Meinung

Kein Platz für Moden

Berlin ist arm, aber sexy. Ganz besonders sexy wird es in den kommenden zwei Tagen am Bebelplatz zugehen, wenn auf dem Laufsteg der Mercedes-Benz Fashion Week die neuesten Kollektionen gezeigt werden – direkt neben dem Denkmal des israelischen Künstlers Micha Ullmann, das an die Bücherverbrennung 1933 erinnert. Allerdings laufen die Models an diesem Ort zum letzten Mal. Offenbar hatte der Protest von Bürgerinitiativen Erfolg. Sogar der Petitionsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses beschäftigte sich mit der Nutzung des Ortes und wünscht sich, dass kommerzielle Ereignisse wie die Modewoche nicht mehr auf dem Bebelplatz stattfinden. Diese »Halligalli-Veranstaltung«, wie sie der Vorsitzende des Ausschusses, Ralf Hillenberg (SPD), nennt, habe dort nichts verloren. Recht so. Aber was ist mit Open-Air-Klassik-Konzerten und Eislaufbahnen? Auch solche Events passen nicht hierher. Und was denkt Berlins Regierender Bürgermeister über das Halligalli? Wir wissen es nicht. Klaus Wowereit schweigt. Doch wer nichts sagt, bezieht keine Stellung. Das mag hin und wieder durchaus angebracht sein. Aber nicht, wenn es um die geschmacklose Verquickung von Party und Geschichte geht.

Debatte

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Berlin

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 26.10.2026

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Umfrage

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Präsidentenwahl in Frankreich

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 25.10.2026

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 25.10.2026

Islamismus

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Solidarität mit zweierlei Maß? Islam-Experte Mansour sieht bei Teilen der Linken eine Doppelmoral im Umgang mit Islamismus. Scharfe Kritik übt er auch am Umgang mit Israel und dem Nahostkonflikt

 25.10.2026

Feuer am Flughafen von Riad

Krieg in der Golfregion

Weiter Angriffe im Jemen und Saudi-Arabien

Riad im Norden, die jemenitische Hafenstadt Aden im Süden: An beiden Fronten greifen die Huthi-Rebellen mit Drohnen und Raketen an. Wird aus dem dauerhaften Beschuss ein Abnutzungskrieg?

 25.10.2026