Zensur

Sein Krampf

Eine Zensur findet nicht statt. Das ist richtig, aber gilt es auch für Mein Kampf? In fünf Jahren, wenn das Urheberrecht daran nicht mehr gilt, soll Adolf Hitlers Machwerk wieder in deutschen Buchhandlungen erhältlich sein, freilich als kommentierte kritische Edition. Denn dann, so der renommierte Historiker Horst Möller, könne das Werk nicht mehr als Nazipropaganda wirken. Ganz falsch, meint Wolfgang Benz, auch Historiker, auch renommiert. Hitlers Mein Kampf sei bloße Hetze ohne jeden Erkenntniswert; daher solle man es nicht veröffentlichen. Beide haben recht. Aber zur Wahrheit gehört auch, dass der Text faktisch bereits frei verfügbar ist. Das Buch gibt es im Internet, im Ausland und auf Trödelmärkten. Und es ist nicht zu leugnen, dass dieser Schund umso attraktiver wirkt, je mehr ihm der abwegige Mythos anhaftet, hier stünde etwas, das man in Deutschland nicht sagen dürfe. Dabei offenbart die Lektüre die mörderische Weltsicht eines krankhaften Autors. Ein so offenkundig dummes und wertloses Buch sollte weder durch Verbot noch durch kritische Kommentierung geadelt werden.

Kiev

Israelischer Unternehmer klagt gegen Selenskyj

Timur Mindich reicht Klage gegen ein Präsidialdekret ein, mit dem persönliche Sanktionen gegen ihn verhängt worden waren

 21.05.2026

Sachsen-Anhalt

Szenario: Gegängelte Bildung, mehr rechte Gewalt mit AfD-Regierung

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von Lukas Philippi  21.05.2026

Meinung

Iranischer Staatsterror: Zeit zu handeln, Herr Bundeskanzler!

Die Islamische Revolutionsgarde des Iran wollte den Erkenntnissen der Bundesanwaltschaft zufolge Josef Schuster und Volker Beck ermorden lassen. Das darf nicht ohne Konsequenzen bleiben

von Michael Thaidigsmann  21.05.2026

Berlin

Zentralrat der Juden distanziert sich von Itamar Ben-Gvir

Ein Video des rechtsextremen israelischen Ministers sorgt weltweit für Empörung. Auch die Vertretung der Juden in Deutschland äußert sich

 21.05.2026

Hamburg

Teheraner Regime soll Ermordung von Josef Schuster geplant haben

Das iranische Mord-Komplott richtete sich auch gegen den Präsidenten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck

 21.05.2026 Aktualisiert

Berlin

Zentralrat startet Initiative gegen Antisemitismus im Fußball

Slogans wie »Aus Liebe zum Spiel. Gegen Antisemitismus« sowie »Mitfiebern. Gegen Antisemitismus« sollen zum DFB-Pokalfinale auf digitalen Werbetafeln zu sehen sein

 21.05.2026

Tacheles-Preis

»Ihr prägt den Journalismus. Ihr prägt unser Land«

WELT-Chefredakteur Helge Fuhst hielt die Laudatio auf die Jüdische Allgemeine. Eine Dokumentation

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Nahost

Strategische Oberhand

War der Krieg gegen das iranische Regime ein Fehlschlag? Eine Analyse

von Michael Wolffsohn  21.05.2026

Dokumentation

»Mehr Mut zu unbequemen Wahrheiten!«

Die Jüdische Allgemeine ist mit dem Tacheles-Preis ausgezeichnet worden. Hier dokumentieren wir die Dankesrede von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  21.05.2026