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Nahost

USA stoppen erste Schiffe nach Beginn der Blockade gegen Iran

Foto: picture alliance / REUTERS

Die Vereinigten Staaten haben nach Angaben der »Washington Post« und anderer amerikanischer Medien in den ersten Stunden ihrer neuen Seeblockade gegen Iran mehrere Handelsschiffe zum Umkehren gezwungen. Betroffen waren demnach sechs Frachter und Tanker, die aus iranischen Häfen ausgelaufen waren oder sich der Straße von Hormus näherten. Die Maßnahme trat am Montag in Kraft und ist eine Reaktion auf Irans Sperrung der strategisch wichtigen Wasserstraße.

Nach Angaben des US-Militärs sind rund 10.000 amerikanische Soldaten an dem Einsatz beteiligt. Hinzu kommen 16 Kriegsschiffe in der Region, dazu Kampfflugzeuge und Drohnen zur Überwachung des Schiffsverkehrs. Im Golf selbst liegt laut Informationen aus Washington allerdings kein einziges amerikanisches Schiff.

Die Blockade reicht über die Straße von Hormus hinaus bis in den Golf von Oman und das Arabische Meer.

Erste Schiffe drehen ab

Das US-Zentralkommando erklärte in einem Hinweis an die Schifffahrt, jedes Schiff, das ohne Genehmigung in das blockierte Gebiet einlaufe oder es verlasse, könne abgefangen, umgeleitet und festgesetzt werden.

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Zugleich hieß es, neutrale Durchfahrten durch die Straße von Hormus zu Zielen außerhalb Irans sollten weiterhin möglich bleiben. Humanitäre Lieferungen wie Lebensmittel, Medikamente und andere lebenswichtige Güter könnten nach Kontrollen ebenfalls zugelassen werden.

Schiffsverfolgungsdaten zeigten laut Berichten, dass erste Tanker ihre Route kurz vor der Meerenge änderten und umkehrten. Andere Schiffe passierten die Wasserstraße noch kurz vor Inkrafttreten der Blockade.

Ölpreise steigen erneut

Regierungsvertreter in den USA erklärten zudem, mehrere Schiffe aus iranischen Häfen seien bereits zur Rückkehr gezwungen worden. In keinem der bisherigen Fälle sei Gewalt nötig gewesen.

US-Präsident Donald Trump hatte die Blockade nach dem Scheitern von Gesprächen über ein Ende des seit sechs Wochen andauernden Krieges mit Iran angekündigt. In der Folge stieg der Ölpreis wieder auf mehr als 100 Dollar pro Barrel. Vor Beginn des Konflikts liefen täglich rund 20 Prozent des weltweiten Ölhandels und ein ähnlich großer Anteil des globalen Flüssiggasverkehrs durch die Straße von Hormus.

Nach Angaben der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation sitzen wegen der Krise rund 20.000 Seeleute und etwa 1600 Schiffe im Golfgebiet fest. Experten weisen dem Bericht nach darauf hin, dass die Durchsetzung der Blockade einen langfristigen Einsatz zahlreicher US-Marineeinheiten erfordern dürfte. Zudem seien klare rechtliche und operative Regeln notwendig, um Zwischenfälle in der Region zu vermeiden. im

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