Berlin

Ron Prosor warnt vor Hamas-Anschlägen: »Deutschland ist Terrorziel geworden«

Ron Prosor, Botschafter des Staates Israel in Deutschland Foto: picture alliance / SvenSimon

Israels Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, warnt vor einer weiterhin hohen Gefahr durch die palästinensische Terrororganisation Hamas. Deutschland sei für die Hamas nicht mehr lediglich ein Ort des Rückzugs, sondern inzwischen selbst ins Visier geraten, sagte Prosor dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

»Deutschland ist für die Hamas vom Rückzugsraum zum aktiven Terrorziel geworden«, erklärte der Botschafter. Die Ideologie der Terrororganisation richte sich gegen die Gesellschaft insgesamt. Ihre Bedrohung betreffe »uns alle« und müsse deshalb gemeinsam bekämpft werden. Die Gefährdungslage bleibe hoch.

Prosors Äußerungen stehen im Zusammenhang mit den jüngsten Ermittlungen der Bundesanwaltschaft gegen sieben mutmaßliche Hamas-Mitglieder. Gegen die Männer wurde Anklage erhoben, weil sie nach Angaben der Ermittler an Vorbereitungen für mögliche Anschläge in Deutschland oder Österreich beteiligt gewesen sein sollen.

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Die Beschuldigten sollen im Auftrag der Hamas-Führung im Gazastreifen Waffen beschafft und damit Strukturen für einen Anschlag aufgebaut haben. Die Festnahmen erfolgten in den vergangenen Monaten sowohl in Deutschland als auch im Ausland.

Nach Erkenntnissen der Ermittler könnten jüdische oder israelische Einrichtungen das Ziel eines geplanten Anschlags gewesen sein. Als möglicher Zeitpunkt stand demnach der zweite Jahrestag des Hamas-Massakers vom 7. Oktober 2023 im Raum. Drei der später angeklagten Verdächtigen wurden Anfang Oktober vergangenen Jahres, wenige Tage vor dem Jahrestag, in Berlin festgenommen.

Die Anklage gegen alle sieben Männer wurde beim Staatsschutzsenat des Berliner Kammergerichts erhoben. Damit nimmt das Verfahren gegen die mutmaßlichen Hamas-Unterstützer nun seinen juristischen Lauf. im

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