Sicherheit

USA warnen vor iranischen Schläferzellen im Ausland

Polizei und Sicherheitsbehörden sind zur Wachsamkeit aufgerufen. Foto: imago images/Jan Huebner

US-Sicherheitsbehörden untersuchen abgefangene verschlüsselte Funksignale, die möglicherweise aus dem Iran stammen und als Aktivierungscode für sogenannte Schläferzellen außerhalb des Landes gedacht sein könnten. Dies geht aus einer Warnmeldung der US-Regierung an Strafverfolgungsbehörden hervor. ABC News berichtete.

Dem Bericht zufolge wurde die Übertragung von amerikanischen Stellen abgefangen und anschließend analysiert. Die Nachricht sei kurz nach dem Tod des iranischen Revolutionsführers Ali Chamenei gesendet worden, der am 28. Februar bei einem gemeinsamen Angriff der USA und Israels getötet wurde.

In der internen Mitteilung heißt es, erste Auswertungen deuteten darauf hin, dass das Signal vermutlich iranischen Ursprungs sei und über mehrere Länder weitergeleitet wurde. Die Botschaft sei verschlüsselt gewesen und offenbar für Empfänger bestimmt, die über den passenden Schlüssel verfügen.

Lesen Sie auch

Nach Einschätzung der Behörden könnte es sich um eine Methode handeln, um Anweisungen an verdeckt operierende Agenten zu übermitteln, ohne auf Internet oder Mobilfunknetze zurückzugreifen. In der Warnung wird darauf hingewiesen, die Übertragung könne »dazu gedacht sein, bereits im Ausland positionierte Schläferzellen zu aktivieren oder ihnen Anweisungen zu übermitteln«.

Erhöhte Wachsamkeit

Die Ermittler betonen zugleich, dass sich der genaue Inhalt der Nachricht bislang nicht entschlüsseln lasse. »Auch wenn der genaue Inhalt dieser Übertragungen derzeit nicht bestimmt werden kann, rechtfertigt das plötzliche Auftauchen eines neuen Senders mit internationaler Weiterverbreitung erhöhte Wachsamkeit«, heißt es in der Mitteilung.

Konkrete Hinweise auf eine unmittelbar bevorstehende Operation oder einen bestimmten Ort gebe es derzeit nicht. Dennoch wurden Polizei- und Sicherheitsbehörden angewiesen, verstärkt nach ungewöhnlichen Funksignalen oder verdächtigen Aktivitäten im Radiofrequenzbereich zu suchen. im

Beirut

Israel: Hochrangiger Hisbollah-Kommandeur getötet

Im Krieg zwischen Israel und der libanesischen Terrororganisation ist keine Deeskalation in Sicht. In der Nacht trifft ein heftiger israelischer Angriff erneut Ziele in Beirut

 01.04.2026

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Gutachten missverstanden: Bundestagsdienst bewertet Iran-Angriffe nicht abschließend

Laut Medienberichten hat der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages den Iran-Krieg als völkerrechtswidrig eingeordnet. Die »Frankfurter Allgemeine Zeitung« widerspricht in einer Analyse dieser Darstellung nun

 01.04.2026

Frankfurt am Main

Jüdische Filmtage: Kino kündigt Kooperation, Organisatoren üben scharfe Kritik

Die Jüdische Gemeinde sieht »faktisch eine Kapitulation vor antisemitischem Druck«, während die Astor Film Lounge ihre Entscheidung verteidigt

von Imanuel Marcus  01.04.2026

Dresden/Leipzig

Hitlergruß: Urteil gegen Melanie Müller ist rechtskräftig

Das Urteil gegen die Schlagersängerin wegen des Zeigens des Nazigrußes ist rechtskräftig. Warum sie die Revision zurückzieht und was das für sie bedeutet

 01.04.2026

Pessach

Preis der Freiheit

Unabhängigkeit und Selbstbestimmung entstehen nicht von allein. Sie müssen erstritten, manchmal sogar erkämpft werden

von Josef Schuster  01.04.2026

Berlin

»Arrogante Belehrungen«: Israelische Botschaft kritisiert Castellucci scharf

Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung übt Kritik an der Jerusalemer Regierung für die Ausweitung der Todesstrafe. Die israelische Botschaft spricht von Doppelmoral

 01.04.2026 Aktualisiert

Buenos Aires

Argentinien stuft Irans Revolutionsgarden als Terrororganisation ein

Präsident Javier Milei begründete den Schritt unter anderem mit dem Bombenanschlag auf das jüdische Gemeindezentrum AMIA im Jahr 1994, bei dem 85 Menschen ermordet wurden

 01.04.2026

Ottawa

PFLP-Ableger: Kanada löst Samidoun auf

Der Schritt erfolgt wegen »Nichteinhaltung« gesetzlicher Vorgaben. In Kanada war die Gruppe zuvor als Terrororganisation eingestuft worden

 01.04.2026

Washington D.C.

Trump stellt baldiges Kriegsende in Aussicht

»Ob wir ein Abkommen haben oder nicht, ist jetzt irrelevant«, sagt der amerikanische Präsident

 01.04.2026