Deutschland

Rückgang bei antisemitischen Straftaten registriert

Foto: Getty Images / istock

In Deutschland sind die antisemitischen Straftaten im ersten Halbjahr des laufenden Jahres zurückgegangen.

In den ersten sechs Monaten 2022 wurden insgesamt 965 judenfeindliche Delikte registriert, im ersten Halbjahr 2021 waren es noch 1749 antisemitische Straftaten, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage von Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Linke) hervorgeht.

Es handle sich allerdings um vorläufige Zahlen. Die Fallzahlen politisch motivierter Kriminalität (PMK) aus dem laufenden Jahr könnten durch Nach- und Änderungsmeldungen noch teils erheblichen Veränderungen unterworfen sein.

»Der erschreckende Höchststand antisemitischer Straftaten im letzten Jahr hätte zu einer nachhaltigen gesellschaftlichen Debatte über das erneute Erstarken des Antisemitismus in unserem Land führen müssen«, sagte Pau. Das sei jedoch nicht passiert; die Ereignisse rund um die documenta seien ein Indikator dafür. »Wir leben in Zeiten, wo wieder Sündenböcke gefragt sind. Das sind leider Hochzeiten des Antisemitismus«, so Pau.

Die Bundestagsvizepräsidentin mahnte, bei den aktuellen Zahlen sei Vorsicht geboten: »Allein für das erste Quartal wurden knapp 160 Fälle nachgemeldet, und so ist auch für das Gesamthalbjahr mit weiteren Nachmeldungen zu rechnen.« kna

Washington

Weißes Haus verspricht Bericht zu Angriff auf Mädchenschule im Iran

Im Iran-Krieg wurden offenbar viele Schülerinnen getötet. Immer noch ist offiziell unklar, wer dafür verantwortlich ist. Das Weiße Haus verspricht Transparenz

 10.03.2026

Krieg

Reiseverband: Bald Ausreise aller Gäste aus Golfregion

Noch immer sitzen viele Urlauber infolge des Iran-Kriegs in der Golfregion fest. Reiseveranstalter arbeiten daran, sie trotz gesperrter Lufträume nach Hause zu bringen

 10.03.2026

Wiesbaden

Inflation unter zwei Prozent – aber Sorgen wegen Iran-Kriegs

Die Inflation in Deutschland fällt im Februar auf 1,9 Prozent. Der Iran-Krieg könnte die Preise aber wieder anheizen

 10.03.2026

Berlin

Merz: USA und Israel haben keinen Plan für Kriegsende

Der Kanzler verschärft erneut seine Tonlage und richtet mahnende Worte an zwei wichtige Partnerländer

 10.03.2026

Jerusalem

Wadephul macht Solidaritätsbesuch in Israel

Knapp eineinhalb Wochen nach Beginn der Angriffe auf den Iran reist der deutsche Außenminister nach Israel. Während eines Raketenalarms muss er Schutz in einem Bunker suchen

 10.03.2026 Aktualisiert

Celle

Mehr als sechs Jahre Haft für Drohnenteile an Hisbollah

Ein Gericht schickt einen Mann wegen Beihilfe zum versuchten Mord und Unterstützung der Hisbollah ins Gefängnis

 10.03.2026

Washington D.C.

Trump über Chamenei-Sohn: »Wird nicht in Frieden leben«

Im Iran hat ein neues Oberhaupt übernommen. US-Präsident Trump spricht nach der Ernennung von Modschtaba Chamenei von einem großen Fehler. Und macht düstere Andeutungen

 10.03.2026

Münster

Urteil: Keine Bundesmittel für AfD-nahe Stiftung für 2021

Die Desiderius-Erasmus-Stiftung erhält auch für 2021 keine Mittel vom Bund. Grund ist eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2023

 10.03.2026

Nahost

Raketenangriff auf Al-Asrak: Auch deutscher Teil getroffen

Eine neue Attacke in Jordanien traf auch den von deutschen Soldaten genutzten Bereich. Die Bundeswehr prüft noch, was genau einschlug. Die Soldaten sind in Sicherheit

 10.03.2026