Die Leiterin des NS-Dokumentationszentrums München, Mirjam Zadoff, geht zum 1. März 2027 ans Haus der Geschichte Österreich in Wien. Unter ihrer »klugen und mutigen« Leitung habe sich das NS-Dokuzentrum zur international vernetzten
Kultureinrichtung und zum bedeutenden Ort der Aufklärung, Erinnerung und Diskussion entwickelt, sagte der Münchner Kulturreferent Marek Wiechers laut Mitteilung vom Dienstag. Er dankte der Historikerin und Kuratorin für »ihr enormes Engagement, ihre Unbeirrbarkeit und ihre Integrität«.
Die gebürtige Innsbruckerin studierte Geschichte und Judaistik in Wien und promovierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 2018 übernahm Zadoff die Leitung des NS-Dokumentationszentrums. Innerhalb von acht Jahren realisierte sie den Angaben zufolge mit ihrem Team mehr als 20 Ausstellungsprojekte, etablierte neue Vermittlungsformate und forcierte die Ausgestaltung einer Zweigstelle am neuen Erinnerungsort im Münchner Westen.
Am 30. November eröffnet im NS-Dokumentationszentrum München mit »Das Klassenfoto« die letzte von Mirjam Zadoff als Direktorin verantwortete Ausstellung. epd