Mexiko-Stadt

Mexiko nimmt iranische Nationalmannschaft während der WM auf

Präsidentin Claudia Sheinbaum Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Die iranische Fußball-Nationalmannschaft wird während der Weltmeisterschaft 2026 offenbar nicht dauerhaft in den USA untergebracht sein. Stattdessen soll das Team seine Basis im mexikanischen Tijuana beziehen und von dort aus zu den Spielen in den Vereinigten Staaten reisen. Auch mexikanische Medien berichteten.

Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum bestätigte, dass die mexikanische Regierung einer entsprechenden Anfrage zugestimmt habe. »Die Vereinigten Staaten wollen nicht, dass die iranische Nationalmannschaft in den USA übernachtet«, sagte die Regierungschefin mit jüdischem Familienhintergrund bei einer Pressekonferenz. »Sie haben uns gefragt: Können sie in Mexiko übernachten? Und wir haben gesagt: Ja, ohne Problem, wir haben damit überhaupt kein Problem.«

Die Entscheidung fällt vor dem Hintergrund der angespannten Beziehungen zwischen Iran, Israel und den USA, die Hauptgastgeber der Fußball-WM sind. Sie wird gemeinsam mit Mexiko und Kanada ausgetragen.

Neuseeland und Belgien

Der Präsident des iranischen Fußballverbandes, Mehdi Taj, hatte bereits angekündigt, dass die FIFA einem Wechsel des geplanten Trainingslagers zugestimmt habe. Ursprünglich sollte sich die Mannschaft in Arizona vorbereiten. Nun werde das Team in Tijuana untergebracht, direkt an der Grenze zu den USA.

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Nach Angaben Tajs soll die Nähe zu den Spielorten in Kalifornien logistische Vorteile bringen. »Die Entfernung zwischen uns und dem Austragungsort unserer Spiele in Los Angeles beträgt 55 Minuten Flugzeit«, erklärte er in einer Videobotschaft. Außerdem könnten Visa-Probleme reduziert werden, da die Mannschaft direkt nach Mexiko fliegen könne.

Iran bestreitet seine ersten beiden Gruppenspiele in Los Angeles gegen Neuseeland und Belgien, ehe die Mannschaft Ende Juni in Seattle auf Ägypten trifft.

Garantien für Visa

Seit Monaten gibt es Unsicherheiten rund um die Teilnahme des iranischen Teams an der Weltmeisterschaft. Vertreter Teherans hatten zuletzt erklärt, Spieler und Betreuer hätten weniger als einen Monat vor Turnierbeginn noch keine US-Visa erhalten. Laut Taj habe der iranische Verband die FIFA deshalb um Garantien für Visa, Sicherheit und die Behandlung der Delegation gebeten.

Die mexikanische Regierung erklärte, die Details der Unterbringung würden nun gemeinsam mit der FIFA abgestimmt. Beteiligt seien unter anderem die mexikanische WM-Koordinatorin Gabriela Cuevas sowie Tourismusministerin Josefina Rodríguez. im

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