Meinung

Mörderisches Geschäft

Es war eine Dreistigkeit, die nicht mehr zu überbieten schien: Im Dezember montierten fünf Diebe in Auschwitz den Schriftzug über dem Lagertor ab. Mittlerweile ahnt man: Es geht noch dreister. Die englische Zeitung Sunday Mirror berichtet, ein »reicher britischer Nazi« habe den Raub in Auftrag gegeben; als Zwischenhändler fungierten schwedische Rechtsextremisten, die polnische Kriminelle losschickten und von ihrem Hehlererlös Terrorakte bezahlen wollten. Um eine neue Welle rechtsextremistischen Terrors loszutreten, tüftelte diese Nazi-Internationale eine Art Insidergeschäft aus. Als Handelsobjekt suchten sie sich das vielleicht bekannteste Symbol des NS-Terrors aus: das Tor von Auschwitz mit dem Schriftzug »Arbeit macht frei«. Die polnischen Kleinkriminellen, die die Polizei nicht als rechtsextrem einstuft, mussten die Drecksarbeit machen; die schwedischen Nazis hätten das Geld gehabt, Anschläge zu finanzieren; und der ominöse englische Auftraggeber mit seiner abwegigen Vorliebe für Nazischrecken würde sich über einen besonderen Coup freuen. Das Symbol, das die Menschheit an das Leiden im Holocaust erinnert, wäre durch Diebstahl dem Weltgedächtnis entzogen worden und hinge nun als stolze Trophäe in irgendeiner Millionärsvilla.

Berlin/Jerusalem

Dobrindt: Mehr Kooperation mit Israel für Sicherheit Deutschlands

Der Brandanschlag auf das Stromnetz im Berliner Südwesten zeigt Schwachstellen in Deutschlands Sicherheit. Um besser aufgestellt zu sein, will die Bundesrepublik enger mit Israel zusammenarbeiten

 11.01.2026

Meinung

Wo bleibt Deutschlands Unterstützung für die protestierenden Iraner?

Bisher äußerte sich der Bundeskanzler schmallippig zu den Protesten gegen die Mullahs. Es wird Zeit, dass er aus Europa Druck auf die Mullahs macht

von Saba Farzan  11.01.2026

Kommentar

Ärzte mit Grenzen

Die Waffen schweigen weitgehend in Gaza, der Informationskrieg tobt weiter. Ein besonders niederträchtiges Beispiel liefert »Ärzte ohne Grenzen«

von Wolf J. Reuter  10.01.2026 Aktualisiert

Kommentar

Die Proteste im Iran und die blamable Berichterstattung von ARD und ZDF

Die Mullahs sollen weg, der Schah soll kommen: Dafür hat die Linke gerade keine Erklärung parat - und mit ihr auch nicht die links geprägten Redaktionen des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks

von Christoph Lemmer  10.01.2026

Berlin

»Das Mullah-Regime muss jetzt fallen«

Zentralrat der Juden: Es braucht ein Ende der Zurückhaltung gegenüber Teheran - und ein klares politisches Signal aus Deutschland

 09.01.2026

Fernsehen

Jüdische Journalisten kritisieren Verpixelung von »Bring them Home!«-Kette

Der Verband JJJ fordert: Die »unpolitische, rein humanitäre Forderung« auf der Plakette eines Kochs muss sichtbar sein

 09.01.2026

Potsdam

Beauftragter gegen Judenhass: »Ich sehe nicht ein, mich verschrecken zu lassen«

Noch in der Tatnacht habe seine Familie ihn darin bestärkt, seine Arbeit fortzusetzen, so Andreas Büttner. »Sie haben mir gesagt, ich müsse weitermachen. Eigentlich sogar noch lauter werden«

 09.01.2026

Jerusalem

US-Botschafter: Israel entscheidet selbst über weiteres Vorgehen gegen Iran

»Lassen Sie uns hoffen, dass dies das Jahr ist, in dem das iranische Volk sagt: ›Es reicht‹«, sagt Mike Huckabee

 09.01.2026

Kommentar

Ich gebe die Hoffnung für Brandenburg nicht auf

Nach dem Koalitionsbruch muss die Politik die Menschen wieder in den Mittelpunkt stellen

von Alex Stolze  09.01.2026