Aufruf

»Es darf keinen Platz für den Judenhass des BDS geben«

Protest von BDS-Anhängern in München am 20. Mai 2020 Foto: imago

Der Verband jüdischer Studenten in Bayern (VJSB) und die Jüdische Studierendenunion Deutschland (JSUD) fordern von der Stadt München, ihren BDS-Beschluss aufrechtzuerhalten. Seit Wochen beschäftige sich der Bayerische Verwaltungsgerichtshof erneut mit dem BDS Beschluss der Stadt München aus dem Jahr 2017, so die Studentenverbände.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

»Dieser Beschluss sieht vor, dass die Stadt München der antisemitischen BDS-Bewegung (Boycott, Divestment and Sanctions) keine Räumlichkeiten zur Verfügung stellen muss.« Die Studierenden betrachteten jedoch »mit Sorge die Versuche einzelner Akteure, diesen Beschluss zu kippen«.

Terrorismus Im BDS-Zusammenschluss seien Kräfte wie die »National and Islamic Forces in Palestine« untergekommen, zu denen antisemitische Terrororganisationen wie »Hamas« oder »Islamischer Jihad« zählen. Sowohl »Hamas« als auch »Islamischer Jihad« stehen auf der Liste terroristischer Vereinigungen der Europäischen Union und der Bundesrepublik Deutschland, betonen die Studentenverbände. 

Im September 2017 habe die Bundesregierung die »Arbeitsdefinition von Antisemitismus« der »International Holocaust Remembrance Alliance« (IHRA) übernommen. In dieser werden Handlungen und Tätigkeiten beschrieben, die eindeutig als Antisemitismus gewertet werden.

JUDENHASS Die BDS Bewegung aber verstoße regelmäßig gegen diese IHRA-Definition. Weltweit verharmlost die BDS-Bewegung kontinuierlich den Rassismus und die Schrecken der Schoa. Israel werde immer wieder als »Apartheidstaat« denunziert oder gar Parallelen zum Deutschen Reich gezogen.

Die BDS-Bewegung versucht, Einfluss auf zahlreiche Universitäten zu nehmen und akademische Beziehungen zu Israel zu unterbinden.

Die BDS-Bewegung sei auch deswegen so gefährlich, da sie international sehr stark an Universitäten vertreten ist und sich ein Teil des Boykotts gegen akademische Beziehungen mit israelischen Universitäten richte. So häuften sich an Universitäten gewalttätige Vorfälle: Lehrveranstaltungen von jüdischen Professoren werden immer wieder gestört, beschrieben JSUD und VJSB die Lage. Jüdische Studierende werden gezielt unter Druck gesetzt, sie sollten sich von Israel distanzieren.

Unterstützung »Eine Gruppierung wie BDS, die die Abschaffung des jüdischen Staates proklamiert und antisemitische Stereotype verbreitet, darf in den städtischen Räumlichkeiten Münchens keinen Platz haben!«, betonen die Studenten. Daher sollte der BDS-Beschluss der Stadt München aufrechterhalten werden!», fordern die Studierendenverbände.

Unterstützt werden sie da bei unter anderem von zahlreichen Jugendorganisationen der politischen Parteien in München und dem Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, Ludwig Spaenle (CSU). ja

Lettland

Deutsche Städte gedenken der nach Riga deportierten Juden

1941/42 wurden mehr als 25.000 Juden aus Deutschland und Österreich zur Vernichtung in die lettische Hauptstadt deportiert. Daran gedachten nun Vertreter aus 30 deutschen Städten

 03.07.2026

Karlsruhe

Waffen für Hamas? Verdächtiger nach Deutschland überstellt

Seit Monaten geht die Bundesanwaltschaft gegen mutmaßliche Hamas-Anhänger vor, die Waffen für die Organisation geschmuggelt haben soll. Ein weiterer Beschuldigter ist jetzt in deutscher U-Haft

 03.07.2026

Iran

Wollte Israel iranische Unterhändler töten?

Wie die »New York Times« berichtet, fürchtete die Trump-Administration bei den Iran-Verhandlungen die gezielte Tötung der iranischen Delegierten Abbas Araghchi und Mohammad Bagher Ghalibaf durch Israel

 03.07.2026

Studie

AJC warnt vor AfD-Regierungsübernahme

Zum AfD-Bundesparteitag hat das American Jewish Committee eine Analyse über den Landesverband in Sachsen-Anhalt veröffentlicht. Die Aussage ist eindeutig

 03.07.2026

Gesellschaft

Filmproduzentin Brauner: Erinnerungskultur ist gescheitert

Symbolpolitik statt echter Auseinandersetzung - Alice Brauner hält die deutsche Erinnerungskultur für gescheitert. Ihr neuer Film über Menschenversuche in Auschwitz soll die Vergangenheit schonungslos sichtbar machen

von Hannah Krewer  03.07.2026

Vereinigte Staaten

Trump: »Warum Juden Demokraten wählen, ist mir ein Rätsel«

Im CNBC-Interview hat sich der US-Präsident erneut abschätzig über amerikanische Juden geäußert, die seine Politik nicht goutieren

 03.07.2026

Iran

Trauerfeierlichkeiten für Ajatollah Chamenei beginnen Samstag

Rund vier Monate nach seiner Tötung soll Irans Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei beerdigt werden. Mehrere Tage lang herrscht dafür im Iran Ausnahmezustand

 03.07.2026

Interview

»Ich nehme die Kritik sehr ernst«

Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung gegen Antisemitismus, wechselt nach Paris. Im Interview blickt er zurück und zieht Bilanz

von Leticia Witte  03.07.2026

Mehr Juden, bitte!

Ein Plädoyer für eine neue Migrationspolitik in Deutschland

von Tobias Kühn  03.07.2026