Berlin

Kurdische Gemeinde zeichnet Ron Prosor aus

Ali Ertan Toprak Foto: imago/Oryk HAIST

Mit einem festlichen Empfang hat die Kurdische Gemeinde Deutschland (KGD) in Berlin das kurdische Neujahrsfest Newroz begangen. Rund 200 Gäste aus Politik, Medien, Kultur und Zivilgesellschaft kamen in der Landesvertretung Baden-Württemberg beim Bund zusammen, um den Frühlingsbeginn zu feiern und zugleich politische Signale zu setzen.

Eröffnet wurde die Veranstaltung unter anderem von Baden-Württembergs Bevollmächtigtem beim Bund, Rudi Hoogvliet, sowie von Landtagspräsidentin Muhterem Aras. Der KGD-Bundesvorsitzende Ali Ertan Toprak begrüßte die Anwesenden und betonte die Bedeutung des Festes als Ausdruck von Identität und Zusammenhalt.

In den anschließenden Redebeiträgen hoben mehrere hochrangige Politiker die Symbolkraft von Newroz hervor. Das Fest stehe für Hoffnung und Erneuerung, zugleich aber auch für den Einsatz von Kurdinnen und Kurden für »Freiheit und Selbstbestimmung« sowie für demokratische Werte in Deutschland.

Ehrung für Israels Botschafter

Ein besonderer Moment des Abends war die Auszeichnung des israelischen Botschafters Ron Prosor. Er erhielt einen Ehrenpreis für sein langjähriges Engagement zugunsten der kurdischen Gemeinschaft.

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Die KGD würdigte dies als »starkes Zeichen partnerschaftlicher Solidarität« und erklärte, man spreche Prosor »tief empfundenen Dank« aus. Überreicht wurde die Auszeichnung gemeinsam von Bundesministerin Karin Prien und Ali Ertan Toprak.

Neben den politischen Beiträgen spielte auch die kulturelle Dimension eine zentrale Rolle. Musikalische Darbietungen mit traditionellen und modernen kurdischen Stücken bildeten einen künstlerischen Höhepunkt des Abends.

»Neubeginn, Erneuerung und kulturellen Fortbestand«

Besondere Bedeutung kam dem Entzünden des Newroz-Feuers zu. Dieses symbolisiere »Neubeginn, Erneuerung und kulturellen Fortbestand« und wurde von den Veranstaltern als zentraler Moment hervorgehoben.

Zudem wurde eine Wanderausstellung vorgestellt, die Lebensgeschichten zwischen Ausgrenzung und gesellschaftlicher Teilhabe dokumentiert. Das Projekt solle verdeutlichen, was Menschen in einer pluralen Gesellschaft verbindet. im

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