Berlin

Stolperstein-Initiator fordert Aufklärung von Auswärtigem Amt

Gunter Demnig Foto: Gregor Zielke

Berlin

Stolperstein-Initiator fordert Aufklärung von Auswärtigem Amt

Die NS-Vergangenheit mehrerer Diplomaten müsse aufgearbeitet werden

 23.09.2022 10:21 Uhr

Der Künstler Gunter Demnig, Initiator der Stolperstein-Initiative zur Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus, fordert laut »Spiegel« das Auswärtige Amt zur Aufarbeitung der NS-Vergangenheit mehrerer Diplomaten auf.

Verdacht Dabei geht es dem Bericht zufolge um Fälle, bei denen Stolpersteine vor dem ehemaligen Amtssitz in Berlin verlegt wurden. Bei den so Geehrten sei aber der Verdacht aufgekommen, dass es sich um mutmaßliche Nazihelfer handelte.

»Das Außenministerium ist in der Pflicht, die Fälle zu untersuchen«, sagte Demnig dem Nachrichtenmagazin, »es ist peinlich, dass das noch nicht passiert ist.« Als die drei Steine vor einem Jahr verlegt wurden, habe man sich auf die Angaben des Amtes verlassen, wird Demnig zitiert. »Wenn sich der Verdacht erhärtet, reißen wir sie wieder heraus.«

Das Auswärtige Amt betonte dem »Spiegel« zufolge, die Verlegung der Stolpersteine habe eine Gruppe von Mitarbeitern ehrenamtlich und ohne Weisung des Ministeriums organisiert. epd

Waffenruhe

Trump: Iran hat keine andere Wahl, als weiterzuverhandeln

Seit Tagen steht im Iran-Krieg eine Frage im Fokus: Kommt es zu neuen Verhandlungen in Pakistan? Trump gibt sich optimistisch – auch was eine mögliche Einigung angeht

 21.04.2026

Hessen

Bundesrats-Vorstoß: Leugnung des Existenzrechts Israels bestrafen

Hessen will das Leugnen des Existenzrechts Israels bundesweit unter Strafe stellen. Ein entsprechender Entwurf ist bereits vorbereitet. Er soll im Mai in der Länderkammer in Berlin eingebracht werden

von Christof Bock  21.04.2026

Luxemburg

Deutschland fordert Iran zu Verhandlungen mit USA auf

Kurz vor dem Auslaufen der Waffenruhe ist unklar, ob es zu einer neuen Verhandlungsrunde kommt. Der deutsche Außenminister richtet nun einen Appell an Teheran

 21.04.2026

Rom

Entschädigungsstreit: Italien stärkt ausländische NS-Opfer

Es waren grausame Taten an jenem Juni-Tag 1944, als im griechischen Dorf Distomo SS-Einheiten Zivilisten töteten. Um Entschädigungen wird noch gestritten. Nun hat Italiens höchstes Gericht geurteilt

 21.04.2026

Berlin

Kulturstaatssekretär Friederici muss gehen

Die Vergabe von Fördergeld gegen Antisemitismus sorgt schon länger für Wirbel. Nun hat der Vorgang personelle Konsequenzen

 21.04.2026

München

CSU-Fraktion und jüdische Studenten fordern entschlossenen Kampf gegen Antisemitismus

CSU-Fraktionschef Klaus Holetschek sagt, Judenhass müsse unabhängig davon bekämpft werden, ob er von rechts, von links oder islamistisch motiviert sei: »Lippenbekenntnisse reichen nicht.«

 21.04.2026

Teheran

Iran vollstreckt weiteres Todesurteil nach Protesten

Nach Spionagevorwürfen hatte die iranische Justiz am Montag zwei Männer exekutieren lassen. Nun wird ein weiteres Urteil vollstreckt

 21.04.2026

Berlin

Michael Roth von Podiumsdiskussion an Hertie School ausgeladen

Der SPD-Politiker und Autor sagt, Protest und Widerspruch seien legitim. Problematisch werde es, wenn bereits die Androhung von Störungen ausreiche, um Redner wieder auszuladen

 21.04.2026

Washington D.C.

Trump: Israel hat die USA nicht zum Iran-Krieg gedrängt

Seine Haltung, dass Teheran niemals in den Besitz von Atomwaffen gelangen dürfe, habe zu seiner Entscheidung geführt, militärisch tätig zu werden, sagt der US-Präsident

 21.04.2026