Zensur

Sein Krampf

Eine Zensur findet nicht statt. Das ist richtig, aber gilt es auch für Mein Kampf? In fünf Jahren, wenn das Urheberrecht daran nicht mehr gilt, soll Adolf Hitlers Machwerk wieder in deutschen Buchhandlungen erhältlich sein, freilich als kommentierte kritische Edition. Denn dann, so der renommierte Historiker Horst Möller, könne das Werk nicht mehr als Nazipropaganda wirken. Ganz falsch, meint Wolfgang Benz, auch Historiker, auch renommiert. Hitlers Mein Kampf sei bloße Hetze ohne jeden Erkenntniswert; daher solle man es nicht veröffentlichen. Beide haben recht. Aber zur Wahrheit gehört auch, dass der Text faktisch bereits frei verfügbar ist. Das Buch gibt es im Internet, im Ausland und auf Trödelmärkten. Und es ist nicht zu leugnen, dass dieser Schund umso attraktiver wirkt, je mehr ihm der abwegige Mythos anhaftet, hier stünde etwas, das man in Deutschland nicht sagen dürfe. Dabei offenbart die Lektüre die mörderische Weltsicht eines krankhaften Autors. Ein so offenkundig dummes und wertloses Buch sollte weder durch Verbot noch durch kritische Kommentierung geadelt werden.

Nahost

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Der Gesprächsbeginn zwischen Washington und Teheran in der Schweiz lässt auf sich warten. Derweil spitzt sich die Lage zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon zu. Es gibt Tote auf beiden Seiten

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Kommentar

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Berlin

Nouripour zu Iran-Rahmenabkommen: »Weg in Normalität für Regime«

Ist das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran ein Weg in den Frieden? Bundestagsvizepräsident Nouripour bezweifelt das. Die Übereinkunft gebe dem Iran vielmehr »eine andere Legitimität«

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Bayreuth

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Wahlkampf in Israel

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Genf

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Bayreuth

Scharfe Kritik nach abgesagter Gedenkveranstaltung

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Essay

Zwischen Progressivität und Zerfaserung

Quo vadis, liberales Judentum? Ein Debattenbeitrag von Avitall Gerstetter

von Avitall Gerstetter  19.06.2026