Berlin

Jüdisches Leben stärken

Felix Klein, Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung Foto: Marco Limberg

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, will alles tun, um jüdisches Leben in Deutschland zu stärken.

»Es ist nicht nur im Interesse der jüdischen Gemeinschaft, sondern im Interesse von uns allen. Das ist Teil unserer deutschen kulturellen Identität«, sagte Klein im »Interview der Woche« des Deutschlandfunks, das am Sonntag ausgestrahlt werden soll. Unter Jüdinnen und Juden im Lande gebe es eine »große Bereitschaft zu bleiben«. Diese ließen sich vom wachsenden Judenhass nicht einschüchtern.

antisemitismus Klein zeigte sich zuversichtlich, dass der Antisemitismus überwunden werden könne. Bei der Überwindung konfessioneller Vorurteile sei dies auch gelungen. Es sei eine »absolute Erfolgsgeschichte«, dass die jüdischen Gemeinden in Deutschland heute wieder so stark geworden seien, sagte der Antisemitismusbeauftragte.

Zugleich nannte Klein den Anschlag auf die Synagoge in Halle vom 9. Oktober einen »Einschnitt«.

Zugleich nannte Klein den Anschlag auf die Synagoge in Halle vom 9. Oktober einen »Einschnitt«. Die antisemitische Bedrohung könne nun von niemanden in Deutschland mehr verneint werden. Der rechtsextremistische Terror sei in den vergangenen Jahren »absolut unterschätzt« worden. Man müsse nun eine gute Kombination aus »repressiven und präventiven Maßnahmen« gegen den Judenhass finden.

Die Bundesregierung plane, antisemitisch motivierte Straftaten ausdrücklich als Straftatbestand in das Strafgesetzbuch aufzunehmen. Dies solle »handlungsleitend« für Richter, Staatsanwälte und die Polizei werden.  epd

Dave Rich

»Jüdische Studierende schweigen oft«

Der Antisemitismus-Experte über zunehmenden Judenhass an Universitäten, mangelnde Sicherheit im Alltag und die extreme Rechte in Großbritannien

von Nicole Dreyfus  19.10.2026

Diether Dehm

Nach Auftritt mit Höcke

Strafbefehl gegen Diether Dehm wegen SA-Parole

Björn Höcke wurde wegen der Verwendung der Parole »Alles für Deutschland« bereits rechtskräftig verurteilt. In einem Interview mit dem AfD-Mann wiederholte der frühere Linken-Politiker Diether Dehm diese Worte und soll dafür nun 9000 Euro zahlen

 19.10.2026

Ausschreitungen in Frankreich

Dobrindt warnt vor Bündnis aus Linksextremisten und radikalen Migrantenmilieus

Der Bundesinnenminister sieht in den gewaltsamen Ausschreitungen in Frankreich eine Gefahr, die auch Deutschland betreffen könnte

 19.10.2026

Anschlagsvorbereitungen in Deutschland

Auswärtiges Amt bestellt iranischen Botschafter ein

Zwei Männer haben im Auftrag Teherans jüdische und israelische Ziele in Deutschland für Anschläge ausgespäht. Nach ihrer Verurteilung in Hamburg vor wenigen Tagen reagiert das Außenministerium in Berlin

 19.10.2026

Nachruf

Hermann »Mano« Höllenreiner ist tot

Mit neun Jahren wird er nach Auschwitz deportiert. Später wird er unermüdlicher Mahner gegen das Vergessen

 19.10.2026

London

Israel-Unterstützerin gerät wegen ihres Engagements ins Visier der Polizei

Holly Passmore wurde nach einem Aufenthalt in Israel von zwei Polizisten befragt

 19.10.2026

Berlin

Zwei Parteien in Berlin entscheiden über Koalitionsgespräche

Nach teils zähen Sondierungen entscheiden Grüne und SPD in Berlin über Koalitionsgespräche mit der Linken. Aber aus den Reihen der Sozialdemokraten gibt es Zweifel und Kritik, auch aufgrund der Antisemitismus-Skandale bei der Linkspartei

 19.10.2026

Berlin

Weimer: Linkspartei öffnet Antisemitismus »Tür und Tor«

Der Kulturstaatsminister fördert die Aufarbeitung des NS-Terrors und des Unrechts in der DDR. Mit einem möglichen rot-grün-roten Senat sieht er die Erinnerungspolitik in Gefahr

 19.10.2026

Sofia

Bombendrohung: Austrian-Airlines-Flugzeug muss auf dem Weg von Tel Aviv nach Wien notlanden

Auf dem Flug von Tel Aviv nach Wien ändert eine Maschine der Austrian Airlines plötzlich ihre Route. Der Grund ist schwerwiegend

 19.10.2026