Berlin

Touristengruppe an Bushaltestelle antisemitisch beleidigt

Ein Bus der BVG in Berlin Foto: picture alliance / galoppfoto

Im Berliner Stadtteil Kreuzberg ist am Mittwochabend eine Touristengruppe von einem Mann beleidigt worden.

Beamte wurden deshalb gegen 20:00 Uhr zu einer Bushaltestelle an der Kreuzung Charlottenstraße und Rudi-Dutschke-Straße gerufen, wie aus einer Erklärung der Polizei hervorgeht.

Ein Zeuge war vor Ort. Dieser habe den Beamten geschildert, »dass er zuvor vernommen habe, wie der Tatverdächtige, ein 40-Jähriger, antisemitische Beleidigungen in Richtung einer ebenfalls auf den Bus der Linie M 29 wartenden Touristengruppe getätigt habe«, so die Polizei Berlin.

Lesen Sie auch

»Höchst unkooperativ«

Der Täter trat dieser Aussage zufolge bedrohlich auf. Gegenüber der Polizei war er »höchst unkooperativ und äußerte sich weiter judenfeindlich«.

Wie sich bei einer Atemalkoholmessung herausstellte, lag der Wert des Täters bei drei Promille. Weitere Beamten wurden angefordert, um ihn in Gewahrsam zu bringen, wo der Mann erkennungsdienstlich behandelt wurde.

Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts Berlin ermittelt nun. im

Schweiz

Ein Importverbot von koscherem Fleisch gefährdet jüdisches Leben

Ein Kommentar von Jonathan Kreutner, Generalsekretär des jüdischen Dachverbands SIG

von Jonathan Kreutner  02.10.2026

Essay

Die Demokratie gegen ihre Abschaffung verteidigen

Warum die AfD als Partei verboten werden müsste – und weshalb das eben nicht undemokratisch ist

von Stephan Lehnstaedt  02.10.2026

Delft/Niederlande

Publikum beschimpft Angehörige eines Hamas-Opfers bei »NAZA«-Vorführung

Sabine Tassa, deren Ehemann und Sohn am 7. Oktober 2023 ermordet wurden, kritisiert die Doku. Das Publikum will nichts davon hören

 02.10.2026

Eisenach/Karlsruhe/Unna/Hagen

Mutmaßliches IS-Mitglied in Thüringen festgenommen

Der Verdächtige soll laut Bundesanwaltschaft für den IS als bewaffneter Militärpolizist tätig gewesen sein. Auch bei drei anderen Männern besteht der Verdacht auf Nähe zu der Terrororganisation

 02.10.2026

Jerusalem

Herzog über mögliche Linken-Regierung in Berlin: »Das ist äußerst verstörend«

Im ausführlichen Interview mit der WELT spricht der israelische Präsident auch über den »Fly Dubai«-Angriff, den Iran und das britische Embargo gegen sein Land

 02.10.2026

Genf

Sharabi fordert UN-Menschenrechtsrat zur Anerkennung von Geiselmisshandlungen als Folter auf

»Mein Name ist Eli Sharabi. Ich bin ein Überlebender von Folter«, so der ehemalige Verschleppte vor dem Gremium

 02.10.2026

Besuch

Berlins scheidender Regierungschef reist nach Israel

Israels Botschafter in Deutschland äußerte kürzlich Sorge um die Sicherheit der jüdischen Community in der deutschen Hauptstadt. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner reist nun nach Tel Aviv

 02.10.2026

Kommentar

Fair Play – es sei denn, es geht um Israel

Irlands Nationalspieler verweigern Israelis den Handschlag, diskutieren darüber, ob sie überhaupt gegen sie antreten wollen – und die UEFA schweigt. So funktioniert die schleichende Etablierung von Antisemitismus als Akt des vermeintlichen humanitären Widerstandes

von Dorothea Schupelius  02.10.2026

Düsseldorf

»Sei ein Mensch«: Gedenkort für verfolgte Abgeordnete im NRW-Landtag

Entlassen, drangsaliert, gefoltert: Viele frühere Abgeordnete des nordrhein-westfälischen Landtags wurden in der NS-Diktatur verfolgt. Ein neuer Gedenkort im Parlamentsgebäude erinnert an sie

von Ingo Lehnick  02.10.2026