Iran

Nach vier Jahren Geiselhaft: Nahid Taghavi wieder in Deutschland

Mariam Claren mit einem Bild ihrer Mutter Nahid Taghavi Foto: IMAGO/Metodi Popow

Die vier Jahre lang im Iran als Geisel festgehaltene Kölnerin Nahid Taghavi (70) ist wieder in Deutschland. Taghavis Tochter Mariam Claren postete am Montagmorgen auf der Plattform X ein Foto mit ihrer Mutter. »Es ist vorbei. Nahid ist frei!« Claren dankte allen, die sich für die Freilassung Taghavis eingesetzt hatten, äußerte sich zunächst aber nicht zu den Hintergründen der Freilassung.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Die Deutsch-Iranerin war bei einem ihrer Besuche im Iran im Oktober 2020 festgenommen worden und war im Teheraner Evin-Gefängnis eingesperrt. Die ersten sieben Monaten saß sie in Isolationshaft. Sie wurde anschließend wegen angeblicher Leitung einer illegalen Gruppe zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt.

Lesen Sie auch

Zeitweise bekam Taghavi wegen gesundheitlicher Probleme Hafturlaub gewährt, musste anschließend aber wieder ins Evin-Gefängnis zurück. Mehr als ein Dutzend EU-Staatsbürger sitzen weiterhin in iranischen Gefängnissen.

Zuletzt hatte Mariam Claren die Bundesregierung kritisiert, nicht genug für die Freilassung ihrer Mutter unternommen zu haben, und in einer Petition an den Bundestag verlangt, dass sich Bundeskanzler Olaf Scholz persönlich des Falls annehme. mth

Kommentar

Die Hinrichtungen gehen weiter

Nach der brutalen Niederschlagung der Protestbewegung im Januar setzt das Regime seine Exekutionskampagne vor den Augen der Welt fort

von Nila Mozafari  30.07.2026

Hannover

Mehrere AfD-Bewerber von Kommunalwahl ausgeschlossen

Bis Mittwoch mussten Niedersachsens Wahlausschüsse über alle Kandidaturen für die Kommunalwahl entscheiden. Mehrere Politiker der rechtsextremistischen Partei dürfen wegen Zweifeln an ihrer Verfassungstreue nicht antreten

 30.07.2026

Berlin

Mitarbeiter und Gäste des Kulturschiffs MS Goldberg antisemitisch beschimpft

Der Mann fuhr mit seinem Boot neben dem Kulturschiff und pöbelte dabei. Später soll er noch Beleidigungen per Email und via Facebook verschickt haben

 30.07.2026

Berlin

Antisemitismus ohne Scham

Der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Kahal Adass Jisroel in Berlin-Mitte wurde nach eigenen Angaben auf der Straße mit dem Tode bedroht

von André Anchuelo  30.07.2026 Aktualisiert

Berlin

Tödliche Ignoranz

Der Attentäter vom Christopher Street Day war Islamist. Doch manchen fällt es schwer, die Hintergründe der Mordtat konkret zu benennen. Sie kennen nur Reflexe

von Ralf Balke  30.07.2026

Berlin

Breites Bündnis fordert Klartext beim Thema Islamismus

Die meisten Muslime in Deutschland lehnten islamistische Ideologien ab. Gerade deshalb müssten sie ihnen »innerhalb der eigenen Gemeinschaft entschlossen entgegenzutreten«, heißt es in einem von 23 Organisationen unterzeichneten Aufruf

 30.07.2026

Interlochen (Michigan)

Neue Missbrauchsvorwürfe gegen Jeffrey Epstein im Umfeld einer US-Kunstschule

Zwei ehemalige Schülerinnen schilderten grenzüberschreitendes sexuelles Verhalten des Finanzinvestors

 30.07.2026

Berlin

Nach CSD-Anschlag: Technoparade »Zug der Liebe« abgesagt

Nach dem Anschlag am Rande des Christopher Street Days wird die Technoparade »Zug der Liebe« abgesagt. Die Ereignisse hätten die Lage »drastisch verändert«, so die Veranstalter

 30.07.2026

Berlin

Früherer Verfassungsrichter gegen AfD-Verbotsverfahren

Die AfD könnte bei der Wahl in Sachsen-Anhalt womöglich eine absolute Mehrheit erreichen. Hans-Jürgen Papier ist aber gegen ein Verbotsverfahren

 30.07.2026