Berlin

Michael Roth geht mit Israel-Politik der SPD hart ins Gericht

Michael Roth (SPD) Foto: picture alliance / Thomas Koehler/photothek.de

Der langjährige SPD-Außenpolitiker Michael Roth verurteilt die derzeitige Israel-Politik seiner eigenen Partei als »enttäuschend« und »beschämend«.

»Das Massaker der Hamas war der brutalste Angriff auf Jüdinnen und Juden seit der Schoa«, betont er in einem Gastbeitrag für den »Tagesspiegel«. Statt sich hinter Israel zu stellen, reagiere die SPD jedoch zögerlich, ausweichend und mit »sprachlichen Verrenkungen«.

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Indirekt greift Roth auch den derzeitigen SPD-Fraktionschef Matthias Miersch an: »In der SPD-Bundestagsfraktion war es lange gelebte Praxis, dass der Vorsitzende selbst Verantwortung für die deutsch-israelischen Beziehungen übernahm«, schreibt er unter Verweis auf die Miersch-Vorgänger Peter Struck und Thomas Oppermann.

Roth saß mehr als 25 Jahre im Bundestag und war dort zuletzt Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses. dpa

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