Meinung

Schweigen im Ländle

Heile Welt in Göppingen Foto: goeppingen.de

Meinung

Schweigen im Ländle

Die Junge Union Göppingen und ihr Strategiepapier

von Katrin Richter  07.06.2010 16:33 Uhr

Zugegeben: sich die Frau an den Herd zurück zu wünschen, Angst vor Ausländern zu haben oder gleichgeschlechtliche Ehen abzulehnen, ist schon hochgradig konservativ. Aber das, was die Junge Union (JU) in Göppingen sich kürzlich auf ihre Fahne geschrieben hat, ist schlimmer. In ihrer Eislinger Erklärung, einem »Analyse- und Strategiepapier zur konservativen Erneuerung der CDU/CSU«, warnen die Nachwuchskräfte vor Überfremdung, vor NS-Moralkeulen oder vor Sünde an der Schöpfung. So etwas sei aber nicht rechtsextrem, behauptet Kai Steffen Meier, JU-Vorsitzender im Kreis Geislingen, sondern das seien Maximalforderungen. Und die dortige CDU-Landtagsabgeordnete Nicole Razavi kommentiert: »Eine Jugendorganisation darf Dinge anders sehen.« Klar darf sie das, aber muss sie deswegen gleich scharf rechts abbiegen? Ist das wirklich der Weg, den die Junge Union einschlägt? Eine Antwort gibt es bis jetzt noch nicht. Weder vom Bundesvorsitzenden der JU, Philipp Mißfelder, noch vom baden-württembergischen Ministerpräsidenten Stefan Mappus (CDU). Sollte sich das nicht ändern, dann kann man für die Junge Union wohl nur noch schwarz sehen.

Nahost

Arabische Liga verurteilt »illegale« Angriffe Irans

Seit Tagen greift der Iran in Nahost militärische Ziele an, aber auch Flughäfen, Wohngebiete und Energie-Infrastruktur. Bei ihrer Notfallsitzung spricht die Arabische Liga von »feigen« Attacken

 08.03.2026

Mannheim

Mannheimer SPD-Politikerin tritt nach antisemitischen Facebook-Kommentaren zurück

Melek Hirvali Cizer schrieb, Israel züchte »babyfressende, weltweit Kinder entführende Agenten«

 08.03.2026

Washington

Bericht: USA prüfen Spezialoperation zur Sicherung iranischen Uranbestands

Eine mögliche Mission dieser Art könnte darauf abzielen, 450 Kilogramm Uran mit einem Anreicherungsgrad von etwa 60 Prozent zu sichern

 08.03.2026

Berlin

Constantin Schreiber reist aus Israel ab

Aus Sicherheitsgründen verlässt der für Springer SE tätige Reporter den Nahen Osten

 08.03.2026

Berlin

DIG fordert deutsche Unterstützung für Israel und USA im Krieg gegen den Iran

Das »kriegerische antiisraelische Vernichtungsprogramm der Mullahs« sei »theologisch begründet und daher einem politischen Prozess nicht zugänglich«, sagt DIG-Präsident Volker Beck. Der Verhandlungsweg sei schon vor Jahren gescheitert

 08.03.2026

Teheran

Iran hat neuen Obersten Führer: Israel droht Chamenei-Nachfolger

Mojtaba Chamenei (56), Sohn des getöteten Ali Chamenei, gilt als möglicher neuer Revolutionsführer. Bekanntgabe verzögert sich offenbar auch aus Sicherheitsgründen

 08.03.2026 Aktualisiert

Washington/Teheran

US-Geheimdienstbericht: Militärschlag dürfte Irans Führung kaum stürzen

Bereits vor dem Krieg wurden verschiedene Szenarien untersucht – von gezielten Angriffen auf einzelne Führungsfiguren bis hin zu einem umfassenden militärischen Vorgehen gegen die staatlichen Institutionen

 08.03.2026

Berlin

Bundesregierung zieht Personal der Botschaft in Teheran ab

Das Auswärtige Amt zieht aus der Bedrohungslage Konsequenzen

 08.03.2026

Washington

USA intervenieren gegen mögliche Russland-Hilfe für den Iran

Sondergesandter Steve Witkoff kritisiert Moskau dafür, dass es Teheran im Krieg zu unterstützen scheint

 08.03.2026