Jüdische Gemeinde zu Halle

»Unsere Türen haben zum Glück gehalten«

Max Privorozki Foto: Blanka Weber

Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Halle, Max Privorozki, ist überzeugt, dass sich der Angriff in Halle direkt gegen die Synagoge gerichtet hat.

Kamera »Wir haben über die Kamera unserer Synagoge gesehen, dass ein schwer bewaffneter Täter mit Stahlhelm und Gewehr versucht hat, unsere Türen aufzuschießen«, sagte Privorozki als Augenzeuge der »Stuttgarter Zeitung« und den »Stuttgarter Nachrichten« (Donnerstag).

»Der Mann sah aus wie von einer Spezialeinheit«, sagte er. »Aber unsere Türen haben zum Glück gehalten.« Der oder die Täter hätten außerdem versucht, das Tor des danebenliegenden jüdischen Friedhofs aufzuschießen, sagte der Vorsitzende weiter.

Jom Kippur In der Synagoge, in der die Gemeinde zu diesem Zeitpunkt den höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur feierte, seien die Menschen sehr geschockt gewesen.

Vor der Tür habe ein Todesopfer des Angreifers gelegen. »Wir haben die Türen von innen verbarrikadiert und auf die Polizei gewartet«, so Privorizki. »Inzwischen feiern wir weiter unseren Gottesdienst«, sagte er. Zu dem Zeitpunkt hätten sich zwischen 70 und 80 Menschen in der Synagoge befunden. kna

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