Internationaler Strafgerichtshof

Uwe Becker: »Politische Entscheidung« in Den Haag

Uwe Becker, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), hat die Zuständigkeitserklärung des Internationalen Strafgerichtshofes (International Criminal Court) in Den Haag für Ost-Jerusalem, das Westjordanland und Gaza scharf kritisiert.

ANMAßUNG »Die jetzt offiziell vom Internationalen Strafgerichtshofes (ICC) erklärte Zuständigkeit für die Westbank, Gaza und Ostjerusalem ist eine Amtsanmaßung und keine juristische, sondern eine politische Entscheidung des ICC«, erklärte Becker.

»Israel ist ein demokratischer Rechtsstaat, während Hamas und PLO Terror fördern.«

Uwe Becker, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft

»Einen Staat Palästina gibt es nicht, demzufolge existiert auch keine eigene Gerichtsbarkeit, die sich auf den Den Haager Strafgerichtshof übertragen ließe«, betonte der DIG-Präsident.

PRANGER Einziger Zweck sowohl der »illegitimen Übertragung« der Gerichtsbarkeit von palästinensischer Seite als auch der Zuständigkeitserklärung aus Den Haag sei es, so Becker, »Ermittlungen gegen israelische Staatsbürger zu führen und damit Israel an den Pranger zu stellen.«

Der Internationale Strafgerichtshof mache sich damit »zum Büttel der palästinensischen Führung und ignoriere die Rechtsstaatlichkeit Israels.« »Israel ist ein demokratischer Rechtsstaat, während Hamas und PLO Terror fördern«, hob der DIG-Präsident hervor.

Neben der Zuständigkeitserklärung für Ost-Jerusalem, das Westjordanland und Gaza entschied der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag am vergangenen Freitag, dass Untersuchungen mutmaßlicher Kriegsverbrechen seitens Israels und der Hamas zugelassen werden. Die israelische Regierung hat die Entscheidung scharf kritisiert. ja

Pentagon

USA wollen Taktik im Iran-Krieg ändern

Seit vier Tagen attackieren amerikanische Truppen Ziele im Iran, jetzt sollen sie ihre Herangehensweise ändern

 04.03.2026

Nahost

Containerschiff in Straße von Hormus von Geschoss getroffen

Die Meeresenge zwischen dem Persischem Golf und dem Golf von Oman ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten weltweit. Die iranischen Revolutionsgarden scheinen mit ihren Drohungen ernst zu machen

 04.03.2026

Krieg

Historischer Einsatz

US-Präsident Trump und Israels Premier Netanjahu halten Wort: Sie lassen die Iraner nicht allein. Nach der Tötung des Despoten Ali Chamenei ist der Weg zur Freiheit geebnet

von Saba Farzan  04.03.2026

Nahost

Freunde auf Abstand: Moskau, Peking und der Iran-Krieg

Russland und China sind Partner Irans. Im Krieg greifen beide jedoch nicht ein. Dahinter stehen geopolitisches Kalkül, wirtschaftliche Interessen - aber auch militärische Gründe

von Jörn Petring, Ulf Mauder  04.03.2026

Brüssel

NATO geht von iranischem Beschuss auf die Türkei aus

Zum ersten Mal seit Beginn des Krieges fängt das NATO-Mitglied Türkei eine Rakete aus dem Iran ab. Bislang hat sich Ankara neutral verhalten. Die NATO geht nicht von einem Unfall aus

 04.03.2026

Transatlantischer Streit

Zoff um Iran-Krieg: EU warnt Trump vor Embargo gegen Spanien

Trump droht Madrid wegen mangelnder Unterstützung für den Iran-Krieg mit einem Handelsstopp. Aus Brüssel kommt Widerspruch

 04.03.2026

Streit um Militärbasen

Spanien wirft Merz mangelnden Beistand nach Trump-Kritik vor

Der US-Präsident kritisiert Spanien scharf, der Bundeskanzler bleibt im Weißen Haus zunächst still. Spaniens Außenminister zeigt sich überrascht – und fordert mehr Zusammenhalt von Deutschland

 04.03.2026

Gespräch

»Wir können damit umgehen«

Brigadegeneral Ilan Biton, ehemaliger Chef der israelischen Luftabwehr, über die iranischen Angriffe, Drohnen der Hisbollah und die Effektivität der israelischen Verteidigung

von Detlef David Kauschke  04.03.2026

Meinung

Knaulkorb für den Zentralrat

In einem »taz«-Kommentar von Susanne Knaul wird der Zentralrat der Juden und sein Präsident Josef Schuster aufgefordert, beim Thema Iran »einfach mal die Klappe« zu halten

von Michael Thaidigsmann  04.03.2026