Meinung

Schweigen im Ländle

Heile Welt in Göppingen Foto: goeppingen.de

Meinung

Schweigen im Ländle

Die Junge Union Göppingen und ihr Strategiepapier

von Katrin Richter  07.06.2010 16:33 Uhr

Zugegeben: sich die Frau an den Herd zurück zu wünschen, Angst vor Ausländern zu haben oder gleichgeschlechtliche Ehen abzulehnen, ist schon hochgradig konservativ. Aber das, was die Junge Union (JU) in Göppingen sich kürzlich auf ihre Fahne geschrieben hat, ist schlimmer. In ihrer Eislinger Erklärung, einem »Analyse- und Strategiepapier zur konservativen Erneuerung der CDU/CSU«, warnen die Nachwuchskräfte vor Überfremdung, vor NS-Moralkeulen oder vor Sünde an der Schöpfung. So etwas sei aber nicht rechtsextrem, behauptet Kai Steffen Meier, JU-Vorsitzender im Kreis Geislingen, sondern das seien Maximalforderungen. Und die dortige CDU-Landtagsabgeordnete Nicole Razavi kommentiert: »Eine Jugendorganisation darf Dinge anders sehen.« Klar darf sie das, aber muss sie deswegen gleich scharf rechts abbiegen? Ist das wirklich der Weg, den die Junge Union einschlägt? Eine Antwort gibt es bis jetzt noch nicht. Weder vom Bundesvorsitzenden der JU, Philipp Mißfelder, noch vom baden-württembergischen Ministerpräsidenten Stefan Mappus (CDU). Sollte sich das nicht ändern, dann kann man für die Junge Union wohl nur noch schwarz sehen.

Wahlkampf im Nordosten

Ex-CDU-Politiker Michel Friedman wirbt für die Grünen

 17.09.2026

Nordrhein-Westfalen

Brandanschlag auf Synagoge Wuppertal

Nach ersten Erkenntnissen handelte der polizeibekannte Mann mit afghanischer Staatsangehörigkeit allein

 17.09.2026 Aktualisiert

Berlin-Wahl

Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und Linke

Neue Umfrage sieht eine Partei wieder knapp in Führung

 17.09.2026

München

Drinnen redet ein Palästinenser, draußen wird er mit »Free Palestine«-Rufen niedergebrüllt

In der bayerischen Landeshauptstadt fand eine Medienkonferenz mit prominenten Teilnehmern statt, gegen die es im Vorfeld Boykottaufrufe gab. Redner beklagten die zunehmende Polarisierung

von Michael Thaidigsmann  17.09.2026

Karlsruhe

Iraker plante Anschlag in Bremen

Der 24-jährige Islamist soll eine Kirche in Bremen als Anschlagsziel ausgewählt und schon eine Schusswaffe beschafft haben. Die Ermittler werfen ihm mehrere schwere Straftaten vor

 17.09.2026

Synagoge in Mailand (Archiv)

Mailand

»Niemand wird mich hier erniedrigen«

Nach antisemitischer Attacke: Jetzt spricht der angegriffene Rabbiner

 17.09.2026 Aktualisiert

Berlin-Wahl

»Stimmen Sie gegen Antisemitismus!«

Die Vorsitzende der DIG Berlin Brandenburg, Cerstin Richter-Kotowski ruft Wähler dazu auf, Parteien zu wählen, die Judenhass bekämpfen

 17.09.2026

München

Rabbiner: Plan gegen islamistischen Terror ist Vorbild für Europa

Mit einem Zehn-Punkte-Plan sollen in Deutschland Radikalisierung und islamistischer Terror bekämpft werden. Zustimmung kommt von Rabbinern, die über die Landesgrenzen hinaus denken. Allerdings wird auch Kritik laut

von Leticia Witte  17.09.2026

Kommentar

»Ich esse gerne Wassermelonen«

Wie BSW-Spitzenkandidat Michael Lüders sich als verrückter Rand einer Wahldebatte präsentierte

von André Anchuelo  17.09.2026