Meinung

Muslimische Rassisten

Die Lehrergewerkschaft GEW hat es auf’s Tapet gebracht: An vielen Schulen hierzulande herrscht »Deutschenfeindlichkeit«. Türkische und arabische Jugendliche hetzen gegen »Schweinefleischfresser« und »deutsche Schlampen« – gegen alle, die keine Muslime sind. Allzu lange haben Politik und Presse die Augen verschlossen, aus Angst, Rassisten in die Hände zu spielen. Den Preis zahlen jene Schüler, deren Eltern es sich nicht leisten können, in ein Viertel mit niedrigerem Migrantenanteil umzuziehen. Man muss kein Anhänger deutscher Leitkultur sein, um diese Zustände intolerabel zu finden. Jede Gesellschaft, die solches duldet, wird auf Dauer immer gewalttätiger werden. Das wäre auch nicht im Sinne anderer Migranten, die unter dem Mobbing muslimischer Machos leiden. Der iranische Jude Arye Sharuz Shalicar, der in Berlin-Wedding aufwuchs, beschreibt in seiner Autobiografie, wie er als Schüler fast täglich bedroht und geschlagen wurde, weil er nicht nur kein Moslem, sondern auch noch Jude ist. Er kehrte Deutschland den Rücken, ging nach Israel. Ein Skandal, dass er hier nicht heimisch werden konnte. Und ja, auch die »Mehrheitsdeutschen« haben das Recht, nicht rassistisch angegriffen zu werden.

Karlsruhe

Mutmaßliche Unterstützer rechtsextremer Terrorgruppe angeklagt

Zwei Jugendliche stehen im Verdacht, die »Letzte Verteidigungswelle« unterstützt und einen Anschlag auf eine Asylunterkunft versucht zu haben. Die Bundesanwaltschaft will sie in Jena vor Gericht sehen

 01.09.2026

Kommentar

Intifada-Party bei der Linken

Für Elif Eralp, die Spitzenkandidatin der Linken bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl, kommt der jüngste Antisemitismus-Skandal ihrer Partei zur Unzeit. Doch ihre Empörung wirkt unglaubwürdig

von Ralf Balke  01.09.2026

Helsinki/Genf

Finnland beendet UNRWA-Finanzierung

Die Regierung in Helsinki will die Hilfsgelder für die palästinensischen Gebiete nicht streichen, sondern künftig über Organisationen weiterleiten, die nicht von der Hamas unterwandert sind

 01.09.2026

Tino Chrupalla, Bundesvorsitzender der AfD, spricht bei dem Wahlkampfauftritt in Grimmen (Mecklenburg-Vorpommern), 28. August

Berlin/Heidelberg

Verdacht der Volksverhetzung: Dachorganisation der Sinti und Roma zeigt Tino Chrupalla an

Es geht um eine Äußerung des AfD-Chefs bei einer Wahlkampfveranstaltung in Mecklenburg-Vorpommern

 01.09.2026

Madrid

Ceuta-Ansturm: Spanien erhebt Vorwürfe in Richtung Moskau und Jerusalem

Der spanische Regierungschef beschuldigt Netzwerke mit »Verbindungen zu Russland und Israel«, mit Falschmeldungen den Massenandrang auf die Nordafrika-Exklave angeheizt zu haben

 01.09.2026

New York

Met-Gala: Ausstellung mit umstrittenem Designer Galliano abgesagt

Das Event sollte eine Ausstellung zu Ehren des Designers eröffnen. Doch nach der Ankündigung hagelte es wegen des jüngsten Antisemitismus-Vorfalls Kritik

 01.09.2026

Berlin

Grünen-Politiker antisemitisch beschimpft und angegriffen

Daniel Eliasson sagt, der Täter habe versucht, ihn ins Gesicht zu boxen und ihn als »scheiß Juden« beschimpft

 01.09.2026 Aktualisiert

Berlin

Neuer Antisemitismus-Eklat setzt Linke unter Druck, Zentralrat übt scharfe Kritik

Knapp drei Wochen vor der Wahl zum Berliner Angeordnetenhaus sorgt der jüngste Skandal nun auch bei den möglichen Koalitionspartnern SPD und Grünen für Unruhe

 01.09.2026

Jerusalem

Geheimdienst: Netanjahus Sohn wegen Bedrohung aus USA zurück

Netanjahu hatte von iranischen Mordplänen gegen einen seiner Söhne gesprochen. Der Inlandsgeheimdienst bestätigt nun, Jair sei wegen einer akuten Bedrohung aus den USA nach Israel zurückgekehrt

 31.08.2026