Chemnitz

Staatsanwaltschaft klagt Mann wegen Hitlergrußes vor Synagoge an

Synagoge Chemnitz Foto: JA

Die Staatsanwaltschaft hat einen 35-jährigen Mann angeklagt, der in der Nähe der Synagoge in Chemnitz den verbotenen Hitlergruß gezeigt haben soll. Die Tat habe sich am 11. Oktober ereignet, teilte die Staatsanwaltschaft Chemnitz am Montag mit. Zu diesem Zeitpunkt fand vor der Chemnitzer Synagoge anlässlich des Terroranschlages von Halle am 9. Oktober eine Gedenkveranstaltung statt. Sie stand unter dem Motto »Aufstehen gegen Rassismus«.

GEDENKVERANSTALTUNG Dem Angeschuldigten werde zur Last gelegt, in der Straßenbahn in Höhe der Chemnitzer Synagoge den rechten Arm zum Hitlergruß erhoben zu haben. Ihm werde das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen vorgeworfen. Dass der gezeigte Hitlergruß für eine Vielzahl von Fahrgästen und Teilnehmern der Gedenkveranstaltung wahrnehmbar gewesen sei, habe der Chemnitzer Angeschuldigte hierbei billigend in Kauf genommen.

Bei dem antisemitisch und rechtsextremistisch motivierten Anschlag am 9. Oktober in Halle waren eine 40-jährige Frau und ein 20-jähriger Mann erschossen worden. Auf der Flucht verletzte der Täter zwei weitere Menschen schwer. Zuvor hatte der schwer bewaffnete Mann vergeblich versucht, in die Synagoge der Stadt einzudringen. Zum höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur hatten sich dort zu diesem Zeitpunkt mehr als 50 Beter versammelt.  epd

Kommentar

Ärzte mit Grenzen

Der NGO »Ärzte ohne Grenzen« ist Propaganda gegen Israel wichtiger als die Hilfeleistung für Gaza

von Wolf J. Reuter  05.01.2026

USA

Jüdischer Bundesrichter Hellerstein leitet Strafverfahren gegen Maduro

Der 92 Jahre alte orthodoxe Richter gilt als »kompromisslos fair«. Ernannt wurde er 1998 von Präsident Bill Clinton

 05.01.2026

Washington D.C.

Unterdrückung der Proteste: Trump droht Iran mit Konsequenzen

Während Trump den Druck von außen erhöht, zeichnen Berichte ein Bild wachsender Nervosität an der Spitze der Islamischen Republik

 05.01.2026

Interview

»Plötzlich ist das Gefühl von Sicherheit weg«

In der Nacht auf Sonntag ist das private Grundstück von Brandenburgs Antisemitismusbeauftragten Andreas Büttner Ziel eines Brandanschlags geworden. Mit der Jüdischen Allgemeinen spricht er nun exklusiv über den Angriff – und benennt, was daraus folgen muss

von Mascha Malburg, Philipp Peyman Engel  04.01.2026 Aktualisiert

Templin

Brandanschlag auf Grundstück des Beauftragten gegen Judenhass

Auf dem Grundstück des Antisemitismusbeauftragten von Brandenburg wurde ein Schuppen in Brand gesteckt. Auf seiner Haustür haben die Täter ein rotes Hamas-Dreieck hinterlassen

 05.01.2026 Aktualisiert

Analyse

Warum die Proteste im Iran auch eine Chance für unsere Sicherheit sind

Anschläge und Morde, verdeckte Handelsfronten, Identitätsdiebstahl und Sanktionsumgehung: Das Regime in Teheran ist auch in Europa zu einem hybriden Bedrohungsakteur geworden. Umso wichtiger ist es, die Regimegegner zu unterstützen

von Rebecca Schönenbach  04.01.2026

Interview

»Israels Sache ist gerecht, sie muss nur besser erklärt werden«

Der saudische Influencer Loay Alshareef über Frieden im Nahen Osten, seine erste Begegnung mit Juden und die Kraft persönlicher Erfahrung

von Stefan Laurin  04.01.2026

Iran

Proteste gegen Chamenei weiten sich aus

Im Iran kam es erneut zu Gewalt gegen Demonstrierende. Die Proteste haben sich inzwischen auf etwa 70 Prozent des Landes ausgeweitet. Auch in Berlin und Washington versammelten sich oppositionelle Exiliraner

 04.01.2026

Venezuela

Netanjahu gratuliert Trump

Israels Regierungschef Netanjahu lobt den US-Angriff in Venezuela und hebt Trumps Vorgehen gegen Maduro als »historisch« hervor. Andere israelische Politiker ziehen Parallelen zum Iran

 04.01.2026