Berlin

Stolperstein-Initiator fordert Aufklärung von Auswärtigem Amt

Gunter Demnig Foto: Gregor Zielke

Berlin

Stolperstein-Initiator fordert Aufklärung von Auswärtigem Amt

Die NS-Vergangenheit mehrerer Diplomaten müsse aufgearbeitet werden

 23.09.2022 10:21 Uhr

Der Künstler Gunter Demnig, Initiator der Stolperstein-Initiative zur Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus, fordert laut »Spiegel« das Auswärtige Amt zur Aufarbeitung der NS-Vergangenheit mehrerer Diplomaten auf.

Verdacht Dabei geht es dem Bericht zufolge um Fälle, bei denen Stolpersteine vor dem ehemaligen Amtssitz in Berlin verlegt wurden. Bei den so Geehrten sei aber der Verdacht aufgekommen, dass es sich um mutmaßliche Nazihelfer handelte.

»Das Außenministerium ist in der Pflicht, die Fälle zu untersuchen«, sagte Demnig dem Nachrichtenmagazin, »es ist peinlich, dass das noch nicht passiert ist.« Als die drei Steine vor einem Jahr verlegt wurden, habe man sich auf die Angaben des Amtes verlassen, wird Demnig zitiert. »Wenn sich der Verdacht erhärtet, reißen wir sie wieder heraus.«

Das Auswärtige Amt betonte dem »Spiegel« zufolge, die Verlegung der Stolpersteine habe eine Gruppe von Mitarbeitern ehrenamtlich und ohne Weisung des Ministeriums organisiert. epd

Wirtschaft

Weiter wenig Schiffsverkehr durch Straße von Hormus

Vor dem Krieg passierten täglich Hunderte Schiffe die Meerenge. Dann kam der Verkehr weitgehend zum Erliegen, weil der Iran Reedern drohte. Kommt nach der Einigung mit den USA ein Aufschwung?

 18.06.2026

Interview

»Die Anständigen sind zu leise«

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) über Antisemitismus, wachsende Zustimmung zur AfD und die Rolle sozialer Medien

von Michael Thaidigsmann  18.06.2026

Diplomatie

Israel bricht Beziehungen zu EU-Außenbeauftragter Kallas ab

Außenminister Gideon Sa’ar will mit Kaja Kallas so lange nicht mehr reden, bis sie sich für ihren angeblichen Vorwurf, Israel praktiziere Apartheid, entschuldigt

von Michael Thaidigsmann  18.06.2026

Bremen

Acht Meter breite Parolen an Schulen gesprüht

Unbekannte haben zwei Schulzentren im Bremer Stadtteil Walle mit großflächigen Farbschmierereien beschädigt. Sie schrieben unter anderem »FCK ISRAEL« und »Free Palestine«

 18.06.2026

Rias-Antisemitismusbericht

Bitterer Alltag

Manchmal sind es Gesten, manchmal Pöbeleien, manchmal übelste Drohungen und Gewalt: Jüdinnen und Juden erleben in Deutschland täglich Feindseligkeit. Was tut die Gesellschaft?

von Verena Schmitt-Roschmann  18.06.2026

G7-Gipfel

Trump unterzeichnet Rahmenabkommen zwischen USA und Iran in Versailles

Überraschend unterschrieb der US-Präsident Donald Trump das Abkommen mit dem Iran bereits am Mittwoch an dem historischen Ort

 18.06.2026 Aktualisiert

USA

Nach antisemitischer Bewerbung: Rechtsextreme feiern Cornell-Studenten

Der 19-jährige Austin Franco wird für ein Praktikum von einem Softwareunternehmen der Brüder Gabe und Aiden Einhorn angenommen. Doch dann schreibt er, er sei »nicht daran interessiert, für einen Juden zu arbeiten«

 18.06.2026

G7-Gipfel

Trump verteidigt Iran-Abkommen und kritisiert Israels Vorgehen

Zwar habe der jüdische Staat das Recht, sich zu verteidigen. Gleichzeitig gehe das Land nach seiner Auffassung mitunter unverhältnismäßig vor, so der amerikanische Präsident

 18.06.2026

Meinung

Letzte Chance für die Linke

Viele Juden haben »Die Linke« schon abgeschrieben. Doch nach wie vor gibt es dort Mitglieder, die den Antisemitismus innerhalb der Partei bekämpfen. Hoffentlich setzen sie sich auf dem Bundestreffen in Potsdam durch

von Mascha Malburg  18.06.2026