Meinung

Schleier vor unseren Augen

Stellen Sie sich vor, Sie müssten die Welt durch einen Briefschlitz oder durch eine Gardine betrachten – und das nur, weil sie weiblich sind. So zum Beispiel die Frauen in muslimischen Ländern wie Saudi-Arabien, Jemen oder Afghanistan. Sie sind gezwungen, im Alltag einen Ganzkörper- oder Gesichtsschleier zu tragen. Auch in Europa gibt es Gläubige, die eine Burka oder einen Nikab tragen. Doch am vergangenen Dienstag hat ein fraktionsübergreifendes Gremium des französischen Parlaments ein »Burka-Verbot« vorgestellt. Danach sollen Ganzkörperschleier in öffentlichen Einrichtungen nicht gestattet werden. D’accord! Denn Burka, Nikab oder Tschador sind nicht Ausdruck von Religiosität, sondern ein Symbol der Unterdrückung. Unsere offene Gesellschaft sollte es bei aller Toleranz nicht zulassen, dass das Recht muslimischer Frauen auf Selbstentfaltung von einem schwarzen oder blauen Stück Stoff verhüllt wird. Das würde die Sicht auf unsere Werte verschleiern.

Leipzig

Kinder greifen koscheres Café an

Sie bewarfen offenbar Mitarbeiter mit Plastikflaschen, beschimpften sie und versuchten, in den Schankraum einzudringen: Die Polizei ermittelt gegen mehrere Kinder und Jugendliche in Leipzig

 08.01.2026

Apia

Samoa plant Botschaftseröffnung in Jerusalem

Premierminister La’auli Leuatea Schmidt folgt dem Nachbarland Fidschi, das im vergangenen Jahr seine Botschaft in der israelischen Hauptstadt eröffnet hatte

 08.01.2026

Debatte

Schulen legen Namen von Antisemiten und Eugenikerinnen ab

Hedwig Dohm oder Dag Hammarskjöld sind Namen, die Schulen heute gerne tragen. Andere Schulen sind nach Menschen benannt, deren Wirken heute kritischer gesehen wird als in der Vergangenheit

von Pat Christ  08.01.2026

Berlin

Mutmaßlicher Hisbollah-Anhänger kommt vor Gericht

Der inzwischen 30-Jährige soll sich zwischen Dezember 2023 und April 2025 als Mitglied der Terrororganisation betätigt haben

 08.01.2026

Canberra

Nach Terroranschlag: Australien setzt Untersuchungskommission zu Antisemitismus ein

Premierminister Anthony Albanese kündigt eine umfassende Untersuchung der Hintergründe der Tat sowie des zunehmenden Judenhasses im Land an

 08.01.2026

Potsdam

Zwei Brandenburger Minister verlassen BSW

Nach dem Bruch der Koalition in Brandenburg ziehen zwei Minister des BSW Konsequenzen. Was sie zum Parteiaustritt bewegt

 08.01.2026

Großbritannien

Stadionverbot für Maccabi-Fans: Jüdische Verbände fordern Rücktritt von Polizeichef

Craig Guildford und seiner West Midlands Police wird vorgeworfen, das Verbot verhängt und später Gründe dafür »zusammengekratzt« zu haben

 08.01.2026

Lissabon

Israelisches Restaurant schließt nach antisemitischen Anfeindungen

Nach zehn Jahren stellt das »Tantura« seinen Betrieb ein. Israelfeindliche Parolen und Hasskampagnen sind die Gründe

 08.01.2026

Berlin

Gericht setzt Verfahren gegen FU Berlin fort: Lahav Shapira sieht Schutzpflicht verletzt

Eine außergerichtliche Einigung scheitert. Das Verwaltungsgericht Berlin beschäftigt sich erneut mit dem Fall

 08.01.2026