Extremismus

Terrorexperte Peter Neumann fordert neue Täter-Kategorie

Der Terrorismusexperte Peter Neumann Foto: picture alliance/dpa

In Deutschland werde über Terroristen in allzu starren Kategorien gedacht: Das kritisiert der Londoner Terrorismusforscher Peter R. Neumann. In Kategorien wie »Rechtsextremist, Linksextremist, Islamist« passten Menschen wie Taleb A. kaum hinein, sagte Neumann gegenüber »Spiegel Online« (Montag).

A. war am Freitagabend mit einem Auto in die Menschenmenge auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt gefahren. Fünf Menschen starben, darunter ein Kleinkind, etwa 200 Personen wurden teils schwerst verletzt.

Wahnvorstellungen und ideologischer Extremismus

Nach bisherigem Wissensstand habe sich der Täter »seine eigene verschwörungstheoretische und von außen schwer nachvollziehbare Ideologie zusammengebastelt«, fügte der Experte hinzu. Eine solche Kombination »aus Wahnvorstellungen und ideologischem Extremismus« werde häufiger; in Großbritannien gebe es dafür bereits eine eigene Täter-Kategorie.

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Zudem seien in britischen Behörden verstärkt Psychologinnen und Psychologen im Einsatz, um diejenigen zu erkennen, die Drohungen oder Gewaltfantasien nicht nur in den sozialen Netzwerken teilten, sondern sie tatsächlich umzusetzen planten. Neumann: »Wir in Deutschland sollten das auch tun.« kna/ja

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