Berlin

Stolperstein-Initiator fordert Aufklärung von Auswärtigem Amt

Gunter Demnig Foto: Gregor Zielke

Berlin

Stolperstein-Initiator fordert Aufklärung von Auswärtigem Amt

Die NS-Vergangenheit mehrerer Diplomaten müsse aufgearbeitet werden

 23.09.2022 10:21 Uhr

Der Künstler Gunter Demnig, Initiator der Stolperstein-Initiative zur Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus, fordert laut »Spiegel« das Auswärtige Amt zur Aufarbeitung der NS-Vergangenheit mehrerer Diplomaten auf.

Verdacht Dabei geht es dem Bericht zufolge um Fälle, bei denen Stolpersteine vor dem ehemaligen Amtssitz in Berlin verlegt wurden. Bei den so Geehrten sei aber der Verdacht aufgekommen, dass es sich um mutmaßliche Nazihelfer handelte.

»Das Außenministerium ist in der Pflicht, die Fälle zu untersuchen«, sagte Demnig dem Nachrichtenmagazin, »es ist peinlich, dass das noch nicht passiert ist.« Als die drei Steine vor einem Jahr verlegt wurden, habe man sich auf die Angaben des Amtes verlassen, wird Demnig zitiert. »Wenn sich der Verdacht erhärtet, reißen wir sie wieder heraus.«

Das Auswärtige Amt betonte dem »Spiegel« zufolge, die Verlegung der Stolpersteine habe eine Gruppe von Mitarbeitern ehrenamtlich und ohne Weisung des Ministeriums organisiert. epd

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  28.10.2026

Brüssel

EU setzt nach Wahl in Israel auf enge Zusammenarbeit

Nach der Parlamentswahl in Israel stehen Verhandlungen über die nächste Regierung an. Die EU will mit ihr zusammenarbeiten – und zugleich bestehende Meinungsverschiedenheiten offen ansprechen

 28.10.2026

Meinung

Alice Weidel und die AfD-Leaks

Einer Partei, in deren Reihen NS-Verbrechen relativiert werden, dürfen der Schutz jüdischen Lebens und die Pflege der Erinnerungskultur niemals anvertraut werden.

von Michaela Dudley  28.10.2026

Vanessa Emde (Die Linke)

Berlin

So geht es im Streit um Vanessa Emde weiter

Die Linke tut sich schwer, einen Umgang mit der israelfeindlichen Abgeordneten zu finden, die sich über Fraktionsentschlüsse hinwegsetzt. »Hier geht Gründlichkeit vor Schnelligkeit«, heißt es aus der Partei

 28.10.2026

Berlin

Polizei: Aufrufe zu Gewalt verfangen derzeit nicht

Bundesweite Aufrufe zum Protesttag an Halloween: Nach gewaltsamen Demonstrationen in Frankreich stellt sich die Berliner Polizei auf einen Großeinsatz ein. Hinweise auf Plünderungspläne gibt es nicht

 28.10.2026

Nürnberg

Interaktives NS-Dokumentationszentrum öffnet

Nach fünf Monaten Probebetrieb wird das neu gestaltete Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg am kommenden Mittwoch feierlich eröffnet. Im Zentrum des Ausstellungskonzepts stehen Barrierearmut und ein multimediales Angebot

von Julia Riese  28.10.2026

Reaktion

Laschet: Chancen auf politische Versöhnung in Israel gestiegen

Der Ausgang der Wahl in Israel ist unklar - die Auszählung dauert an. Doch CDU-Außenpolitiker Armin Laschet äußert sich in einer ersten Einschätzung zuversichtlich

 28.10.2026

Washington D.C.

Trump will Ben-Gvir offenbar aus Netanjahus nächster Regierung heraushalten

Angesichts der unklaren Mehrheitsverhältnisse nach der Parlamentswahl könnte der US-Präsident zudem auf eine nationale Einheitsregierung drängen

 28.10.2026

Meinung

Wieder ein »kleiner Geländegewinn«

Die Linken-Abgeordnete Vanessa Emde hat es erneut geschafft, die Regierungsunfähigkeit ihrer Partei zu demonstrieren

von André Anchuelo  28.10.2026