Amtsgericht Tiergarten

Prozess gegen israelfeindliche Aktivistin

Yasemin Acar Foto: picture alliance / Anadolu

Am Amtsgericht Tiergarten in Berlin startet am Mittwoch der Prozess gegen eine israelfeindliche Aktivistin unter anderem wegen der Verbreitung der Parole »From the river to the sea, Palestine will be free«. Wie die Pressestelle der Strafgerichte mitteilte, werden der 38-jährigen Yasemin Acar neben dem Verwenden von Kennzeichen terroristischer Organisationen unter anderem Widerstand gegen und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte, versuchte gefährliche Körperverletzung, Verleumdung sowie verbotene Mitteilungen über Gerichtsverhandlungen vorgeworfen. Zunächst ist nur ein Verhandlungstag vorgesehen.

Die Parole »From the river to the sea, Palestine will be free« war laut Staatsanwaltschaft zuvor vom Bundesinnenministerium als Kennzeichen der palästinensischen Terrororganisation Hamas eingeordnet worden. Die Angeklagte soll den Satz von Februar bis Juli 2024 mehrfach auf Demonstrationen und in sozialen Netzwerken verbreitet haben.

Zudem soll sie im April 2024 ein polizeiliches Belehrungsschreiben aus einem gegen sie geführten Strafverfahren im Internet veröffentlicht haben. Dies ist strafbar, wenn der Wortlaut eines Dokumentes zuvor noch nicht in einer öffentlichen Gerichtsverhandlung erörtert wurde oder das Verfahren abgeschlossen ist. Weiter soll sie im Juni 2024 bei einer Demonstration Polizisten pauschal als Verbrecher bezeichnet und behauptet haben, diese würden Demonstrationen nur aufsuchen, um auf Frauen und Kinder einzuschlagen. Auch soll sie bei einer Demonstration einen Regenschirm auf einen Polizeibeamten geworfen haben, ohne diesen aber zu verletzen. epd

Sachsen-Anhalt

Eine Woche voller Eklats

Nach der Wahl des Landtagspräsidiums bröckelt die »Brandmauer« in der CDU weiter. Das Gedenken in Halle bot einen Vorgeschmack auf ein Land unter AfD-Regierung

von André Anchuelo  14.10.2026

Ministerpräsident Sven Schulze (CDU)

Landtag von Sachsen-Anhalt

Ministerpräsidenten-Wahl: CDU will im dritten Wahlgang im Plenarsaal sein

Bei der Ministerpräsidentenwahl in Sachsen-Anhalt will die CDU den Plenarsaal zunächst verlassen. Für einen möglichen dritten Wahlgang kündigt Fraktionschef Sven Schulze ein anderes Vorgehen an. AfD und BSW beschließen derweil einen Antrag zur Ukraine

 14.10.2026

Berlin

»Eine gute Wahl«: Bundesregierung ernennt von Schnurbein zur Beauftragten für jüdisches Leben

Die 52-jährige EU-Beamtin ist am Mittwoch offiziell zur Nachfolgerin von Felix Klein bestellt worden. Aus den jüdischen Verbänden und Gemeinden kamen unisono positive Reaktionen

von Michael Thaidigsmann  14.10.2026

Regierungsbildung in Berlin

Banaszak: Emdes Fraktions-Aus war Grundlage für Sondierungen

Nach einer neuen Erklärung der Linken-Fraktion stoppten SPD und Grüne die laufenden Gespräche. Die Grünen-Landesvorsitzende Stahr fordert: Linke muss sich erklären

 14.10.2026

Regierungsbildung in Berlin

Schwerdtner bedauert Gesprächspause in Berlin

Die Gespräche über eine rot-grün-rote Regierung in Berlin liegen auf Eis. Linken-Bundeschefin Ines Schwerdtner hält die Erklärung ihrer Fraktion zu Antisemitismus dennoch für ausreichend

 14.10.2026

Berlin

Julia Klöckner: AfD-Verbotsverfahren nicht »aus dem Bauch heraus starten«

Die CDU-Bundestagspräsidentin warnt davor, die Rechtsaußen-Partei zum »Märtyrer« zu machen

 14.10.2026

Unterbrochene Sondierungen

Berliner CDU an Grüne und SPD: »Hand ist ausgestreckt«

Die Regierungsbildung zwischen Linken, Grünen und SPD in Berlin stockt. Nach der überraschenden Unterbrechung der Sondierungen meldet sich ein Wahlverlierer zu Wort

 14.10.2026

Ernennung

Zentralrat und Grüne loben neue Antisemitismusbeauftragte

Katharina von Schnurbein soll neue Antisemitismusbeauftragte des Bundes werden. Der Zentralrat der Juden reagiert sehr positiv

von Christoph Arens  14.10.2026

Berlin

Streit um Antisemitismus: SPD und Grüne unterbrechen Sondierungsgespräche

Die Linke will eine rot-grün-rote Koalition in der Hauptstadt schmieden. Doch Grüne und SPD setzen erstmal ein Stoppschild. Auslöser ist der Umgang der Linken mit dem Thema Antisemitismus

 13.10.2026