Turnberry

Trump: »Hilfe ohne Dank«

Präsident Donald Trump Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Der amerikanische Präsident Donald Trump hat sich bei einem Besuch in Schottland erneut zur Rolle der Vereinigten Staaten im Nahostkonflikt geäußert. Er beklagte eine mangelnde internationale Unterstützung bei der Versorgung notleidender Menschen in Gaza – und deutete an, dass sich andere Länder auf Kosten der USA aus der Verantwortung zögen.

»Wir geben das Geld, wir liefern das Essen – und niemand bedankt sich«, beschwerte sich Trump am Sonntag auf dem Gelände seines Golfresorts in Turnberry. »Es wäre schön, wenigstens einmal ein ›Danke‹ zu hören.« An seiner Seite: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die sich zu Trumps Aussagen nicht äußerte.

Mit Blick auf die Bilder hungernder Kinder in Gaza, die derzeit weltweit für Entsetzen sorgen, sagte Trump: »Ich finde sie schrecklich.« Er warf zugleich der Hamas vor, Nahrungsmittel zu rauben: »Sie stehlen die Hilfsgüter.«

Lesen Sie auch

Trump behauptete zudem, die USA seien das einzige Land, das der Gaza Humanitarian Foundation (GHF) Geld zur Verfügung gestellt habe – und bezifferte den Betrag auf 60 Millionen Dollar. Tatsächlich hat Washington bisher rund 30 Millionen Dollar bereitgestellt. Auch ist die USA nicht der einzige und keineswegs der größte Geber: Die Vereinigten Arabischen Emirate etwa haben – gemessen an ihrer Größe – deutlich mehr beigetragen.

Ungeachtet dessen stellte Trump die Rolle der USA als rettenden Akteur dar: »Wenn wir nicht da wären, würden die Menschen verhungern – ganz ehrlich.« Zwar gesteht er ein, dass »es nicht so sei, als würden sie gut essen«, doch ohne die US-Hilfe, so seine These, wäre die Katastrophe noch gravierender. ja

Trauer

Ex-Fed-Chef Alan Greenspan ist gestorben

Er galt jahrelang als Orakel und Maestro: Über 18 Jahre lang herrschte Alan Greenspan als Zentralbankchef über die Zinspolitik der weltgrößten Wirtschaftsmacht

 22.06.2026

Debatte

Jüdischer Verein verlangt Schutz für das Tragen religiöser Symbole

Der Fall sorgte bundesweit für Aufsehen: Bei einem Prozess wegen Volksverhetzung in Flensburg musste eine Zuschauerin ihre Davidsternkette ablegen. Der Verein Jüdischer Hochschullehrender fordert nun Maßnahmen von der Justiz

 22.06.2026

Berlin

Mann mit Kippa beleidigt und bespuckt

Laut eines Medienberichts kam es am Samstag in Berlin-Charlottenburg zu einem antisemitischen Vorfall

 22.06.2026 Aktualisiert

Essay

Das Kopftuch und die Freiheit

Die radikalen Kräfte in der muslimischen Community bestimmen zunehmend den Kurs. Wenn dies ohne Gegenwehr von den moderaten Kräften hingenommen wird, ist irgendwann der Kipppunkt erreicht

von Daniel Neumann  22.06.2026

Berlin

Nova-Ausstellung: Interne Unterlagen zeigen Streit um Fördergeld

Die Finanzierung des Projekts war bis zuletzt umstritten. Eine angekündigte Kürzung der Landesförderung in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro wurde zurückgenommen

 22.06.2026

Hamburg

Er spionierte Josef Schuster und Volker Beck aus: Däne vor Gericht

Der Mann mit afghanischen Wurzeln soll im Auftrag des Iran spioniert haben

 22.06.2026

Bundeswehr

Fünf Jahre Militärrabbinat

Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) betonte, die Jüdische Militärseelsorge bereichere den Dienstalltag und schärfe die ethische Orientierung der Streitkräfte

 22.06.2026

Berlin

Pantisano entschuldigt sich für Faschismus-Vorwurf gegen CDU

Der neue Linken-Chef hat mit seiner Wortwahl über vermeintlich »faschistische Politik« der Union Empörung ausgelöst. Jetzt rudert er zurück

 22.06.2026

Uganda

Entebbe-Entführung 1976: Debatten um Linksterror und Antisemitismus

Vor 50 Jahren entführten zwei Deutsche und zwei Palästinenser einen Airbus aus Israel nach Uganda. Dabei sollen sie Geiseln nach antisemitischen Kriterien voneinander getrennt haben. Die Tat befeuerte das Unbehagen vieler Linker mit Gewalt

von Nils Sandrisser  22.06.2026