Meinung

Muslimische Rassisten

Die Lehrergewerkschaft GEW hat es auf’s Tapet gebracht: An vielen Schulen hierzulande herrscht »Deutschenfeindlichkeit«. Türkische und arabische Jugendliche hetzen gegen »Schweinefleischfresser« und »deutsche Schlampen« – gegen alle, die keine Muslime sind. Allzu lange haben Politik und Presse die Augen verschlossen, aus Angst, Rassisten in die Hände zu spielen. Den Preis zahlen jene Schüler, deren Eltern es sich nicht leisten können, in ein Viertel mit niedrigerem Migrantenanteil umzuziehen. Man muss kein Anhänger deutscher Leitkultur sein, um diese Zustände intolerabel zu finden. Jede Gesellschaft, die solches duldet, wird auf Dauer immer gewalttätiger werden. Das wäre auch nicht im Sinne anderer Migranten, die unter dem Mobbing muslimischer Machos leiden. Der iranische Jude Arye Sharuz Shalicar, der in Berlin-Wedding aufwuchs, beschreibt in seiner Autobiografie, wie er als Schüler fast täglich bedroht und geschlagen wurde, weil er nicht nur kein Moslem, sondern auch noch Jude ist. Er kehrte Deutschland den Rücken, ging nach Israel. Ein Skandal, dass er hier nicht heimisch werden konnte. Und ja, auch die »Mehrheitsdeutschen« haben das Recht, nicht rassistisch angegriffen zu werden.

Bundesrat

Länder: Aufrufe zur Vernichtung Israels sollen strafbar werden

Der Bundesrat hat am Freitag einen Vorschlag Hessens gebilligt, wonach die öffentliche Leugnung des Existenzrechts Israels bestraft werden soll. Ob ihn die Bundesregierung aufgreift, ist noch unklar

von Michael Thaidigsmann  10.07.2026

Warschau

Vor 85 Jahren wurden die Juden von Jedwabne ermordet

Ein Massaker 1941 belastet das Verhältnis von Juden und Polen: Anstifter waren Deutsche, doch die Täter waren Polen. Ein Ex-Präsident hat zu dem Gedenktag eine klare Botschaft

 10.07.2026

Ramallah

Abbas kündigt Wahlen an

Der Chef der Palästinensischen Autonomiebehörde legt den 28. November als Termin für die Neuwahl des Parlaments fest, 2027 soll auch über die Präsidentschaft neu abgestimmt werden.

 10.07.2026

Großbritannien

»Wir haben das nicht richtig gemacht«

Andy Burnham, designierter Nachfolger von Keir Starmer als Labour-Chef und Premierminister, kündigt eine Kurskorrektur in der britischen Nahostpolitik an

von Michael Thaidigsmann  10.07.2026

Hamburg/Haifa

Netanjahu bremst Milliarden-Fusion von Hapag Lloyd und Zim

Hapag-Lloyd würde die israelische Reederei gerne übernehmen. Doch der israelische Ministerpräsident hat Sicherheitsbedenken

 10.07.2026

Hamburg

Ein Jahr nach Beginn des Block-Prozesses kein Ende in Sicht

Am 11. Juli 2025 startete am Landgericht der spektakuläre Prozess um die Entführung der Block-Kinder. 63 Verhandlungstage gab es seither. Was ist noch offen?

 10.07.2026

Tirana

Albaniens Premier gibt Millionen für Kanye-Konzert aus

Ein geplanter staatlich geförderter Auftritt spaltet das Land – und verstärkt die ohnehin seit langem wachsende Kritik an Ministerpräsident Rama. Die jüdische Gemeinde will eine Absage

 10.07.2026

New York

Bericht: Israel warnte USA vor neuem iranischem Anschlagsplan gegen Trump

Seit der Tötung des iranischen Generals Qassem Soleimani Anfang 2020 droht der Iran Trump mit Vergeltung

 10.07.2026

Islamabad/Doha

Vermittler wollen Atomgespräche zwischen USA und Iran retten

Pakistan, Katar und andere Staaten bemühen sich laut einem amerikanischen Pressebericht, die jüngste Eskalation einzudämmen

 10.07.2026