Boykott

»Neue Form des Terros gegenüber Israel«

Uwe Becker Foto: dpa

Der hessische Antisemitismusbeauftragte Uwe Becker fordert, der antiisraelischen BDS-Bewegung entgegenzutreten. Die auch in Hessen aktive BDS sei eine »zutiefst antisemitische Bewegung«, betonte Becker am Mittwoch in Wiesbaden.

»Kaum eine andere antisemitische Gruppierung hat es in den zurückliegenden Jahren derart einfallsreich verstanden, die eigene antiisraelische Gesinnung hinter der Fassade einer selbst erklärten Menschenrechtsorganisation zu verbergen«, sagte Becker. Der 50-jährige CDU-Politiker ist auch Kämmerer und Bürgermeister der Stadt Frankfurt.

bundestag »Es wäre wünschenswert, wenn noch mehr Städte und Gemeinden sich klar gegen BDS positionieren und sich etwa Banken und Unternehmen in unserem Land sehr klar von jeglichen geschäftlichen Aktivitäten mit BDS und deren Unterstützern distanzieren würden«, forderte Becker. Das Kürzel BDS steht für »Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen«. Die Forderungen der Bewegung richten sich gegen Israel. Der Bundestag hatte die Bewegung im Mai mit großer Mehrheit als antisemitisch verurteilt.

Becker sagte, aus einer selbst erklärten Menschenrechtsbewegung sei »eine Maschinerie der Einschüchterung geworden, eine neue Form des Terrors gegenüber Israel, die auch finanziell in dubioser Weise finanziert wird und vom iranischen Regime genauso gefördert wird wie von den fragwürdigen Strukturen der Terrororganisation Hisbollah«.

Die selbst ernannte »Kaufhauspolizei« brandmarke israelische Waren in Geschäften und schüchtere auch Händler ein. Zudem gebe es eine »Einschüchterung von Künstlern, die in Israel auftreten möchten, oder von Wissenschaftlern, die mit israelischen Hochschulen kooperieren wollen, bis hin zur Störung von Veranstaltungen«. Die Sprache der BDS-Bewegung erinnere ihn an die der Nationalsozialisten, sagte der Antisemitismusbeauftragte der hessischen Landesregierung.  kna

Frankfurt/Main

Tausende bei israelfeindlicher Demo

Sprechchöre wie »From the River to the Sea« wurden gerufen. Ein Redner verharmloste den Holocaust sowie den Anschlag der Terrororganisation Hamas vom 7. Oktober 2023

 31.08.2025

Einspruch

Wenn Urlaub zum Risiko wird

Sabine Brandes ist schockiert, dass Israelis im Ausland ständig Angst vor Beleidigungen und Angriffen haben müssen

von Sabine Brandes  31.08.2025

Washington

USA widerrufen Visa für Repräsentanten von PLO und PA

Vergangenen Monat haben die USA bereits Visa-Sanktionen gegen Palästinenser-Gruppen verhängt. Wenige Wochen vor der UN-Vollversammlung macht das Außenministerium eine neue Ansage

 29.08.2025

Antisemitismus

Michel Friedman: »Man will uns töten«

Michel Friedman berichtet von wachsender Unsicherheit für Juden in Deutschland. In Berlin etwa gehe er mancherorts nicht entspannt spazieren

 29.08.2025

Schweiz

Antisemitische Hetze in Zürich

In den Stadtvierteln Enge und Wollishofen, wo viele Juden leben, sind israelfeindliche Plakate an öffentlichen Orten aufgetaucht

 29.08.2025

Meinung

Islamisten bekämpft man nicht mit Worten, sondern mit Taten

Zu spät und trotzdem richtig: Die europäischen Staaten haben den Weg für härtere UN-Sanktionen gegen den Iran freigemacht. Jetzt heißt es, konsequent zu bleiben

von Michael Spaney  29.08.2025

Hamburg

Block-Prozess: Mehr Fragen an mutmaßlichen Kindesentführer

Ein israelischer Angeklagter gesteht, an der Entführung der Block-Kinder Silvester 2023/24 beteiligt gewesen zu sein. Er sah sich aber als »Superman«, der Kinder rettet. Das Gericht hat viele Nachfragen

 29.08.2025

Markus Lanz

Wolkige Rhetorik und rhetorische Volten

In der ZDF-Sendung bemühte sich Kanzleramtsminister Thorsten Frei, den Rüstungsexportstopp seiner Regierung zu erklären, während taz-Journalistin Ulrike Herrmann gar einen »Regimewechsel« in Israel forderte

von Michael Thaidigsmann  29.08.2025

Kopenhagen

Sanktionen gegen Israel? Außen- und Verteidigungsminister beraten

Was ist mit möglichen Sanktionen gegen den jüdischen Staat? Wie geht es weiter mit der Unterstützung der Ukraine? Um Fragen wie diese geht es jetzt bei zwei EU-Treffen in Dänemark

 29.08.2025