Washington D.C.

Vize-Justizminister: Keine weiteren Anklagen in Epstein-Fall

Das amerikanische Justizministerium veröffentlichte weitere Dokumente über den Epstein-Skandal und die Festnahme des jüdischen Straftäters. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Das US-Justizministerium plant nach der Veröffentlichung der Ermittlungsakten im Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein vorerst keine weiteren Anklagen.

Bei der Prüfung der Epstein-Akten sei darin nichts gefunden worden, was dem Ministerium eine Strafverfolgung ermöglichen würde, sagte der stellvertretende US-Justizminister Todd Blanche dem Sender CNN. Die ganze Welt könne sich nun das veröffentlichte Material ansehen und selbst »beurteilen, ob wir uns geirrt haben«, sagte er weiter.

Der Vize-Justizminister räumte ein, dass das veröffentlichte Material Verstörendes enthalten habe. »Es gibt viele schreckliche Fotos, die offenbar von Herrn Epstein oder von Menschen aus seinem Umfeld aufgenommen wurden, aber das erlaubt uns nicht unbedingt, jemanden strafrechtlich zu verfolgen«, so Blanche.

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Der jüdische Investor Epstein hatte jahrelang einen Missbrauchsring betrieben, dem Dutzende junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. 2019 kam er im Alter von 66 Jahren in einer Gefängniszelle zu Tode. Das veröffentlichte Material enthält unter anderem E-Mails, Gerichtsdokumente, ärztliche Gutachten, aber auch etliche Fotos und Videos.

Besonders groß ist das Interesse an dem Fall, weil Epstein beste Kontakte in die High Society hatte. In den veröffentlichten Unterlagen kommen viele bekannte Persönlichkeiten vor, darunter auch US-Präsident Donald Trump. Allerdings gibt es keine Hinweise auf eine Verwicklung des Republikaners in den Skandal.

Das US-Justizministerium hatte am Freitag eine letzte Charge an Ermittlungsakten veröffentlicht. Blanche hatte erklärt, das Ministerium sei damit nun seiner Verpflichtung nachgekommen. Dass die jahrelange Debatte um die Veröffentlichung der Epstein-Akten damit beendet ist, gilt allerdings als unwahrscheinlich. dpa/ja

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