EILMELDUNG! Likud-Bündnis mit 54 Sitzen vorn. Eisenkots Bündnis kommt auf 47 Sitze

Claims Conference

Verbesserung beim Ghetto-Fonds

Die Claims Conference hat in Verhandlungen mit der Bundesregierung zwei Erfolge erzielt. Zum einen wurde die Antragsfrist für Zahlungen aus dem sogenannten Ghetto-Fonds aufgehoben: Bislang mussten die Anträge zum 31. Dezember 2011 gestellt werden. Zum anderen können künftig auch jüdische Überlebende der nationalsozialistischen Ghettos, die bislang eine Ghetto-Rente beziehen, weil sie dort eine Arbeit »ohne Zwang«, die in irgendeiner Form entlohnt wurde, ausgeübt haben, unter bestimmten Bedingungen auch eine einmalige Zahlung von 2.000 Euro aus dem Ghetto-Fonds beantragen.

Leiden Bisher war es nicht möglich, dass eine Person Gelder aus diesen beiden sehr unterschiedlichen Töpfen erhält. »Wir wollen sicherstellen, dass es jedem anspruchsberechtigten Überlebenden, der in einem Ghetto war, ermöglicht wird, beide Zahlungen zu beantragen«, sagte der Vorsitzende der Claims Conference, Julius Berman. »Sie stellen eine Anerkennung der Leiden und Entbehrungen dar, die Juden, die in den NS-Ghettos unter unvorstellbaren Bedingungen gearbeitet haben, ertragen mussten.«

Etliche der Überlebenden erhalten zwar gegenwärtig Ghetto-Renten, aber diese bewegen sich oft nicht einmal im dreistelligen Bereich: Monatliche Zahlungen von 20 oder 30 Euro sind keine Seltenheit. Dieser Umstand brachte die Claims Conference dazu, in Verhandlungen mit der Bundesregierung für Verbesserungen zu sorgen.

Erst seit 2002 haben Holocaust-Überlebende, die in den NS-Ghettos »ohne Zwang« arbeiteten, die Möglichkeit, Renten der deutschen Sozialversicherung zu beziehen. Es geht also um die jedem Arbeitnehmer zustehende Rentenversorgung, auch wenn, wie in den NS-Ghettos nicht selten, die Entlohnung in Naturalien erfolgte. Etwa 56.000 zunächst abgelehnte Anträge auf Ghetto-Renten werden gegenwärtig geprüft. Von diesen Ghetto-Renten sind die Gelder aus dem Ghetto-Fonds deutlich zu unterscheiden. Während die Renten von den Rentenkassen ausgezahlt werden, kommt das Geld des Ghetto-Fonds von der Bundesregierung.
www.claimscon.org/ghettopension oder
www.claims-conference.de/fonds-programme/ghetto-fonds

Washington D.C.

Trump will Ben-Gvir offenbar aus Netanjahus nächster Regierung heraushalten

Angesichts der unklaren Mehrheitsverhältnisse nach der Parlamentswahl könnte der US-Präsident zudem auf eine nationale Einheitsregierung drängen

 28.10.2026

Meinung

Wieder ein »kleiner Geländegewinn«

Die Linken-Abgeordnete Vanessa Emde hat es erneut geschafft, die Regierungsunfähigkeit ihrer Partei zu demonstrieren

von André Anchuelo  28.10.2026

Magdeburg

CDU-Abgeordnete sollten eidesstattliche Erklärung unterschreiben

Seit der Wahl eines AfD-Politikers zum Landtagspräsidenten steht der Verdacht im Raum, Stimmen könnten aus der CDU gekommen sein. Wie die Fraktion damit umgeht

 28.10.2026

Berlin

Verfassungsschutz warnt vor linksextremen Einflüssen

Für Samstag hat die Initiative Gen Z regelt deutschlandweit zu Protesten für Bildung und soziale Gerechtigkeit aufgerufen. Aus Sorge vor Ausschreitungen beobachten die Behörden die Lage genau

 28.10.2026

Berlin

Antisemitismusbeauftragte: »Jude« darf kein Schimpfwort sein

Katharina von Schnurbein tritt heute die Nachfolge von Felix Klein in der Bundesregierung an. Ihr erklärtes Ziel klingt einfach

 28.10.2026

Belgrad

Serbien: Anschlag auf Polizisten vor israelischer Botschaft

Erneut wird ein Wachbeamter vor der israelischen Botschaft angegriffen. Der Vorfall weckt Erinnerungen - welche Sicherheitsmaßnahmen die Behörden jetzt ergreifen

 28.10.2026

Washington D.C.

Trump reklamiert Anteil an Netanjahus überraschend starkem Wahlergebnis

»Als meine Unterstützung bekannt wurde, hat ihm das sehr geholfen«, sagt der amerikanische Präsident

 28.10.2026

Analyse

Die Wahl bringt keinen klaren Sieger hervor - was nun?

Die Wahlbeteiligung war mit 77,7 Prozent die höchste seit mehr als einem Vierteljahrhundert. Doch die richtungsweisende Wahl in Israel ergab zunächst kein klares Ergebnis. Wie geht es jetzt weiter?

von Sara Lemel  27.10.2026

Debatte

Linke vertagt Entscheidung um Vanessa Emde

Die Berliner Linke ringt seit Wochen um den richtigen Umgang mit einer israelfeindlichen Abgeordneten. Nach einer Fraktionssitzung wurde wieder keine Lösung präsentiert

 27.10.2026