Meinung

Schleier vor unseren Augen

Stellen Sie sich vor, Sie müssten die Welt durch einen Briefschlitz oder durch eine Gardine betrachten – und das nur, weil sie weiblich sind. So zum Beispiel die Frauen in muslimischen Ländern wie Saudi-Arabien, Jemen oder Afghanistan. Sie sind gezwungen, im Alltag einen Ganzkörper- oder Gesichtsschleier zu tragen. Auch in Europa gibt es Gläubige, die eine Burka oder einen Nikab tragen. Doch am vergangenen Dienstag hat ein fraktionsübergreifendes Gremium des französischen Parlaments ein »Burka-Verbot« vorgestellt. Danach sollen Ganzkörperschleier in öffentlichen Einrichtungen nicht gestattet werden. D’accord! Denn Burka, Nikab oder Tschador sind nicht Ausdruck von Religiosität, sondern ein Symbol der Unterdrückung. Unsere offene Gesellschaft sollte es bei aller Toleranz nicht zulassen, dass das Recht muslimischer Frauen auf Selbstentfaltung von einem schwarzen oder blauen Stück Stoff verhüllt wird. Das würde die Sicht auf unsere Werte verschleiern.

Kultur

Klein wünscht sich mehr Wehrhaftigkeit gegen Antisemitismus im Kulturbetrieb

Der Antisemitismus-Beauftragte Klein kritisiert einen geplanten Auftritt der palästinenisch-stämmigen DJ Sama‘ Abdulhadi im Juli in Hamburg

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Iran

Iran macht Öffnung der Straße von Hormus rückgängig

Keine 24 Stunden nach der Zusage des Iran, die Straße von Hormus zu öffnen, wurde sie wieder zurückgenommen.

 19.04.2026

Internationaler Strafgerichtshof

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Die Hintergründe

 18.04.2026 Aktualisiert

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Wir Juden sollten uns nicht verstecken. Wir sollten offen, laut und stolz sein - auch und insbesondere auf den jüdischen Staat

von Daniel Neumann  17.04.2026

ZDF-Politbarometer

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Die rechtsextreme Partei profitiert von der Unzufriedenheit der Bürger mit der Regierung

 17.04.2026

Medien

Ex-»Welt«-Chefredakteur Burgard bei Springer künftig für Nahost zuständig

Burgard folgt auf Constantin Schreiber, der ab dem 1. Mai von Deutschland aus arbeitet

 17.04.2026

Berlin

Zentralrat der Juden gegen Widerspruchslösung

In seinem Tätigkeitsbericht für 2025 geht der Zentralrat auch ethische Fragen rund um das Thema Organspende ein

 17.04.2026

Genf

So reagiert die Weltbank auf antisemitische Posts von Francesca Albaneses Ehemann

Massimiliano Cali soll den palästinensischen Terrorismus relativiert und gegen Juden gehetzt haben

von Imanuel Marcus  17.04.2026

Paris

Bericht: Marine Le Pen trifft Israels Botschafter

Das Gespräch wirft diese Frage auf: Wie geht die Regierung Netanjahu mit rechtsextremistischen Parteien im Ausland um?

 17.04.2026