Deutsch-Israelische Gesellschaft

Michaela Engelmeier wird Generalsekretärin

Die SPD-Politikerin Michaela Engelmeier wird erste Generalsekretärin des Verbandes. Foto: PR

Michaela Engelmeier ist vom Vorstand der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) in das neu geschaffene Amt der Generalsekretärin berufen worden. Das teilte die DIG am Mittwoch mit.

Die heute 59-jährige Engelmeier saß von 2013 bis 2017 für die SPD im Deutschen Bundestag. Seit 2018 leitete sie das Berliner Büro des jüdischen Sportverbands Makkabi Deutschland.

FREUNDSCHAFT »Ich freue mich sehr, dass ich nun in verantwortlicher Stellung die Freundschaft und Beziehungen zwischen Deutschland und dem kleinen aber feinen demokratischen Israel noch stärker vorantreiben kann und Antisemitismus und Antiisraelismus kompromisslos bekämpfen werde«, erklärte sie.

Schon bisher war Engelmeier als Vizepräsidentin Teil der engeren DIG-Führung.

Schon bisher war Engelmeier als Vizepräsidentin Teil der engeren DIG-Führung. Während ihrer Zeit im Bundestag gehörte Engelmeier zudem der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe an.

In jungen Jahren war die ehemalige Judoka auch Mitglied der deutschen Judo-Nationalmannschaft. Später war sie eine Zeit lang Vizepräsidentin des Deutschen Judo Bundes e.V., wo sie sich auch für die deutsch–israelischen Sportbeziehungen und den Jugendaustausch zwischen den beiden Ländern engagierte.

WAHRNEHMUNG In ihrem neu geschaffenen Amt soll Michaela Engelmeier für eine bessere Vernetzung der DIG-Mitglieder sorgen und das Auftreten des Verbandes nach außen hin professionalisieren. Die DIG wurde 1966 gegründet und hat rund 5500 Mitglieder. Darüber hinaus gibt es innerhalb der Organisation mehr als 50 regionale und lokale Untergliederungen und Arbeitsgemeinschaften.

Der Präsident der DIG, der Frankfurter Stadtkämmerer und Bürgermeister Uwe Becker, sagte in einer Pressemitteilung, er freue sich auf die Zusammenarbeit mit seiner neuen Generalsekretärin.

Becker zeigte sich »sicher, dass wir damit auch unsere Präsenz als DIG in der öffentlichen Wahrnehmung, bei Bildungseinrichtungen, nationalen, europäischen und internationalen Einrichtungen noch weiter steigern können, ganz im Interesse unseres Engagements für die Deutsch-Israelische Freundschaft«.

Meinung

Ein belasteter Ort verlangt Bewusstsein

Belastete Orte wie etwa Hitlers Geburtshaus in Braunau gibt es in Deutschland und Österreich viele. Erinnerung daran bedeutet, ihr in der Gegenwart die richtige Antwort zu geben

von Vladimir Vertlib  29.07.2026

Meinung

Wir müssen darüber sprechen, was der Terror mit dem Islam zu tun hat

Die islamistische Ideologie muss endlich klar und deutlich als solche benannt werden

von Ali Ertan Toprak  29.07.2026

Thüringen

Entschuldigung nach Hass-Kommentar eines Leinefelder Gastwirts abgelehnt

Das Auschwitz-Komitee wirft dem Gastronomen vor, Menschen mit dem Tod bedroht und die Verbrechen des Nationalsozialismus verherrlicht zu haben.

 29.07.2026

Toronto

Solidarität nach Angriffen: Lange Schlangen vor jüdischen Bagel-Läden

Nach Angriffen auf zwei Filialen der jüdischen Bäckereikette Kiva’s Bagel Bar kaufen Bewohner dort ein. Zeitgleich feuerte ein Unbekannter Schüsse auf das US-Konsulat ab

 29.07.2026

Nahost

Iran greift US-Stützpunkt in Jordanien an – Washington reagiert mit Luftschlägen im Irak

Es ist der erste Raketenangriff des Iran auf einen US-Stützpunkt, seit Präsident Donald Trump die amerikanischen Angriffe auf iranische Ziele vor wenigen Tagen ausgesetzt hatte

 29.07.2026

Berlin

Klein: Sympathie-Bekundung für Terrororganisationen strafbar machen

Nach dem Anschlag durch einen IS-Anhänger fordert der scheidende Antisemitismusbeauftragte Gesetzesänderungen

 29.07.2026

Berlin

CSD-Anschlag: Innensenatorin und Polizei beantworten Fragen

Nach dem Angriff gibt es noch viele Unklarheiten. Der Innenausschuss des Abgeordnetenhauses kommt daher zusammen. Außerdem rückt das Thema Prävention in den Fokus

 29.07.2026 Aktualisiert

Berlin

Prien stellt mehr Geld gegen Radikalisierung in Aussicht

Nach dem CSD-Anschlag sagt die Familienministerin, queere Menschen seien in Teilen des Landes besonders unter Druck und könnte Solidarität erwarten

 29.07.2026

Judenhass

Antisemitismus weltweit auf Höchststand seit mehr als drei Jahrzehnten

Die Untersuchung erfasst die sieben Länder mit den größten jüdischen Bevölkerungen außerhalb Israels, darunter Deutschland

 29.07.2026