Meinung

Schweigen im Ländle

Heile Welt in Göppingen Foto: goeppingen.de

Meinung

Schweigen im Ländle

Die Junge Union Göppingen und ihr Strategiepapier

von Katrin Richter  07.06.2010 16:33 Uhr

Zugegeben: sich die Frau an den Herd zurück zu wünschen, Angst vor Ausländern zu haben oder gleichgeschlechtliche Ehen abzulehnen, ist schon hochgradig konservativ. Aber das, was die Junge Union (JU) in Göppingen sich kürzlich auf ihre Fahne geschrieben hat, ist schlimmer. In ihrer Eislinger Erklärung, einem »Analyse- und Strategiepapier zur konservativen Erneuerung der CDU/CSU«, warnen die Nachwuchskräfte vor Überfremdung, vor NS-Moralkeulen oder vor Sünde an der Schöpfung. So etwas sei aber nicht rechtsextrem, behauptet Kai Steffen Meier, JU-Vorsitzender im Kreis Geislingen, sondern das seien Maximalforderungen. Und die dortige CDU-Landtagsabgeordnete Nicole Razavi kommentiert: »Eine Jugendorganisation darf Dinge anders sehen.« Klar darf sie das, aber muss sie deswegen gleich scharf rechts abbiegen? Ist das wirklich der Weg, den die Junge Union einschlägt? Eine Antwort gibt es bis jetzt noch nicht. Weder vom Bundesvorsitzenden der JU, Philipp Mißfelder, noch vom baden-württembergischen Ministerpräsidenten Stefan Mappus (CDU). Sollte sich das nicht ändern, dann kann man für die Junge Union wohl nur noch schwarz sehen.

USA

Medien: 15 Jahre Haft für Ex-Hollywood-Mogul Weinstein

Harvey Weinstein war einst ein mächtiger Medienmodul, dann kamen Vorwürfe Dutzender Frauen zu Sexualverbrechen ans Licht. Er sitzt im Gefängnis. Bis heute beschäftigen sich Gerichte mit dem Fall

von Anna Ringle  23.09.2026

Deutschland

»Existenzgefahr für Berlins Juden«

Die Linke macht immer wieder mit Judenhass und Forderungen nach der Auslöschung Israels von sich reden. Der Wahlsieg der Partei veranlasst nun den israelischen Botschafter zu einer ungewöhnlich deutlichen Stellungnahme

 23.09.2026

Berlin-Wahl

Klöckners Gretchenfrage: »Wie haltet ihr es mit dem Antisemitismus?«

Die CDU-Politikerin und Bundestagspräsidentin hat SPD und Grüne auf Instagram aufgefordert, in Berlin keine Koalition mit der Linkspartei einzugehen. Ansonsten werde das »Nie wieder« zur Farce

 23.09.2026

Jerusalem/New York

Benjamin Netanjahu: Werde vor UNO die Wahrheit über Mamdani sagen

Israels Ministerpräsident wirft dem New Yorker Bürgermeister Unterstützung der Hamas und Hetze gegen Juden vor

 23.09.2026

Machtgedanke zu verlockend? SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach (r.) und Elif Eralp von der Linkspartei bei einer Podiumsdiskussion vor der Wahl

Kommentar

Finaler Tabubruch

Ein persönlicher Appell an die Berliner SPD, sich nicht mit den dunkelroten Judenfeinden von der Linkspartei einzulassen

von Daniel Killy  23.09.2026

Debatte

Außenminister Sa’ar kontert Vorwürfe von Österreichs Bundespräsident Van der Bellen

Sa’ar drehte Van der Bellens Aussage um und fügte hinzu: Kein österreichischer Bürger dürfe für den »Unsinn« seines Präsidenten verantwortlich gemacht werden

 23.09.2026

Solidarität

LED-Truck gegen Judenhass in fünf deutschen Städten

Mit einer bundesweiten Aktion wollen die »Christen an der Seite Israels« rund um den Jahrestag des Hamas-Massakers vom 7. Oktober auf Antisemitismus aufmerksam machen

 23.09.2026

Düsseldorf

Islamistischer Schüler wegen zweifachem Messerangriff verurteilt

Ein Essener Schüler ist wegen versuchten Mordes verurteilt worden. Das Oberlandesgericht sprach ihn schuldig

 23.09.2026

Berlin

SPD-Fraktionschef Raed Saleh tritt nicht wieder an

Nach 15 Jahren an der Spitze zieht der Spandauer die Konsequenzen aus dem historisch schlechten Wahlergebnis: Er will nicht erneut für den Vorsitz seiner Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus kandidieren

 23.09.2026