Deutschland

Rückgang bei antisemitischen Straftaten registriert

Foto: Getty Images / istock

In Deutschland sind die antisemitischen Straftaten im ersten Halbjahr des laufenden Jahres zurückgegangen.

In den ersten sechs Monaten 2022 wurden insgesamt 965 judenfeindliche Delikte registriert, im ersten Halbjahr 2021 waren es noch 1749 antisemitische Straftaten, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage von Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Linke) hervorgeht.

Es handle sich allerdings um vorläufige Zahlen. Die Fallzahlen politisch motivierter Kriminalität (PMK) aus dem laufenden Jahr könnten durch Nach- und Änderungsmeldungen noch teils erheblichen Veränderungen unterworfen sein.

»Der erschreckende Höchststand antisemitischer Straftaten im letzten Jahr hätte zu einer nachhaltigen gesellschaftlichen Debatte über das erneute Erstarken des Antisemitismus in unserem Land führen müssen«, sagte Pau. Das sei jedoch nicht passiert; die Ereignisse rund um die documenta seien ein Indikator dafür. »Wir leben in Zeiten, wo wieder Sündenböcke gefragt sind. Das sind leider Hochzeiten des Antisemitismus«, so Pau.

Die Bundestagsvizepräsidentin mahnte, bei den aktuellen Zahlen sei Vorsicht geboten: »Allein für das erste Quartal wurden knapp 160 Fälle nachgemeldet, und so ist auch für das Gesamthalbjahr mit weiteren Nachmeldungen zu rechnen.« kna

Israel

Benny Gantz steigt aus dem Wahlkampf aus

Benny Gantz’ Bündnis Blau-Weiß drohte, an der Hürde für den Parlamentseinzug zu scheitern. Nun will der Oppositionspolitiker Berichten zufolge nicht mehr antreten.

 19.10.2026

Dave Rich

»Jüdische Studierende schweigen oft«

Der Antisemitismus-Experte über zunehmenden Judenhass an Universitäten, mangelnde Sicherheit im Alltag und die extreme Rechte in Großbritannien

von Nicole Dreyfus  19.10.2026

Diether Dehm

Nach Auftritt mit Höcke

Strafbefehl gegen Diether Dehm wegen SA-Parole

Björn Höcke wurde wegen der Verwendung der Parole »Alles für Deutschland« bereits rechtskräftig verurteilt. In einem Interview mit dem AfD-Mann wiederholte der frühere Linken-Politiker Diether Dehm diese Worte und soll dafür nun 9000 Euro zahlen

 19.10.2026

Ausschreitungen in Frankreich

Dobrindt warnt vor Bündnis aus Linksextremisten und radikalen Migrantenmilieus

Der Bundesinnenminister sieht in den gewaltsamen Ausschreitungen in Frankreich eine Gefahr, die auch Deutschland betreffen könnte

 19.10.2026

Anschlagsvorbereitungen in Deutschland

Auswärtiges Amt bestellt iranischen Botschafter ein

Zwei Männer haben im Auftrag Teherans jüdische und israelische Ziele in Deutschland für Anschläge ausgespäht. Nach ihrer Verurteilung in Hamburg vor wenigen Tagen reagiert das Außenministerium in Berlin

 19.10.2026

Nachruf

Hermann »Mano« Höllenreiner ist tot

Mit neun Jahren wird er nach Auschwitz deportiert. Später wird er unermüdlicher Mahner gegen das Vergessen

 19.10.2026

London

Israel-Unterstützerin gerät wegen ihres Engagements ins Visier der Polizei

Holly Passmore wurde nach einem Aufenthalt in Israel von zwei Polizisten befragt

 19.10.2026

Berlin

Zwei Parteien in Berlin entscheiden über Koalitionsgespräche

Nach teils zähen Sondierungen entscheiden Grüne und SPD in Berlin über Koalitionsgespräche mit der Linken. Aber aus den Reihen der Sozialdemokraten gibt es Zweifel und Kritik, auch aufgrund der Antisemitismus-Skandale bei der Linkspartei

 19.10.2026

Berlin

Weimer: Linkspartei öffnet Antisemitismus »Tür und Tor«

Der Kulturstaatsminister fördert die Aufarbeitung des NS-Terrors und des Unrechts in der DDR. Mit einem möglichen rot-grün-roten Senat sieht er die Erinnerungspolitik in Gefahr

 19.10.2026