt, es unterstütze die Kampagne ›No Room for Genocide‹ der antisemitischen BDS-Kampagne

 08.07.2026

Krieg

Trump kündigt weitere Angriffe auf Iran an

In der Nacht zum Mittwoch hat das US-Militär Ziele im Iran bombardiert. Nach Aussage von US-Präsident Trump könnten weitere Angriffe folgen

 08.07.2026

Einspruch

Die Hitze spüren

Mascha Malburg empfindet die jüngsten Temperaturrekorde als Mahnung, die Schöpfung zu bewahren

von Mascha Malburg  08.07.2026

Meinung

Das Wiener Lueger-Denkmal muss weg!

Die Performance des jüdischen Künstlers Alon Ishay hat eine neue Debatte über den Umgang der österreichischen Hauptstadt mit ihrer antisemitischen Geschichte angestoßen

von Tobias Kühn  08.07.2026

Nahost

Bericht: Neue Angriffe im Süden des Libanon

Laut libanesischen Medien flog Israels Luftwaffe erneut Angriffe auf Ziele im Süden des Landes. Nach einem Schusswechsel dort meldet die israelische Armee den Tod eines Hisbollah-Terroristen

 08.07.2026

Fußball-Weltmeisterschaft

Die Wut der Pharaonen

Ägypten sucht nach der knappen Niederlage gegen Titelverteidiger Argentinien nach Schuldigen - und Trainer Hossam Hassan spuckt beim Anblick einer Israel-Flagge aus

von Michael Thaidigsmann  08.07.2026

Ankara

Trump: Waffenruhe ist aus meiner Sicht beendet

Die jüngste Eskalation führt offenbar zum Bruch der Vereinbarung

 08.07.2026 Aktualisiert

Hamburg/Ankara

Wadephul: Iran muss jetzt endlich vernünftig verhandeln

Im dauereskalierenden Konflikt mit dem Iran betrachtet der Bundesaußenminister das Verhandlungsfenster noch nicht als geschlossen. Dafür brauche es aber klare Zugeständnisse Teherans, fordert er

 08.07.2026