Meinung

Nehmen Sie bitte Platz!

Recht habe er gebrochen, der Wolfgang Thierse, heißt es. Die Polizei bei ihrer Arbeit behindert. Mit einer Sitzblockade in Berlin war es dem Bundestagsvizepräsidenten und vielen anderen gelungen, einen genehmigten Naziaufmarsch erfolgreich zu stoppen. Dass solche braunen Demonstrationen überhaupt genehmigt werden, läge, so hört man immer wieder, am Rechtsstaat, juristisch könne man da so wenig machen. Nun haben Thierse und seine Mit-Blockierer etwas getan, was von einer starken Gesellschaft zu erwarten und zu erhoffen ist: eigenständig Zivilcourage im Kampf gegen rechts gezeigt und nicht auf Staatsanwälte und Polizei vertraut. Dies verdient, wie der Vizepräsident des Zentralrats der Juden, Dieter Graumann, sagt, Respekt. Dass es wenige Wochen nach einer ähnlich verhinderten Nazidemo in Dresden wieder zu einem solch engagierten Aufstand gekommen ist, der die Nazis dumm aussehen ließ, also bis zur Kenntlichkeit entstellte, lässt hoffen. Die Blockierer haben sich den Platz genommen, der den Demokraten gehört. Nazis aber haben auf unseren Straßen und Plätzen nichts zu suchen. Widersetzen wir uns, indem wir uns demnächst wieder setzen!

Meinung

Für die Freiheit

Seit Wochen protestieren Tausende Menschen im ganzen Land gegen das Regime. Deutschland und Europa müssen nun endlich reagieren: Und zwar mit maximaler Härte

von Shahrzad Eden Osterer  13.01.2026

Teheran

Bilder von Leichensäcken im Iran sorgen für Entsetzen

Vor dem Hintergrund der Proteste hat die Führung im Iran eine Internetsperre über das Land gelegt. Trotzdem dringen Videos, Bilder und Berichte nach außen, die Schlimmes vermuten lassen

 13.01.2026

Proteste

»Hilfe kommt«: Trump ruft Iraner zum Umsturz auf

Der US-Präsident ruft die Demonstranten dazu auf, das Mullah-Regime zu stürzen

 13.01.2026

Pro & Contra

Braucht es die Wehrpflicht?

Ja, sagt Claudia B. Berger: »Wir alle sind aufgerufen, uns in die Gesellschaft einzubringen.« Nein, findet Johannes Baranski: »Wer soll diese Aufgaben in diesem Ausmaß übernehmen?«

von Claudia B. Berger, Johannes Baranski  13.01.2026

Bad Staffelstein

Söder wünscht sich mehr Unterstützung für Proteste im Iran

»Nicht nur ›Free Palestine‹«: Auf der Klausur der CSU-Landtagsfraktion denkt der Parteichef nicht allein über die bayerische und deutsche Politik nach. Auch die Geschehnisse in Teheran treiben ihn um

 13.01.2026

Berlin

Für die Hisbollah gekämpft? Angeklagter bestreitet Vorwurf

Er soll in den Libanon gereist sein, um sich von der Miliz an Schuss- und Kriegswaffen ausbilden zu lassen. Auch an Gefechten soll er teilgenommen haben. Der Berliner liefert eine andere Erklärung

 13.01.2026

Nahost-Konflikt

Uni Jena lädt umstrittenen Publizisten Hoban wieder aus

Ein Vortrag des Vorsitzenden des unter Extremismusverdacht stehenden Vereins »Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost« an der Uni Jena ist abgesagt worden. Ein weiterer Vortrag wird verschoben. Studierende reagierten unterschiedlich

von Matthias Thüsing  13.01.2026

Proteste im Iran

Merz rechnet mit baldigem Ende der iranischen Staatsführung

Kanzler Merz hat die Gewalt gegen friedliche Demonstranten im Iran bereits gestern mit scharfen Worten verurteilt. Jetzt geht er noch einen Schritt weiter

 13.01.2026

Erinnerungskultur

Bund fördert Projekte zu NS-Zeit und deutscher Teilung

Der Bund fördert in den kommenden Jahren neue Projekte in Gedenkstätten

 13.01.2026