Medien

»Verdreht, erfunden und falsch erinnert«

Wikileaks-Gründer Julian Assange Foto: Wikipedia

Der Wikileaks-Gründer Julian Assange hat Vorwürfe zurückgewiesen, demzufolge er sich über eine »jüdische Verschwörung« gegen die Enthüllungsplattform beschwert haben soll. Das sei »frei erfunden und absolut falsch« kommentierte der Australier auf Twitter. Das britische Satire-Magazin »Private Eye« hatte in einem Artikel den russischen Assange-Verbündeten Israel Schamir als Holocaust-Leugner bezeichnet.

Darüber soll sich Assange telefonisch beim Chefredakteur des Magazins, Ian Hislop, beschwert haben. Der Wikileaks-Gründer habe gesagt, der Artikel sei Teil einer Kampagne. Dabei habe er Bezug auf jüdische Journalisten genommen. Später soll er gebeten haben, »die Sache mit den Juden« zu vergessen. Darüber hatten die New York Times und andere Medien berichtet.

Unterstützung Julian Assanges Anwalt Mark Stephens wollte die Anschuldigungen gegen seinen Klienten nicht kommentieren. In einem Telefonat mit der Jüdischen Allgemeinen, verwies er auf Assanges Stellungnahme bei Twitter. Darin bestreitet dieser nicht nur die gegen ihn erhobenen Vorwürfe, sondern beschuldigt auch den »Private Eye«-Chefredakteur Ian Hislop, seine im Telefonat gemachten Aussagen »verdreht« zu haben »Hislop hat jeden entscheidenden Satz verdreht, erfunden oder falsch erinnert.« Von einer jüdischen Verschwörung gegen ihn sei nie die Rede gewesen.

Im Gegenteil: »Wir schätzen den starken Rückhalt unserer jüdischen Unterstützer und Beschäftigten«. Darüber hinaus lobt Assange auch die Unterstützung aller arabisch-demokratischen Aktivisten und all derer, »die unsere Hoffnung auf eine gerechte Welt teilen.«

Am Donnerstag vergangener Woche hatte ein Londoner Gericht grünes Licht für die Auslieferung von Julian Assange nach Schweden gegeben. Er wird verdächtigt, dort mehrere Sexualdelikte begangen zu haben. Assange kann gegen die Gerichtsentscheidung Berufung einlegen. Die Frist dafür läuft am Donnerstag ab. (mit dpa)

Nahost

IDF reagieren auf Angriffe mit Gegenschlägen in Gaza

Kommandeure der Terrororganisationen Hamas und Palästinensischer Islamischer Dschihad wurden nach den Angriffen ins Visier genommen

 16.01.2026

New York

AJC: Demonstranten im Iran nicht im Stich lassen

Die internationale Gemeinschaft trage die Verantwortung, »in Solidarität mit dem iranischen Volk zu handeln«, so die jüdische Organisation

 16.01.2026

Kunstakademie Düsseldorf

Jüdische Organisationen verlangen Absage von Veranstaltung mit Terror-Unterstützerin

Das Netzwerk Jüdischer Hochschullehrender und die WerteInitiative schließen sich der Forderung der CDU in NRW an

 16.01.2026

Moskau/Jerusalem

Putin spricht mit Netanjahu: Vermittlung zu Iran?

Russland will mitmischen: In Gesprächen mit dem Ministerpräsidenten Israels und dem iranischen Präsidenten bietet sich Putin als Vermittler an. Was steckt hinter dem diplomatischen Vorstoß?

 16.01.2026

Berlin

Bündnis fordert von Bundesregierung: Protestierer im Iran unterstützen, Regime isolieren

Zu den Unterzeichnern einer entsprechenden Petition gehören auch Prominente wie die Schauspielerin Uschi Glas

von Imanuel Marcus  16.01.2026

Gastbeitrag

Wie Europas Parlamentarier über Israel denken

Der Blick europäischer Politiker auf Israel hat sich gewandelt, wie die jüngste ELNET-Befragung von europäischen Politikern zeigt

von Carsten Ovens  16.01.2026

Tel Aviv

Israelische Experten rechnen mit neuer Protestwelle im Iran

Tausende Tote, brutale Repression – doch israelische Experten sehen den Protestgeist im Iran nicht als gebrochen. Droht der Führung in Teheran ein neuer Schub zivilen Ungehorsams?

 16.01.2026

USA

Fall Mahmoud Khalil: Abschiebung wieder möglich

Die Trump-Administration erzielt in einem aufsehenerregenden Einwanderungsverfahren einen juristischen Erfolg

 16.01.2026

Berlin

Jungpolitiker fordern entschlossenes Handeln gegen iranisches Regime

Mehrere Parteijugenden schließen sich der Forderung des Jungen Forum der DIG nach einem entschlossenen politischen Handeln der Bundesregierung und der EU an – mit dem Ziel eines Regimewechsels in Teheran

 16.01.2026