Amtsgericht Tiergarten

Prozess gegen israelfeindliche Aktivistin

Yasemin Acar Foto: picture alliance / Anadolu

Am Amtsgericht Tiergarten in Berlin startet am Mittwoch der Prozess gegen eine israelfeindliche Aktivistin unter anderem wegen der Verbreitung der Parole »From the river to the sea, Palestine will be free«. Wie die Pressestelle der Strafgerichte mitteilte, werden der 38-jährigen Yasemin Acar neben dem Verwenden von Kennzeichen terroristischer Organisationen unter anderem Widerstand gegen und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte, versuchte gefährliche Körperverletzung, Verleumdung sowie verbotene Mitteilungen über Gerichtsverhandlungen vorgeworfen. Zunächst ist nur ein Verhandlungstag vorgesehen.

Die Parole »From the river to the sea, Palestine will be free« war laut Staatsanwaltschaft zuvor vom Bundesinnenministerium als Kennzeichen der palästinensischen Terrororganisation Hamas eingeordnet worden. Die Angeklagte soll den Satz von Februar bis Juli 2024 mehrfach auf Demonstrationen und in sozialen Netzwerken verbreitet haben.

Zudem soll sie im April 2024 ein polizeiliches Belehrungsschreiben aus einem gegen sie geführten Strafverfahren im Internet veröffentlicht haben. Dies ist strafbar, wenn der Wortlaut eines Dokumentes zuvor noch nicht in einer öffentlichen Gerichtsverhandlung erörtert wurde oder das Verfahren abgeschlossen ist. Weiter soll sie im Juni 2024 bei einer Demonstration Polizisten pauschal als Verbrecher bezeichnet und behauptet haben, diese würden Demonstrationen nur aufsuchen, um auf Frauen und Kinder einzuschlagen. Auch soll sie bei einer Demonstration einen Regenschirm auf einen Polizeibeamten geworfen haben, ohne diesen aber zu verletzen. epd

Kiev

Israelischer Unternehmer klagt gegen Selenskyj

Timur Mindich reicht Klage gegen ein Präsidialdekret ein, mit dem persönliche Sanktionen gegen ihn verhängt worden waren

 21.05.2026

Sachsen-Anhalt

Szenario: Gegängelte Bildung, mehr rechte Gewalt mit AfD-Regierung

Laut Umfragen könnte die AfD im September in Sachsen-Anhalt an die Regierung kommen. Was das für Auswirkungen hätte, hat die Amadeu Antonio Stiftung skizziert

von Lukas Philippi  21.05.2026

Meinung

Iranischer Staatsterror: Zeit zu handeln, Herr Bundeskanzler!

Die Islamische Revolutionsgarde des Iran wollte den Erkenntnissen der Bundesanwaltschaft zufolge Josef Schuster und Volker Beck ermorden lassen. Das darf nicht ohne Konsequenzen bleiben

von Michael Thaidigsmann  21.05.2026

Berlin

Zentralrat der Juden distanziert sich von Itamar Ben-Gvir

Ein Video des rechtsextremen israelischen Ministers sorgt weltweit für Empörung. Auch die Vertretung der Juden in Deutschland äußert sich

 21.05.2026

Hamburg

Teheraner Regime soll Ermordung von Josef Schuster geplant haben

Das iranische Mord-Komplott richtete sich auch gegen den Präsidenten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck

 21.05.2026 Aktualisiert

Berlin

Zentralrat startet Initiative gegen Antisemitismus im Fußball

Slogans wie »Aus Liebe zum Spiel. Gegen Antisemitismus« sowie »Mitfiebern. Gegen Antisemitismus« sollen zum DFB-Pokalfinale auf digitalen Werbetafeln zu sehen sein

 21.05.2026

Tacheles-Preis

»Ihr prägt den Journalismus. Ihr prägt unser Land«

WELT-Chefredakteur Helge Fuhst hielt die Laudatio auf die Jüdische Allgemeine. Eine Dokumentation

von Helge Fuhst  21.05.2026

Nahost

Strategische Oberhand

War der Krieg gegen das iranische Regime ein Fehlschlag? Eine Analyse

von Michael Wolffsohn  21.05.2026

Dokumentation

»Mehr Mut zu unbequemen Wahrheiten!«

Die Jüdische Allgemeine ist mit dem Tacheles-Preis ausgezeichnet worden. Hier dokumentieren wir die Dankesrede von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  21.05.2026