Meinung

Muslime in Deutschland: Warum feiert ihr den Mord an Juden?

Philipp Peyman Engel, Chefredakteur der Jüdischen Allgemeinen Foto: Marco Limberg

Meinung

Muslime in Deutschland: Warum feiert ihr den Mord an Juden?

Philipp Peyman Engel verstört es, dass offenbar die meisten Muslime den Terror gegen den jüdischen Staat nicht ablehnen

von Philipp Peyman Engel  11.10.2023 11:36 Uhr

Der 7. Oktober 2023 ist der dunkelste Tag für Juden seit dem Holocaust. Innerhalb von wenigen Stunden ermordeten palästinensische Terroristen mehr als 1200 Israelis. Fast 3000 Menschen wurden verletzt. Israel, und mit dem jüdischen Staat die jüdische Gemeinschaft weltweit, ist am Samstag in einer neuen Welt aufgewacht.

Mit Tausenden Raketen überzogen die Terroristen das Land, sie infiltrierten Israel zu Land, zu See und zur Luft, schlachteten ebenso wahllos wie erbarmungslos Zivilisten ab, vergewaltigten und verschleppten Frauen und schnitten – beim Schreiben dieser Wörter überfällt mich grenzenlose Trauer und unbändige Wut – in einem Kibbuz israelischen Babys die Köpfe ab.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Wer glaubt, dass ausschließlich die israelischen Juden von diesem barbarischen Terror betroffen sind, der irrt gewaltig. Wie bereits 2014, als Israel sich gegen den massenhaften Beschuss aus Gaza zur Wehr setzten musste, um seine Bürger zu schützen, feiern auch heute wieder viele Muslime in Deutschland den Terror. In Neukölln wurden Süßigkeiten gereicht. In Duisburg musste die Polizei mit einem Großaufgebot aufmarschieren, damit die Situation bei judenfeindlichen Protesten nicht vollends eskalierte.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Dem Zentralrat der Muslime fiel nichts Besseres ein, als die Siedlerbewegung zu kritisieren. In München rief ein Mann bei einem israelischen Lokal an und fragte, ob man über Messer verfüge, damit man alle Israelis töten könne. Der NDR fragte im Rahmen eines spontanen Stimmungsbildes eine Hamburgerin mit Kopftuch, wie sie über die Situation in Israel denke. Breites Grinsen in die Kamera, ihre Antwort: »Ich finde das gut.«

Gibt es positive Beispiele? Nur ganz vereinzelt.

https://twitter.com/PhilippPeyman/status/1711431224911106173

Bislang war ich davon überzeugt, dass die Mehrheit der Muslime Gewalt gegen Juden verurteilt. Doch es ist eine bittere Erkenntnis: Die Bilder der vergangenen Tage legen nahe, dass das Gegenteil der Fall ist. Entweder ist das Schweigen der Muslime zum Terror gegen Israel überlaut. Oder das Töten von Juden wird sogar gefeiert.

engel@juedische-allgemeine.de

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Teheran

Modschtaba Chamenei bleibt unsichtbar

Der neue »Oberste Führer« des Iran zeigt sich weiter nicht in der Öffentlichkeit. Eine verlesene Botschaft ersetzt seine Neujahrsrede

 20.03.2026

Bern

Schweiz stoppt Waffenexporte an die USA

Wegen ihres strikten Neutralitätsprinzips liefert die Schweiz vorerst keine Waffen mehr an die USA, weil diese am Krieg gegen den Iran beteiligt sind

 20.03.2026

Berlin

DIG kritisiert Deutschlands Rückzug im Verfahren zum angeblichen Genozid gegen Israel

»Deutschland opfert Israel seinen Ambitionen auf einen Sitz im Weltsicherheitsrat«, sagt DIG-Präsident Volker Beck. Und nennt es »schändlich«

 20.03.2026

Bildung

Stille im Vieh-Waggon - Jugendliche fühlen die Geschichte des ehemaligen KZ Bergen-Belsen

Jugendliche aus ganz Europa hören in Bergen-Belsen von Hunger, Enge und Angst - und stehen plötzlich selbst an den Orten des Grauens. Für viele ist der Besuch im früheren Konzentrationslager die erste intensive Begegnung mit der NS-Zeit

von Charlotte Morgenthal  20.03.2026

Argentinien

Argentinien übernimmt IHRA-Vorsitz

Das südamerikanische Land übernimmt die Präsidentschaft der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA). Als erstes auf dem Kontinent

 20.03.2026

Oslo

Mette-Marit: Epstein hat mich manipuliert

Vertraute Mails und Liebes-Tipps: Ihre Freundschaft mit dem Sexualstraftäter hat Norwegens Kronprinzessin in Bedrängnis gebracht. Jetzt gab Mette-Marit ein Fernsehinterview

 20.03.2026

Meinung

Warum die Stellungnahme der USA beim IGH eine Enttäuschung ist

Die Intervention Washingtons vor dem Internationalen Gerichtshof nimmt zwar Israel gegen den Vorwurf des Genozids in Schutz. Sie liefert den Richtern aber kaum Argumente

von Menachem Z. Rosensaft  20.03.2026

Berlin

Berliner Spitzen-Linke kritisiert Zionismus-Beschluss

Ein Entscheid der niedersächsischen Linken gegen den »real existierenden Zionismus« sorgt auch in der eigenen Partei für Aufregung. Die Spitzenkandidatin für die Berlin-Wahl geht auf Distanz

 20.03.2026

Teheran

Iran meldet Tod von Revolutionsgarde-Sprecher bei Angriffen

Staatliche iranische Medien vermelden den Tod von Ali Mohammad Naini, der seit 2024 die Revolutionsgarde repräsentierte

 20.03.2026