Meinung

Schweigen im Ländle

Heile Welt in Göppingen Foto: goeppingen.de

Meinung

Schweigen im Ländle

Die Junge Union Göppingen und ihr Strategiepapier

von Katrin Richter  07.06.2010 16:33 Uhr

Zugegeben: sich die Frau an den Herd zurück zu wünschen, Angst vor Ausländern zu haben oder gleichgeschlechtliche Ehen abzulehnen, ist schon hochgradig konservativ. Aber das, was die Junge Union (JU) in Göppingen sich kürzlich auf ihre Fahne geschrieben hat, ist schlimmer. In ihrer Eislinger Erklärung, einem »Analyse- und Strategiepapier zur konservativen Erneuerung der CDU/CSU«, warnen die Nachwuchskräfte vor Überfremdung, vor NS-Moralkeulen oder vor Sünde an der Schöpfung. So etwas sei aber nicht rechtsextrem, behauptet Kai Steffen Meier, JU-Vorsitzender im Kreis Geislingen, sondern das seien Maximalforderungen. Und die dortige CDU-Landtagsabgeordnete Nicole Razavi kommentiert: »Eine Jugendorganisation darf Dinge anders sehen.« Klar darf sie das, aber muss sie deswegen gleich scharf rechts abbiegen? Ist das wirklich der Weg, den die Junge Union einschlägt? Eine Antwort gibt es bis jetzt noch nicht. Weder vom Bundesvorsitzenden der JU, Philipp Mißfelder, noch vom baden-württembergischen Ministerpräsidenten Stefan Mappus (CDU). Sollte sich das nicht ändern, dann kann man für die Junge Union wohl nur noch schwarz sehen.

Atomprogramm

Iran: Nächste Verhandlungsrunde mit den USA in Genf

US-Präsident Donald Trump fordert vom Teheraner Regime, sein Atomprogramm zu beenden. Doch die iranische Regierung ist nur zu Zugeständnissen bereit

 16.02.2026

Sydney

Bondi-Attentäter erstmals vor Gericht

Naveed Akram ist wegen 59 Straftaten angeklagt, darunter 15-facher Mord sowie die Durchführung eines Terroranschlags

 16.02.2026

Dresden

Mehr rechtsextreme Vorfälle an Sachsens Schulen

Von NS-Symbolen und Parolen bis hin zu Beleidigungen und Gewalt: Das sächsische Bildungsministerium hat 2025 fast 250 rechtsextreme Vorfälle dokumentiert

von Yvonne Jennerjahn  15.02.2026

Analyse

Das Prinzip Trump

Der US-Präsident hat Israels sicherheitspolitische Lage gestärkt – zugleich spaltet er das eigene Land. Aber ein geschwächtes Amerika garantiert keinen stabilen Schutz

von Carsten Ovens  15.02.2026

Nahost

Italien und Rumänien nehmen als Beobachter an Trump-»Friedensrat« teil

Bislang sind in dem Gremium des US-Präsidenten nur zwei EU-Staaten dabei

 15.02.2026 Aktualisiert

Solidarität

Für Freiheit im Iran: 250.000 Demonstranten in München

Unter den Rednern war auch der Publizist Michel Friedman: »Ein Regime, das für Terrorismus steht, gehört abgesetzt«

 15.02.2026 Aktualisiert

USA/Iran

US-Präsident Trump: Machtwechsel im Iran wäre wohl das Beste

US-Präsident droht Teheran im Streit über das Atom- und Raketenprogramm mit einem Angriff. Er legt nach: Nur ein Deal könne dies verhindern

 14.02.2026

NS-Raubkunst

Wolfram Weimer kündigt Restitutionsgesetz an

»Eine Frage der Moral«: Der Kulturstaatsminister stimmt einem unter anderem vom Zentralrat der Juden geforderten Gesetz zu

 14.02.2026

Berlin

Brandenburger Tor leuchtet als Zeichen der Solidarität mit Iran-Protesten

»Die gewaltsame Niederschlagung der Proteste ändert nichts daran, dass der Drang nach Freiheit bleibt«, sagt Kai Wegner (CD), der Regierende Bürgermeister

 13.02.2026