Für die geplante Umbenennung einer Straße in Berlin nach der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem gibt es offenbar noch keinen Zeitplan. Das Bezirksamt Mitte teilte auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) mit, dass es dazu einen Senatsbeschluss benötige und verweist auf das Berliner Straßengesetz. Es geht dabei um eine von Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und dem Ältestenrat des Bundestags befürwortete Umbenennung eines Teilabschnitts der Dorotheenstraße zwischen Friedrich-Ebert-Platz und Wilhelmstraße, in unmittelbarer Nähe zum Reichstagsgebäude.
Die Senatskanzlei teilte auf Anfrage mit, sie führe aktuell Gespräche zur Umbenennung. Die Zuständigkeit dafür liege beim Bezirksamt Mitte. Eine Sprecherin der Bundestagsverwaltung sagte auf Anfrage, Senat und Bezirk würden bei der Einleitung der erforderlichen Maßnahmen »positiv begleitet«.
Initiative vom Freundeskreis Yad Vashem
Die Initiative zur Umbenennung kommt nach eigenen Angaben vom deutschen Freundeskreis Yad Vashem und stammt von Anfang 2024. Im Dezember vergangenen Jahres sprach sich die Bau- und Raumkommission des Bundestags in einer Empfehlung an den Ältestenrat dafür aus. Yad Vashem wurde 1953 vom israelischen Parlament zur Dokumentation des Holocausts in Jerusalem gegründet. epd